5. Spieltag: FC Saarbrücken – Eintracht Frankfurt

Sonntag, 19.09.04

FC Saarbrücken – Eintracht Frankfurt

Endstand: 3-0

Zuschauer: 15000


 

Das fünfte Saisonspiel stand an. Diesmal ging es sogar ins Ausland. Nach Frankreich! Der Aufsteiger Saarbrücken wollte gegen die SGE seine ersten drei Heimpunkte einfahren. Dies sollte natürlich tunlichst vermieden werden.
So ging die Reise am Sonntagfrüh um 10.30 Uhr im Kneipenbusjens los. Mit an Bord: Steebo, Freak, Pferdeflüsterer, Wilz, White, Jaimi, Steve und ich. Außer das wir uns, da ich in intensiven Gesprächen vertieft war, zweimal verfuhren ( erst fuhren wir durchs Frankfurter Kreuz und verpassten so die Auffahrt auf die A5, dann fuhren wir von der A67, auf der wir eigentlich bleiben sollten auf die A5) passierte nicht viel auf der Hinfahrt. Halt. Stopp! Es passierte doch noch etwas. Ich gestehe hiermit den kaltblütigen Mord an einer Bierflasche, die dummerweise auf dem Busdach geparkt wurde.
Um 13.30 kamen wir in der ostfranzösischen Kleinstadt an und suchten uns einen Parkplatz, das sich als sehr schwierig herausstellte, da es nirgendwo ausgeschriebene Parkplätze gibt. Irgendwann hatten wir dann einen passenden Stellplatz gefunden. Da von Saarbrücker Seite alles (Fahnen, DH´s, Megaphon in begrenzter Zahl) erlaubt war, hatten wir auch alle Utensilien dabei. Im Block angekommen hängten wir erstmal unser Banner tv-gerecht auf und zogen die Fahnen auf die Stangen.
Kurz vor 15.00 Uhr wurde bekannt gegeben, dass das Spiel ca. 10 Minuten später anfängt, da der Sonderzug aus Frankfurt noch nicht eingetroffen war. Bis zum tatsächlichen Anpfiff war das Stadion dann mit ca. 15000 Zuschauern, darunter ca. 3500 Hessen ansehnlich gefüllt. Auch die Stimmung war sehr gut. Daniel und Martin heizten von ihrem für sie bereitgestellten Podest aus mächtig ein. Das Spiel war anfangs sehr ausgeglichen, bis zur 24. Minute als Alex Schur in 120 Sekunden zweimal „foulte“ und für beide Aktionen jeweils gelb sah, und somit die Eintracht auf 10 Mann dezimierte. Allerdings war die zweite gelbe Karte ein Witz. Erstens spielte Alex Schur einwandfrei den Ball und zweitens bewarb sich der Saarbrücker als Schauspieler in Hollywood. So was theatralisches hab ich noch nie gesehen. Er rollte sich ca. 18 mal um sich selber und schrie wie am Spieß. Wenn einem wirklich etwas weh tut, kann man sich keine 30 m über den Platz rollen. Aber der Schiedsrichter ließ sich leider von der Vorstellung des Saarbrückers, der einige Sekunden später wieder quitschfidel auf dem Platz umherlief, blenden und stellte Alex Schur vom Platz.
Von diesem Zeitpunkt an nahmen die Franzosen das Spiel in die Hand und gingen dann auch verdient in Führung. Nach der Halbzeit ein anderes Bild. Die Eintracht ging auf Offensive über und drückte die Saarbrücker in deren Hälfte, die sich nun aufs Kontern beschränkten. So ergaben sich auch etliche gute Chancen für die Adlerträger. Aber ein ums andere mal vergab die Torkanone Arie van Lent kläglich. Irgendwann fiel dann durch einen Konter das 2:0, was für viele schon die Entscheidung bedeutete. Aber die Eintracht gab nicht auf und erspielte sich weitere Chancen. So kam es ca. 20 Minuten vor dem Ende nach einer Ecke zu einer Kopfballchance für Arie van Lent, der den Ball in den Winkel drückte, alle hatten schon den Jubelschrei auf den Lippen, aber irgendwie kam der Ball nicht ins Tor, denn ein Saarbrücker Abwehrspieler boxte den Ball mit beiden Händen von der Linie. Den Nachschuss vergab Markus Husterer kläglich. Aber anstatt auf Elfmeter für uns und rote Karte für Saarbrücken ließ der Schiedsrichter weiterlaufen. Fußballmafia DFB!
Kurz vor Schluss kam Saarbrücken durch einen weiteren Konter zum 3:0. Zu erwähnen wäre noch, das alle drei Tore durch Alleinläufe aufs Tor fielen, und bei allen drei Toren war der an diesem Tag gut aufgelegte Markus Pröll mit den Fingerspitzen dran. Wenns dumm läuft, dann richtig. Durch die krassen Fehlentscheidungen und dem dummen Spielverlauf war der Gästeanhang teilweise am toben, was einen riesigen Ordnerauftritt vor dem Block zur Folge hatte. Nur musste man leider feststellen, dass die angeblichen Ordner eher Hooligans in gelben Jacken waren. So dauerte es auch nicht lang, bis es mit diesen Gestalten zu Auseinandersetzungen kam. Kurz vor Spielschluss packten wir unsere sieben Sachen und wollten so schnell wie möglich an unseren Bus, da wir in Saarbrücken schon einmal stundenlang nach dem Spiel im Verkehrschaos steckten. Aber natürlich lief es mal wieder anders als gedacht, da die Staatsmacht den Vorplatz des Gästeeingangs komplett versperrt hatte. Fast so Verhältnisse wie beim Pokalderby in Oxxenbach. Ein Pozileibus reihte sich an den nächsten. Mindestens 50 Stück.
Nachdem das Spiel schon lange abgepfiffen war, und sich der Gästeblockinhalt auf dem Vorplatz versammelt hatte, kesselte die Polizei den Mob ein, und lief Richtung Bahnhof los. Zum Glück stand unser Bus auf dem Weg dorthin, so dass wir dort aus dem Kessel entlassen wurden. Am Bus angekommen beobachteten wir noch ein wenig das Treiben, ehe wir losfuhren. Die Rückfahrt blieb eigentlich ereignislos.

Gez. Teddy

 

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