1. Liga England: West Ham United – AFC Sunderland

Samstag 10.04.10
West Ham United- AFC Sunderland
Z
uschauer: 34685
Endstand: 1-0


Als vor ein paar Wochen die Anfrage von Teddy kam ob ich 1. Lust 2. Zeit und 3. Geld hätte mit nach London zu fliegen, war nach kurzem Abklären des 2. und 3. Punktes meine Zusage da, Lust hatte ich sowieso keine Frage.

Näher auf die genauen Planungen einzugehen würde den Rahmen sprengen und mich außerdem nur unnötig aufregen, Fakt ist es war alles nicht ganz so einfach, aber im Endeffekt hat alles gepasst.

So ging es Donnerstags an den Flughafen nach Frankfurt, danke an Teddys Arbeitskollegin!

Den Hinflug mit British Airways mussten wir in einem total überfüllten Jumbo bestreiten J .

Gezählte 26 Personen befanden sich in dem mindestens 80 Mann fassenden Flugzeug und leisten uns auf dem Flug Gesellschaft, neben dem Kind vom letzten Einhorn und fetten englischen Flugbegleiterinnen keine weitere Prominenz.

Der Flughafen London City Airport wurde frühzeitig angesteuert und auch relativ zügig wieder verlassen, bei der Größe (etwa Flugplatz Ringheim) auch keine Kunst.

So ging es erstmal mit der U-Bahn ins Hotel, in unserem Hamsterkäfig großen Zimmer stellten wir unser Gepäck ab und machten uns auf den Weg ins Zentrum um uns dort mit der Familie Neudert zu treffen. Nach 2 erfrischenden Getränken in dem Pub an dem wir uns getroffen hatten ging es erstmal auf Schnäppchen-Jagd, also einkaufen kann sich dort bei reduzierten Sachen echt lohnen. Abends musste man leider seinen Plan ein Amateur-Kick anzuschauen an der Entfernung bzw. Erreichbarkeit des Grounds begraben, also verbrachte man den Abend in dem Pub „Lucas Arms“ dessen Besitzer uns netterweise schon zugesagt hat am nächsten Tag das Eintracht-Spiel in Gladbach zu zeigen. Nach ein paar gemütlichen Getränke-Runden ging es ins Hotel. Wo wir zum ersten, aber nicht letzten Mal unsere Türöffner-Karte an die Rezeption bringen mussten, weil die Tür nicht aufging.

Am nächsten Tag stand neben weiterem Shoppen und einer Sight-Seeing-Tour, abends unsere Partie gegen Gladbach an, diese wurde wieder in „unserem“ Pub verfolgt, mehr zum Spiel muss ich ja nicht sagen, Europa aufgeschoben ist nicht aufgehoben, wir kommen wieder!!!!!!!

Am Samstag stand nun auch das erste von 2 Fußballspielen an. Nach ein bisschen Zeitvertreib im Harrods, dem krassesten Einkaufszentrum das ich je gesehen habe, teilten sich Mittags unsere Wege. Für Vanessa und Christian ging es zum FC Millwall, Teddy und meine Wenigkeit machten uns auf Richtung Upton Park, wo West Ham United seine Heimspiele austrägt.

Wir machten uns also auf mit der U-Bahn nach etwa 30-minütiger Fahrt, waren wir zwar immer noch in London, nur ergab sich beim verlassen der U-Bahn erstmal ein ganz anderes Bild von London. Wenn man vorher nur im Zentrum und der Touristengegend war ist die Gegend schon ein krasser Kontrast und bei der Vorstellung was hier in den 80er so abging konnte einem schon etwas anders werden (von Millwall Besuchern hörten wir später am Abend ähnliche Worte). Nach kurzer Erkundung der Gegend ging es in den Ground. Nach der Begrüßung der Zwillingsordner Tim & Jim ging es auf unsere Traumhaften Plätze in der 8. Reihe. Bis kurz vor Anpfiff war das Stadion nur schwach gefüllt was sich aber 5 Minuten vor dem Kick-Off schlagartig änderte, pünktlich zur Vereinshymne war das Stadion gefüllt und zu uns gesellten sich die ein oder anderen bösen Gestalten (ähnliche Worte gab es auch wieder von der Millwall-Fraktion), zu der Vereinshymne fällt mir außer GÄNSEHAUT PUR nix ein, der Hammer! Das Spiel selbst bestand aus Kick And Rush, also typisch englisch, Stimmung war 90 Minuten gut, typisch englisch war kein Dauersupport aber in relativ kurzen Abständen kamen die Gesänge teilweise ohrenbetäubend laut. Im Sunderland Block war zwar öfters mal Bewegung zu sehen zu hören war aber so gut wie nix. In der etwa 20. Minute kam ein etwa 2-Meter großer und ebenso breiter Stiernacken mit 2 anderen Jungs (einer mit Macke am Kopf und Lippe) ins Stadion, als sich eine Frau über die schlechte Sicht beschwerte scheuchte er die Jungs von der Treppe und nach etwa 5-10 Minuten verabschiedete er sich mit den Worten „I have fucking seen enough“ aus dem Stadion, Spielstand war da weiter 0-0 und seine Mannschaft spielte ordentlich, nach dem kurz danach das Handy einer der anderen Stiernacken klingelte verabschiedeten diese sich auch wieder wahrscheinlich in Richtung Halbzeit 3. Das Spiel endete 1-0 und unser Abend wieder einmal in „Lucas Arms“ wo man den Abend beim Austausch der Erlebnisse in beiden Spielen, ein paar kühlen Getränken und dem „El Classico“ auf der Leinwand ausklingen lies und jetzt geb ich ab an Teddy, der vom Rest berichtet….

Flori

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