05.11.2011 – 06.11.2011 Hoppingtour in CZ, SK und AT

Samstag 05.11.2011 – 10:15 Uhr
SK Lisen – MFK Frydek Mistek
Endstand: 1-0
Zuschauer: 450

Samstag 05.11.2011- 14:00 Uhr
Hanacka Slavia Kromeri z – HFK Olomouc
Endstand: 0-1
Zuschauer: 300

Samstag 05.11.2011 – 19:30 Uhr
Sigma Olomouc – Sparta Prag
Endstand: 0-1
Zuschauer: 9000

Sonntag 06.11.2011 – 14:30 Uhr
Spartak Trnava – Slovan Bratislava
Endstand: 2-0
Zuschauer: 8500

Sonntag 06.11.2011 – 18:30 Uhr
FK Austria Wien – FC Wacker Innsbruck
Zuschauer: 8000
Endstand: 2-2


Da ich euch ja versprochen habe, dass die Tour nach Lyon nur Kindergarten war, kommt jetzt der Bericht über unseren Trip anlässlich des Auswärtsspiels unserer SGE in Aue. Es ist halt blöd, dass man durch die Anstoßzeit am Montagabend und durch die Bekanntschaft von Felix nun auf solche Gedanken kommt, doch mal 2,5 Tage vor dem eigentlichen Auswärtsspiel loszufahren, um mal schnell vorher noch 5 andere Kicks anzuschauen. Allerdings konnte das geplante Gesamtpaket schon überzeugen:
Das „Hauptspiel“, welches man unbedingt sehen wollte, war das Derby in der Slowakei von Spartak Trnava und Slovan Bratislava. Für Steebo und mich sollte dies zudem ein neuer Länderpunkt bedeuten. Zudem konnte Bronco als vierter Mitfaher begeistert werden, da ihm neben dem LP Slowakei auch noch die Tschechei fehlte. Zudem wollte er sich aufs Trainingslager für das nach dem Aachenspiel angesetzte Klobasa Wettfressen mit Mankel in der Louisa begeben, da er noch nie (wie auch wir) so einen Fettschlauch zu sich genommen hatte.

Kurz zur Erklärung:

Da es Anstoßzeitentechnisch in CZ möglich ist, drei Kicks an einem Tag zu sehen, hat sich vor geraumer Zeit unter Groundhoppern ein Wettstreit entwickelt, wieviel Klobasas man an einem Tag verzehren kann. Klobasas sind Würste, die eigentlich bei jedem Fussballspiel in CZ angeboten werden – meist gegrillt. Sie sind ca. so groß wie eine handelsübliche Rindswurst bei uns, allerdings durchzogen mit riesigen Fettbrocken. Demzufolge ist es schon extrem schwierig mehrere von diesen Kalorienbomben (geschätzte 500-700 pro Woschd) zu sich zu nehmen. Der aus dem Hopp Hard bekannte Hopperling Thorsten Mankel (alias Ernährungsberater) hatte für lange Zeit den Rekord mit 11 verzehrten Würsten inne. Vor ein paar Monaten gelang es einem Regensburger (bekannt aus Dünnpfiffbladl) die Marke auf 12 zu erhöhen und somit den Rekord nach Bayern zu holen. Bronco hatte vor einiger Zeit gegenüber Mankel behauptet, er könne sich vorstellen, diese Marke ebenfalls zu ereichen. Mehrere geplante Fressduelle in CZ sind leider meistens dank der blöden Terminierung der Eintrachtspiele gescheitert. Daher wurde nun ein Wettfressen nach dem nächsten Heimspiel in FFM organisiert. >>klick
Zwei Wochen vor diesem WE wurde endlich das Trnavaspiel festgelegt (Sonntags 14:30 Uhr). Somit konnte die weitere Tourenplanung beginnen. Netterweise wurde das Gastspiel unserer Freunde aus Innsbruck bei den verhassten Austrianern in Wien auf Sonntagabend 18:30 Uhr gelegt, womit der Sonntag schonmal verplant war. Samstags sollten nun 3 Spiele in CZ fallen. Da es ja geographisch in den südosten des Landes gehen sollte, wurden drei Spiele rund um die zweitgrößte Stadt Tschechiens Brno ausgesucht.  Desweiteren wurden dann passend hierzu 2 Nächte im Hopp Hard Kulthotel Dukla in Vyskov (25 km entfernt von Brno) gebucht.

Planungen somit abgeschlossen, jetzt musste nur noch der Tag der Abfahrt kommen. Samstags 02:30 Uhr sollte Steebo mich in Kleinostheim mit dem gemieteten Golf abholen. Leider bin ich erst 2 Minuten vorher aufgewacht. Steebo schnell informiert, damit er erst Felix in A´burg am Bahnhof abholen konnte. Ich wurde dann um kurz vor 3 in Kleinostheim mitgenommen. 20 Minuten später wurde dann das Auto an seine Belastbarkeitsgrenzen gebracht, denn in Marktheidenfeld stieg der Fleischnazi Bronco in unser Gefährt.

Jetzt ging es knapp 700 km über Nürnberg, Prag gen Brno. Um 10:15 Uhr sollte in einem Brnoer Stadtteil namens Lisen das erste Spiel des Tages stattfinden. Der Tabellenvorletzte der dritten tschechischen Liga sollte den Tabellendritten aus Frydek Mistek empfangen. Auf der Hinfahrt, welche ansonsten ohne besondere Vorkomnisse vollzogen wurde, wurde Bronco von uns drei schon dermaßen gestrietzt, er solle doch gleich heute probieren, den Klobasa Rekord wieder nach FFM zu holen, dass er schon ganz gespannt auf seine erste Klobasa war.

Um zwanzig vor zehn erreichten wir dann den Ground. Ich liebe ja sowas. Sportplatz mit einer kleinen Sitztribüne, auf der Stirnseite das Vereinsheim mit Kneipe und Biergarten wo alles erwünschte zu Spottpreisen angeboten wurde. Für 1,70 € sollten wir Einlass in diesen Fußballtempel erhalten. Es gab keine wirklichen Eintrittskarten, das Einlassticket war dafür auf dem „Stadionheft“ vermerkt – auch keine schlechte Idee.

Bei unserer Ankunft war der Grillmeister gerade dabei seinen Grill anzufeuern, Kobasaversorgung also gesichert.
Nach ein paar Minuten Groundspotting und Entleerung des Darmtraktes, waren die ersten Würste gargegrillt und wir orderten die ersten 4 Frühstückswürste.
Für mich sollte es die erste und einzige Klobasa des Tages sein – ist mir einfach zu widerlich diese Wurst. Bronco dagegen war hellauf begeistert und 12 Minuten später hatte er bereits 5 leere Pappteller vor sich liegen. In der ersten Hälfte des Kicks verschlang er dann die sechste Wurst und die Hochrechnungen begannen schon, wann und mit welcher Anzahl er den Rekord knacken würde. Leider konnte hier nicht bereits auf 7 oder 8 ausgebaut werden, da bereits in der Halbzeit die „leckeren“ Grillerzeugnisse ausverkauft waren.

Zum Kick:

War schon kein hohes Niveau, aber es war kein langweiliger Kick, den am Ende der Außenseiter für sich entscheiden konnte. Insgesamt dürften ca. 450 Kiebitze dem Ballspiel beigewohnt haben, darunter ca. 30 Gäste.

Nach Abpfiff ging es dann schnurstracks nach Kromeri z (ca. 30 km) , wo der zweite Kick des Tages anstand.  Wir parkten am nebenan befindlichen Kaufland und da wir noch etwas Zeit hatten, wurde dieser auch einer Inspektion unterzogen um mal nach dem Preisniveau zu schauen. Es gibt viele Artikel, die erheblich günstiger als bei uns sind, aber auch einiges, was teurer ist als in good old germany. Dann betraten wir für 2 Euro das Stadion „Slavia“ wo heute der Tabellenletzte den Tabellenersten empfangen sollte. In dem schnuckeligen Stadion mit einer unüberdachten Hintertortribüne und einer überdachten Haupttribüne auf etwas mehr Gästefans und dank der Tabellensituation auf mehr Tore als beim ersten Spiel. Leider wurden wir bitter enttäuscht. Ca. 200 Zuschauer gesamt, davon vielleicht 5 erkennbare Gästefans, dafür 10 Jugendliche, die mit ein paar Gesängen und einer Trommel die Heimmannschaft supporteten. Auch spielerisch war es nicht das Gelbe vom Ei und wir waren am Ende froh, dass wir wenigstens ein Tor gesehen hatten. Der Tabellenführer aus Olomouc konnte sich glücklich mit 0:1 durchsetzen.

Allerdings kam Bronco voll auf seine Kosten. Die Klobasa hier schmeckte ihm noch besser. Der Grillmeister zelebrierte es aber auch förmlich. Würste wurden vor dem bräunen eingeritzt und richtig cross gegrillt. Allerdings hat auch der Verkäufer hier nicht mit einem solchen Großmaul gerechnet und abermals kurz nach der Halbzeit waren keine Würste mehr da und somit konnte sich Bronco „nur“ 5 weitere Schläuche reinpfeifen. Somit war der Rekord von Mankel bereits nach 2 Spielen eingestellt und wäre schon gefallen, hätten wir vorher mal angerufen, dass mehr Würste von den Catereren bereitgestellt werden sollen. Aber wir hatten ja noch ein Spiel, um den Rekord zu knacken.

Und so ging es nach dem Spiel direkt wieder auf die extrem baufälligen Autobahnen (aber fett Maut dafür kassieren) gen Olomouc wo um 19:30 Uhr Sigma Olomouc in der ersten Liga Sparta Prag empfangen sollte. Wieder Tabellenletzter gegen Tabellenführer.

Am Andruv Stadion angekommen war die Kartenfrage schnell geklärt und für 3,80 Euro hatten wir uns Karten für die Gegentribüne gesichert. Bevor wir aber das Stadion begutachten konnten, sollte erstmal der Wurstrekord fallen. Nummer 12 und 13 sollten es noch vor Anpfiff werden, um ggf. noch auszubauen. Die Leute um uns rum staunten nicht schlecht, als wir Bronco beim Verzehr der „13“ bejubelten und ein Foto von ihm mit der Wurst in der einen und einer aus Senf gemalten 13 auf einem Pappdeckel in der anderen Hand machten.

Dann konnte man sich dem Tageshöhepunkt widmen. Stadion ist sehr geil! Die beiden Geraden sind sich ziemlich ähnlich, aber nichts außergewöhnliches. Die beiden Hintertortribünen haben es dafür in sich. Zwar beide unüberdacht, aber architektonisch sehr schön anzusehen. Während die eine Seite mit einem dreistöckigem Vipbereich versehen ist, sieht die andere mit ihrer Runden Form so aus, als ob sie in Marseille geklaut wurde. Aber schauts euch auf den Bildern selbst an.

Wir waren uns alle einig, hier mal sehr gerne mit der Eintracht im Europapokal zu spielen und mit 3000 Mann auf der sehr steilen „Marseille“Tribüne zu stehen. Aber das wird bei den sportlichen Erfolgen beider Mannschaften derzeit weiterhin ein Traum bleiben.

Bis zum Anstoß füllte sich das Stadion mit 9000 Zuschauern recht ordentlich. Aus Prag waren ca. 500 Leute mitgereist, die vollends überzeugen konnten. Geiler Support, Luftballon Choreo, Pyro – was will man mehr. Die Heimfans dagegen erinnerten mehr an Hoppenheim oder WOB. Ein Novum dürfte es hier allerdings geben. Sie haben wohl den dicksten Anstimmer in ganz Europa. Hier noch den Stadionsprecher aus Mainz ans Mikro gesetzt, und die Kombo wäre perfekt. Aber wir wollen ja nicht verschweigen, dass auch die Heimfans mit etlichen Fahnen, DHs, und zu Beginn der zweiten Halbzeit mit einer Überziehfahne auf sich aufmerksam gemacht hatten.

Zum Spiel gibt´s nicht viel zu sagen. Prag tat sich sichtlich schwer, konnte aber am Ende verdient mit einem 1:0 Auswärtserfolg nach Hause fahren.

Es passierte bei allen drei Spielen am heutigen Tag wirklich nichts erwähnenswert außergewöhnliches, was sich lohnen würde euch hier zu berichten.

Bronco schraubte nach Abpfiff die Marke noch auf beachtliche 15 Stück hoch und so befindet sich der Klobasa-Rekord erstmal wieder in FFM. Ich glaube auch nicht, dass es jemanden (außer das Fleischmonster selbst) gibt, der es noch auf 16 Stück bringt. Somit verkommt das Wettfressen nächste Woche in der Louisa wohl zum Showkampf.

Die 50 km zum Hotel in Vyskov wurden dann schleunigst abgefertigt, denn jeder war ziemlich platt, freute sich aber auf ein gemütliches Pivo in der Hotelbar. Aus einem wurden dann doch mehr und so beschloß man schon in der Nacht, den für Sonntagfrüh anberaumten 4. Liga Kick um 10:15 Uhr zu streichen um dafür in Ruhe auszuschlafen. War nach knapp 48 Stunden mit ca. 2,5 Stunden Schlaf dazwischen auch bitter nötig.

Das Hotelrestaurant und die Hotelbar konnten echt überzeugen – bei Bierpreisen von 0,80 Euro auch kein Wunder.

Nach dem Frühstück, bei dem Bronco schon wieder mehr als ordentlich zulangte, ging es wieder auf die Piste. Nächster Halt: Trnava.  Hier stand heute der Höhepunkt der Tour auf dem Plan. Der Unterschied der Autobahnen zwischen der Slowakei und Tschechien ist echt enorm. So kamen wir mal ungeschüttelt in Trnava an.

Auto auf einem Supermarktparkplatz abgestellt und das Stadion mal umrundet. Wir kamen allerdings nur bis zu der Straße, wo sich der Eingang des Gästeblocks befindet. Hermetisch abgeriegelt war die Gasse (teilweise mit Räumpanzern, die quer auf die Straße gestellt wurden) – also mehr als vielversprechend!

Kartenfrage auch wieder ohne Probleme gelöst. 5 Euro für Gegentribüne höhe Mittellinie kann man echt nicht meckern.

Klobasas gab es hier glücklicherweise keine. Bronco´s Ausdünstungen mussten ja nicht auch noch befeuert werden. Stattdessen gab es Fleischlappen im Brötchen mit Zwiebeln und Senf! Auch nicht besser…

Bis zum Anpfiff waren 8500 Zuschauer im Stadion, wobei hier die Heimkurve aus allen Nähten platzte. Enttäuschend die Anzahl der Gäste aus Bratislava. Ca. 250 bevölkerten den Gästeblock. Aber von weitem betrachtet alles keine Kinder von Traurigkeit.Kurz vor Spielbeginn gab es auch die Anweisund sich geschlossen zusammenzustellen und auch der Support über die 90 Minuten konnte sich für die Anzahl echt sehen, bzw. hören lassen. Allerdings nichts im Vergleich zur Heimkurve. Was hier abgespult wurde war schon obere Klasse. Mitmachquote oftmals bei 100 % und auch die Lieder mal kein europäischer Einheitsbrei, dazu sehr geile rhytmische Begleitung durch eine Snarr-Drum. Zu Beginn wurde auch noch eine kleine aber feine Choreo gezeigt und bei den Toren einiges an Pyro. Also sehr guter Auftritt der Trnava-Jungs. Auf dem Platz beherrschten auch die Kicker der Heimelf das Geschehen, angetrieben durch den aus der Bundesliga (Mainzer Dreck) bekannten Miroslav Karhan erspielten sie sich Chance um Chance und konnten am Ende das Spiel verdientermaßen mit 2:0 für sich entscheiden. Nachdem das entscheidende 2:0 gefallen war und somit die Niederlage für die Bratislava-Jungs feststand begannen diese damit, den Gästeblock auseinander zu nehmen und die Sitzbänke usw. auf dem Rasen, bzw. dem nebenliegenden Block zu entsorgen. Dazu wurde das mitgebrachte Pyro verzündelt.

Also hat sich gelohnt!

Abpfiff, nichts wie ab ins Auto und auf die Piste gen Österreich. Denn in der Haupstadt sollten um 18:30 Uhrunsere wackeren Freunde aus Innsbruck bei den violetten Schweinen von der Austria spielen. Leider war ein enormer Verkehr auf den österreichischen Autobahnen, so dass das Zeitpuffer schnell schmolz. Um kurz nach 18:00 Uhr standen wir im Stau auf der Abfahrt zum Stadion. Im Stop and Go vorwärts und im Stau zum Parkplatz wurden wir von einem Förster angesprochen, ob wir denn ein Parkausweis hätten. Hatten wir natürlich nicht, also machte er uns sehr unfreundlich deutlich, dass wir uns verpissen sollen und uns irgendwo einen Parkplatz zu suchen hätten. Arschloch!

Das umliegende Wohngebietwar natürlich total zugeparkt und nach einigem Suchen hatten wir Glück, dass gerade jemand wegfuhr. Ca. 3 km weg vom Stadion wussten wir jetzt natürlich nicht, wohin wir zu laufen hatten um nicht direkt vor die Heimkurve zu dappen. Wir hatten aber intuitiv den richtigen Weg gewählt und waren punkt 18:30 Uhr vor dem Eingang zum Gästeblock. Alle Innsbrucker Szeneleute waren auch noch vor dem Eingang, da Sie noch damit beschäftigt waren Karten zu kaufen. Typisch verbimmelt halt, sie waren nämlich schon seit nachmittags in der Stadt 😉

Nach einer herzlichen Begrüßung bekamen auch wir Karten überreicht – vielen Dank nochmal hierfür. Und nachdem alle durch die Eingangskontrollen durch waren wurde sich vor dem Blockeingang nochmals gesammelt um geschlossen in den Block zu marschieren. Noch bevor aber hierzu das Kommando gegeben werden konnte fiel das 1:0 für Wacker Innsbruck und alle stürmten in den Block.

Zaun beflaggt und mit dem Support begonnen. Insgesamt dürften ca. 200 Innsbrucker den Weg in die Hauptstadt gefunden haben. Für diese Strecke eine beachtliche Zahl wie ich finde. Auch der Support war mehr als ansprechend. Die wurde natürlich noch begünstigt, da die Innsbrucker Spieler heute ein wirklich gutes Spiel ablieferten und in der 30. Minute auf 0:2 erhöhten. Torpogo vom feinsten! Allerdings fiel hierbei ein Innsbrucker beim Jubeln vom Zaun und brach sich den Oberschenkel. Nach langer Behandlung wurde er mit einer Trage davon gefahren vorbei an der Wiender Gegengerade. Bei aller Feindschaft, gehört es sich einfach nicht, Bierbecher und sonstigen Kram auf einen Verletzten zu werfen. Dies brachte natürlich den Gästeblock zum ausrasten. Ein Angriff auf die Gegengerade konnte allerdings von der Staatsmacht verhindert werden.

Die Stimmung danach verständlicherweise natürlich bei weitem nicht mehr so gut. Auf dem Rasen entwickelte sich dagegen das rassigste Spiel unserer Tour.

Chancen hüben wie drüben. In der 60. Minute gelang Wien dann der Anschlusstreffer und man hörte zum ersten Mal an diesem Tag den Heimanhang. Wien natürlich nun am Drücken, aber Innsbruck hatte einige Konterchancen. In der 90. Minute pfiff dann der Schiri in sein Arbeitsgerät. Allerdings nicht zum Abpfiff, sondern er zeigte auf den Elfmeterpunkt. Elfer für Austria in der 90. Minute. Wie bitter! Aber der Innsbruck-Keeper hiel die Kugel und der Gästeblock am austicken. 5 Minuten Nachspielzeit! Alles am Zittern. In der 93. Minute dann Gestochere im Strafraum und der DRITTE!!! Nachschuss landet im Kasten der Tiroler! Zum Kotzen! Unfassbar! Was ein Scheiß!

Die Innsbrucker Elf gab trotzdem nicht auf und warf ihrerseits nochmal alles nachvorne. In der 96. Minute gab es nochmal Freistoß an der Strafraumgrenze für Wacker. Das ganze Stadion mucksmäuschenstill – der Spieler läuft an, schießt und der Ball klatscht ans Lattenkreuz – Abpfiff!!! Echt blöd gelaufen für Wacker Innsbruck!

Um etwaigen Wutausbrüchen des Gästeanhangs vorzubeugen, gab es erstmal eine zwanzigminütige Blocksperre, ehe wir dann alle mit Polizeibegleitung zu unseren Autos gebracht wurden. Glücklicherweise hatten die VK´s mit ihren 9nern in unserer Nähe geparkt.

Noch von allen verabschiedet und ab gings auf die Autobahn zurück nach Vyskov in unser Hotel. Auf dem Weg dahin in einem 24Stunden Telco gehalten und sich mit Essen und ein paar Dosen Pivo eingedeckt, was man dann im Hotelzimmer vernichten wollte. Aber zuerst musste unser neuer Mitbewohner vertrieben werden. Wir hatten das Fenster auf Kipp gelassen und irgendwie hat es ein Vogel geschafft, ins Zimmer zu fliegen. Ein Act bis wir den wieder draußen hatten! Bei diversen Knabbereien und Pivo ließen wir dann den Tag Revue passieren ehe wir in die Federn fielen…..

Im Auebericht geht´s weiter….

 

Gez. Teddy

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