UEFA Cup: Vfb Stuttgart – Celtic Glasgow

Donnerstag, 27.02.03

VfB Stuttgart – Celtic Glasgow

Endstand: 3-2 (Hinspiel: 1-3)

Zuschauer: 50000 (ausverkauft)


 

Nachdem ich in Mailand (gegen Bayern, ja Steeb ich weiß, das ich hierfür nicht in Rostock war. Aber andere Leute lassen ja viel wichtigere Spiele, wie Berlin, ausfallen ?.) schon mein Champions Leauge Debut gab, wollte ich dies auch im Uefa Cup tun. So entschlossen wir uns, die Kleeblätter aus Glasgow nach Stuttgart zu begleiten.


Im Vorfeld laß ich irgendwo etwas von 12000 verkauften Gästekarten. Was ich mir allerdings nicht vorstellen konnte, aber bei den verrückten Schotten weiß man ja nie. Ca. zwei Wochen vor dem Gig rief ich in der Geschäftsstelle des VfB an, um Karten zu bestellen. Leider berichtete mir die Dame an der anderen Leitung, dass sie nur noch 500 Restkarten besitze, und die nur gegen Abholung ausgehändigt werden. Super! Wieder keine Karten bekommen.
Aufgeben wollte ich aber nicht, also ging ich ins Internet, um bei Ebay nach Karten Ausschau zu halten. Ich hatte auch gleich welche gefunden, die wir dann auch für 67,- Euro (drei Stück) ersteigerten. Ein wahres Schnäppchen, wenn man bedenkt, dass wir bis 90,- Euro mitgegangen wären. Am Tag nach der Versteigerung versuchte ich vergeblich den Verkäufer per Email zu erreichen, da es nur noch 1 Woche zum Spiel war, und es mit Überweisung und Versand dann doch ein bißchen eng werden würde.


Ich hatte Glück und fand unter der angegebenen Adresse eine Handynummer im Telefonbuch. Ich schickte dem Verkäufer eine SMS, das er sich mal melden sollte. Kurze Zeit später klingelte mein Handy und der Verkäufer war dran und berichtete, dass er sich leider nicht auf meine Emails melden könne, da er sich in Glasgow beim Hinspiel befinde. Er gab mir dann seine Bankverbindung durch, und versprach gleich nach seiner Rückkunft die Karten per Einschreiben an mich zu schicken. So bekam ich auch zwei Tage vor Anpfiff die Karten zugeschickt.


Eigentlich sollten mich noch unser altbekannter Patrick Steeb und mein Arbeitskollege Jens Roth begleiten, aber Jens kam eine Operation seines Vaters dazwischen. So fragten wir zuerst Bednarek, ob er mitmachen wolle. Und am nächsten Tag sagte er zu. So machten wir uns am Donnerstag um 15.45 Uhr auf den Weg nach Haibach um den Polen vom Arbeiten abzuholen. Dann fuhren wir weiter bis nach Mespelbrunn, wo wir dann auf die A3 auffuhren. Bis Helmstadt war es das gewohnte Gezuckel, aber dann gings auf die A81, die wie immer sehr leer war. So fuhren wir mit 200 km/h Richtung Stuttgart, wo wir um 17.45 Uhr ankamen. Leider muss man, um ans Stadion zu gelangen durch die ganze Stadt eiern. So dauerte es bis kurz vor 19.00 Uhr als wir endlich auf den Parkplatz fuhren. Wir liefen dann schnurstracks Richtung Stadion, wo eine riesige Menschenmenge bereits wartete. Die Ordner hatten die komplette Allee neben dem Stadion gesperrt, und kontrollierten hier schon nach gültigen Eintrittskarten. Nachdem uns nicht der Eintritt verwehrt wurde gingen wir vor die Eingänge zu den Blöcken und zogen uns noch ein Schnitzel rein. Hier muss mal eins festgehalten werden: An Auswahl und Preise von Speisen und Getränken könnte sich die Eintracht mal eine Scheibe abschneiden. Aber das ist ja eigentlich überall besser als bei uns.


Dann gingen wir in den Block der schon ziemlich gut gefüllt war. Wir waren überwältigt wie viele Schotten nun wirklich mitgereist waren. Schätzungsweise 10000 grün-weiße bevölkerten die gesamte Kurve. Als sie dann kurz vor Anpfiff schalhochhaltend die englische Fußballhymne „You´ll never walk alone“ zum besten gaben erstarrten die deutschen Fans fast vor Ehrfurcht.


Trotz das wir in der VfB-Kurve standen, und diese auch anfangs einen Supersupport ablieferten, waren die Schotten immer noch gut zu hören. Der VfB brauchte einen Sieg mit mindestens 2 Toren Vorsprung, was den Optimismus unter den Stuttgartfans aber keineswegs trübte. Als es nach zehn Minuten allerdings 2:0 für die Celtics stand verstummte die Cannstatter Kurve „ein wenig“, was uns die Möglichkeit bot den schottischen Gesängen etwas intensiver zu lauschen, die jetzt ohrenbetäubend durchs weite Rund hallten. Kurz vor der Pause gelang den Stuttgartern noch der Anschlusstreffer, aber 4 Tore in einer Halbzeit zu schießen war doch etwas unwahrscheinlich. Allerdings wurden der Ausgleich und die Führung zum 3:2 noch erzielt, was wenigstens noch etwas Stimmung auf den VfB-Rängen hervorruf.


Wir verschwanden ca. 10 Minuten vorm Abpfiff, um nicht noch im Innenstadtstau zu stehen. Dies war eine gute Entscheidung, denn ca. 10 Minuten später waren wir auf der Autobahn, die um diese Uhrzeit noch leerer war.


Nach einer Stunde und 25 Minuten waren wir wieder in Kleinostheim. Der Steeb fuhr den Polen noch netterweise nach Haibach, da ich so schnell wie möglich in mein Bett wollte, da ich am nächsten Tag wieder Frühschicht hatte.


Alles in allem aber eine gelungene Uefa-Cup-Premiere.

Gez. Teddy

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.