1. Liga Österreich: RB Salzburg – SCR Altach (inkl. Eintracht Testspiel gegen Bukarest)

Dienstag 10.07.07
Bramberg am Wildkogel
Eintracht Frankfurt – Dinamo Bukarest
Zuschauer: ca. 1000
Endstand: 1-3

Mittwoch 11.07.07
RB Salzburg – SCR Altach
Zuschauer: 17000
Endstand: 4-1

Am 11.06.07 stellte Flori einen Beitrag ins Forum, in dem er den kompletten Vorbereitungsplan unserer Eintracht setzte. Darin war zu lesen, dass die Eintracht am 10.07. im Rahmen ihres Trainingslagers ein Testspiel gegen Dinamo Bukarest in Bramberg am Wildkogel bestreiten sollte. Ich schrieb rein aus Spaß darunter: „Auf geht´s zum Wildkogel!“ Das aus diesem Spaß Ernst werden sollte, hätte ich mir in meinen kühnsten Träumen nicht denken können. Doch Ex-Bremerhaven-Lars und Inken hatten diesen Gedanken auch schon, und so nahm alles seinen Lauf. Mit Flori wurde ein weiterer Mitstreiter gefunden, so dass eine Autobesatzung feststand. Da es Steebo nicht mit ansehen kann, wenn wir zur Eintracht fahren, und er muss arbeiten, hatte er noch was im Urlaubsplan „getrickst“, so dass auch er mitfahren konnte. Unser Babilonier war dann der sechste im Bunde, so dass die Tour mit einem 9ner von statten gehen konnte. Leider fand sich sonst keiner mehr ein, so dass 3 Plätze im Bus freibleiben sollten. Ich buchte dann ein Hotel in Königsleiten, angeblich 11 km vom Spielort entfernt für 28 Euro pro Person inkl. Frühstück.

So konnte der Tag kommen! Aber erstmal gab es wieder mal eine Absage vom Babilonier, welcher aber nach einigen Überredungskünsten kurz darauf vom Walter ersetzt wurde.

Durch Zufall bekamen wir noch raus, dass genau einen Tag nach dem Eintrachtspiel die Liga in Österreich wieder begann, so dass wir natürlich noch versuchten, den Punkt mitzunehmen. Leider waren es so blöde Spiele, dass uns nichts anderes übrig blieb als dem Kommerzverein Red Bull Salzburg die Aufwartung zu machen. Es spielten zwar noch Rapid gegen Wacker, aber 500 km Umweg waren dann doch zu viel!

10.07. um 08.00 Uhr standen Inken und Lars bei mir vor der Tür, und die Tour konnte beginnen. Allerdings mussten wir noch auf den Rest warten, der allerdings im Stau auf der Schnellstraße zwischen A´burg und Kleinostheim steckte. Um halb neun saßen wir dann endlich im 9ner und fuhren los.

Die Fahrt war die reinste Qual, immer wieder extreme Regengüsse und viele Baustellen machten das Vorwärtskommen sehr schwer. Kurz vor Nürnberg standen wir dann ne gute Dreiviertelstunde komplett. Mittlerweile waren wir froh, so früh losgefahren zu sein.

Auf der ersten und einzigen Rast wurde dann die Umwelt mit den neuen Calimeros-Aufklebern verschönert (und es gibt jetzt eine neue Automarke: „Gegen willkürliche Stadionverbote“ – siehe Fotos).

Irgendwann sah man dann die Alpen vor sich und die Vorfreude stieg. Die letzten 50 km mussten über Landstraße bewältigt werden. Landschaftlich schon alles sehr geil, was wir da zu Gesicht bekamen. Nachdem wir auch die letzten Serpentinen hinter uns gelassen hatten, standen wir nach 7 Stunden Fahrt endlich vor unserem Hotel. Schnell eingecheckt und ab gings Richtung Bramberg. Auf dem Weg dahin machten wir noch mal Halt, um uns einen sehenswerten Wasserfall anzuschauen. Kurz vor Bramberg war dann die Tankleuchte schon am durchdrehen, so dass eine Tankstelle herbeigesehnt wurde. Als wir endlich vor einer Zapfsäule standen, kam der Tankwart angerannt, um uns mitzuteilen, dass im Moment alles außer Betrieb sei, da der Computer spinnen würde. Na klasse. Die nächste Tanke war 15 km weg. Jetzt hieß es beten. Die angegeben 11 km von unserem Hotelstandort nach Bramberg waren auch ein Witz. Aber wer kann schon ahnen, dass der Ort in dem unser Hotel stand, aus 50 kleinen Ortschaften bestand und wir am äußersten Ende dieses Ortsverbundes waren. Aber egal. Mit dem letzten Tropfen rollten wir dann in eine Tanke und ließen den Bus mit angenehm günstigen Sprit voll laufen.

Ein paar Minuten später standen wir dann vor den Toren des TSU Bramberg, auf dessen Sportgelände das heutige Spiel stattfinden sollte. Also alle Fahnen und Banner gepackt, und rein gings. Es war eine wirklich sehr schöne Sportanlage. Am einen Ende des Platzes befand sich das Vereinsheim, mit anliegender Terasse, die direkt ans Spielfeld grenzte. Perfekt! Dort saßen auch schon einige bekannte Frankfurter Gesichter! Seit gegrüßt! Nachdem wir die Banner aufgehängt und die Fahnen aufgezogen hatten, gönnten wir uns erstmal ein Bierchen (Hast en Kaiser, bist en Kaiser!).

Nach einiger Zeit traf dann der Bus der Bukarester ein, mit riesigem Gefolge (Limos, Fernsehwagen usw. – das Spiel wurde live in Rumänien übertragen!) Kurz darauf zog sich der Himmel wieder zu und öffnete seine Schleusen. Schwenken mit den Großschwenkfahnen konnten wir jetzt vergessen, denn sie wogen ca. 50 kg, so nass waren sie. Endlich kam dann auch der Eintracht-Bus, und alles stürzte sich auf die Spieler. Als die ersten dann im Clubheim erschienen, war sogar der ein oder andere Smalltalk oder das ein oder andere Foto drin.

Zum Spiel kann ich nicht groß was schreiben, da es erstens grottenschlecht war (was will man auch erwarten, wenn der Ball keine 3 Meter weit rollte, ehe er im Wasser liegen blieb) und zweitens unterhielt ich mich meistens mit den angereisten Frankfurter oder den Leuten von den Verrückten Köpfen aus Innsbruck, von denen auch einige am Start waren und allesamt sehr nett. Wir verloren jedenfalls 3:1 gegen den amtierenden Rumänischen Meister und CL-Teilnehmer. Was ich aber festgestellt hab, wenn ich mal hingeschaut hab, von Inamoto können wir noch einiges erwarten! Waren gute Ansätze zu sehen!

Nach Abpfiff ging es wieder ins Clubheim, wo mit den anwesenden Leuten noch kräftig gebechert wurde (teilweise kostenlos, da Selbstbedienung 🙂 ). Irgendwann verabschiedeten wir uns und machten uns auf den Weg zurück ins Hotel. Auf dem Weg zum Bus fielen uns komischerweise noch zwei Gastgeschenke in die Hände. Eine megagroße Deutschlandfahne und eine Biergarnitur lagen bei Abfahrt im Bus. Vielen Dank hierfür!

Inken brachte uns wieder heil ans Hotel, wo sich Inken und Lars ins Zimmer verzogen. Der Rest ging nochmal ins Restaurant im Hotel und bettelte um Essen, welches wir auch bekamen. Ruckzuck wurde der Pokerkoffer ausgepackt, und noch eine Runde gezockt, ehe uns der Wirt in die Betten schickte. Die Treppen hoch zu den Zimmer wurde nochmal viel gelacht, da Walter uns den Seehund spielte, in dem er die geilsten Geräusche abgab beim Versuch, seinen Mageninhalt bei sich zu behalten. Es blieb allerdings beim Versuch, allerdings schaffte er es aufs Zimmer! Noch schnell die Deutschlandfahne vom Balkon runter gehängt und dann wurde gepennt.

Am nächsten Morgen ging es mit dicken Köpfen zum Frühstück, bei welchem mal wieder am meisten Multi-Saft konsumiert wurde! Um 11.00 Uhr verabschiedeten wir uns dann beim „Ursprung-Wirt“ und fuhren Richtung Salzburg, wo am Abend das zweite Spiel unserer Tour anstand.

Die ersten 10 Kilometer bis wir auf einer normalen Landstraße waren, waren mal wieder sensationell. Sauenge Kurven, Keine Leitplanken, Straßen breit für ein Fahrzeug und es kam Gegenverkehr, Kühe auf der Fahrbahn nach einer Kurve. Nach einiger Zeit waren wir dann in Zell am See, was auch ein sehr schön gelegener Ort ist. Dort wurde dann am See ein kleiner Happen zu sich genommen, ehe die Fahrt bei schlechtestem Wetter fortgesetzt wurde. Um kurz nach 15 Uhr kamen wir in Salzburg an der Bullen Arena an. Das uns hierzu das Navi nicht über die Hauptstraße sondern durch verwinkelste Gässchen führte, da der Benutzer „kürzeste Strecke“ eingegeben hatte, lass ich mal unerwähnt 🙂 .

Natürlich waren wir viel zu früh vor Ort. Also schnell Karten geholt. Überraschenderweise gab es kaum noch welche und dann liefen wir ein paar Hundert Meter ins nebengelegene Einkaufszentrum, was die City Galerie fünfmal in die Tasche steckte. Dort verbrachten wir dann die nächsten 2 Stunden bei Kaffee und Leute beobachten. Zurück am Bus wurde dann Inken, die derweil im Bus schlief von unseren Entdeckungen berichtet (darunter ein Fernseher für 80000 Euro – passt bei keinem bei euch ins Wohnzimmer!!!). Um 17.45 Uhr gingen wir dann ins Stadion, und Inken ging ins Einkaufszentrum. Irgendwie schafften wir es dann doch, die noch restliche Zeit bis zum Anpfiff totzuschlagen.

Zu dieser ganzen Kommerzscheiße die hier in Salzburg läuft will ich eigentlich nichts schreiben. Es ist einfach schrecklich! Als das Spiel endlich lief, dachte ich, diese Lightshow wäre jetzt endlich beendet, aber Pustekuchen! Alle 10 Sekunden wechselten die Scheinwerfer am Stadiondach ihre Farbe.

Zu den Fans: Naja die Heimfans machen ein wenig Stimmung, aber mehr als in WOB ist da nicht los. Jeder Fanclub nennt sich „Irgendwas-Bulls“ – schlimm! Gästefans waren ca. 25 vor Ort, die sich aber auch kaum zu Wort meldeten.

Das Spiel allerdings war echt sehenswert und so ging eine schöne Tour mit einem 4:1 Sieg der Bullen zu Ende. Wir hätten auch einen, der für die Eintracht interessant wäre gefunden – Jezek! Nochwas zu den Eintrittspreisen: Die Plätze, die wir hatten (1. Reihe Mittellinie) hätten bei der Eintracht mindestens das Doppelte gekostet. Auch die Verpflegung im Stadion gab es zu annehmbaren Preisen! Das wäre positiv von hier zu berichten.

Aber nun hieß es wieder heimische Gefilde anzusteuern. Die ersten 180 km fuhr ich, ehe mich Lars ablöste und den Rest der Strecke, auf der natürlich nichts mehr weltbewegendes passierte, am Steuer saß. Um 01:19:51 Uhr erreichten wir Teddy´s Pub. Etwas mehr als 4 Stunden von Salzburg nach Kleinostheim bei einer Pause kann sich sehen lassen.

Eine wirklich gelungene Sommerpausentour! Danke an alle die daran beteiligt waren (zu erwähnen hierbei: Griesheimer, Bockenheimer, EFC Nordwestkurve, Verrückte Köpfe Innsbruck, Herbert Becker, Franco Lionti, usw. usf.)

Euer Teddy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.