Confed Cup: Deutschland – Australien

Mittwoch 15.06.05
Deutschland – Australien

Endstand: 4 – 3

Zuschauer: 48500 (ausverkauft)


 

Am 15.06.2005 findet das Eröffnungsspiel des Confed-Cup in Frankfurt statt. Aufeinandertreffende Mannschaften sind der Ausrichter Deutschland und Australien. Da könnte man ja mal hingehen denkt man sich, und käuft sich für schlappe 39 Euro Karten für die günstigste Kategorie. Allein die Sponsoren, die auf der Karte stehen, lassen einen nicht an ein Fussballspiel glauben (Mc Donalds, Budweiser, Hyundai….) Da das Spiel zur besten Fernsehzeit, aber leider nicht zur besten Fussballzeit (Kinder können dieses Spiel wohl kaum sehen) stattfindet, macht man sich um 18.00 Uhr (3 Stunden vor Anpfiff) auf den Weg nach Frankfurt. 15 Minuten später steht man ab der Abfahrt Frankfurt Süd im Stau. Super!!


Um 19.25 erreicht man dann den Parkplatz Gleisdreieck, auf den man durch die Farbführung auf den Straßenschildern geleitet wurde. Dieser Parkplatz kostet mittlerweile 4 Euro (bei der Eintracht 3,50 Euro) Nun geht man ungestärkt (da die guten alten Würstchenbuden nicht mehr stehen dürfen) zum Stadion, wo man am Eingang wieder eine Viertelstunde steht, bis man dann endlich frisch abgetastet seine 0,5 m2 große Eintrittskarte, die man aber dank des darin befindenden Chips nicht knicken darf, in die neue Einlasskontrolle schiebt. Kurz darauf landet auf dem Fussballfeld vor der Wintersporthalle ein Polizeihubschrauber. Ist schon großes Gewaltpotenzial an diesem Tage zu erwarten.


Auf dem Weg zum Block labern einen zig FIFA-Angestellte an, die die Stadionzeitung für „nur“ (und das „nur“ steht wirklich drauf) 5 Euro verkaufen wollen. Nun will man sich wenigstens im Stadion stärken und stellt sich hinter 227 Leute am Imbiss an. Doch nun kommt das böse Erwachen. Wer denkt sich eine gute alte Stadionwurst zu kaufen, der liegt bei diesem Event falsch. Mc Donalds Ware, sowie Chips und Popcorn werden für horende Preise angeboten. Dazu ein leckeres Budweiser. Naja zwei Cola für 3,50 Euro geschnappt und ab in den Block. Auf unseren Plätzen angekommen mustert man das Publikum, welches sich bereits im Stadion breit gemacht hat. Familien, Geschäftsleute, Kindergruppen und alle so schön mit den Deutschlandfarben bemalt. Die werden während dem Spiel bestimmt ne gute Stimmung fabrizieren.


Nachdem man einen Seiltänzer, eine Opernsängerin und herumdüsende Untertassen als Eröffnungsshow übersich ergehen lassen musste, begaben sich die Mannschaften aufs Feld. Die Nationalhymne wird diesmal nur von der Kapelle gespielt. Kann sich schon niemand versingen. Das Spiel beginnt, und das Stadion ist am toben. Ne Spaß! Außer das ca. 38 mal die Laola durchs Stadion schwappt und dabei die 2000 Buisiness-Seater ausgepffiffen werden und ein paar vereinzelte Gesänge tote Hose auf den Rängen. Dazu kommt noch die Leistung der deutschen Bundeskicker, deren Abwehr einem Hühnerhaufen gleicht. So nehmen kurzerhand in der Mitte der 2. Hälfte die anwesenden Frankfurtfans das Heft in die Hand und geben ein eindrucksvolles „Nie mehr 2. Liga“ zum besten. Was ein Länderspiel! Nachdem Abpfiff des Spiels, welches doch noch 4:3 gewonnen wurde, wartet man noch eine Weile, bis sich das Stadion leert, als man kurzdarauf von Feierabendwilligen Ordnern hinausgeschickt wird.


Auf dem Parkplatz geht nichts voran. Alles staut sich kilometerlang. Auch die Polizei lässt sich von unserem Überredungskünstler Steebo nicht davon überzeugen den Weg Richtung Otto-Fleck-Schneise zu öffnen. Dass manche Leute am nächsten Tag um 5 Uhr wieder arbeiten müssen, bockt sichtlich niemanden. So wartet man und wartet und bekommt einen immer trockeneren Mund, da überall der Staub des neuhingeschütteten Kieses herumwirbelt. Aber man kann sich ja nichts zu trinken kaufen, da wie bereits erwähnt die altbewährten Stände abgebaut wurden. Um 0.10 Uhr bewegt man sich dann endlich mal von der Stelle und erreicht um 0.30 Uhr heimische Gefilde.


Ein unvergesslicher Tag. Ob positiv oder negativ, lass ich mal dahingestel

Gez. Teddy

 

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