Mai 2014: USA Tour mit 2 Spielen von Fort Lauderdale Strikers (mit OKA)

USA Tour 2014

Samstag 24.05.

Tampa Bay Rowdies – Fort Lauderdale Strikers
Zuschauer: 4331
Endstand: 3-2

Samstag 31.05.

Fort Lauderdale Strikers – NY Cosmos
Zuschauer: 5572
Endstand: 0-3

 

Als wären die ganzen Europapokaltouren nicht genug gewesen, stand kurz nach der BuLi Saison eine weitere große Tour auf dem Plan! USA! Klar, im großen und ganzen keine reine Hoppingtour, sondern mehr ein Urlaub, aber ohne Fussballbezug wäre die Tour so für die meisten wohl nie zu Stande gekommen! Ausschlaggebender Grund war nämlich unser ewiger OKA, der zum Winter seiner Karriere nochmal ein paar Monate im warmen Florida die Bälle halten wollte! Steebo erfuhr dies durch Oka´s Bruder mit dem er zusammen arbeitet, relativ früh und er hatte sich daraufhin sofort in den Kopf gesetzt, den Länderpunkt USA mit einem der letzten Spiele von OKA Nikolov zu verbinden!
Ich erspar euch jetzt die ganzen Details der Vorplanung im Endeffekt  machten sich zwei Vierergruppen auf den Weg über den großen Teich! Bereits am 20.05. machte sich Trucker Whity mit zwei Arbeitskollegen (Guido+Sven) + Sven´s Cousin Markus (im folgenden nur noch Gruppe Alpha genannt) per US Airways mit Zwischenstopp in Charlotte gen Miami, wo sie die ersten Tage bei Whity´s Eltern in deren Feriendomizil verbrachten!
Carsten, Daniel, Patrick + ich folgten dann am 22.05. mit Lufthansa  nach Miami. Unser erster Treffpunkt sollte Samstags in St. Petersburg sein, wo das erste o.g. Spiel stattfinden sollte. Bis dahin waren die Gruppen für sich allein unterwegs. Während Gruppe Alpha wie gesagt erst bei Truckers Eltern und dann im Norden von Tampa einen Tauchgang mit ein paar Streicheleinheiten für Manatees unternahmen, machten wir (Gruppe Beta) uns auf den Weg in die Everglades! Dort gab es neben der beeindruckenden Landschaft + Tierwelt natürlich die bekannten Touren mit Airboats, welche wir natürlich in Anspruch nahmen! Hat riesig Spaß gemacht und ist einfach nur empfehlenswert! Die Bilder sprechen aber glaube ich für sich!
Über Fort Myers ging es dann Samstags nach St. Petersburg (hat sogar wirklich was mit der gleichnamigen russischen Stadt zu tun, wer mehr wissen will, soll sich etwas bemühen….;-) )

Nach dem Check in im Hotel ging es schnurstracks an die Strandpromenade wo Gruppe Alpha bereits in einem Irish Pub am litern war und das Champions League Finale schauten. Also ließen wir uns natürlich nicht lumpen und stiegen ein in das illustre Trinkgelage! Während der Ausgang des Finales unterschiedliche Emotionen unter uns 8 hervorruf, drängte die Zeit, da wir ja pünktlich zum Anpfiff im AL Lang Stadium sein wollten. Nach zig Bieren/Cidern + der ersten Runde Jacky Cola ging es also erst nochmal kurz zum Hotel Banner holen und dann schnurstracks die paar Hundert Meter zum Stadion.
Die Stimmung rund ums Stadion wie erwartet. Überall fanden sich Grüppchen, die zusammensaßen, grillten, chillten, Musik hörten. Eben total gediegen! Wir fielen mit unseren Eintrachtklamotten natürlich auf, und wurden auch das ein oder andere Mal angesprochen. Aber jedes Mal positiv! Generell war es für mich sehr überraschend wie freundlich, zuvorkommend + hilfsbereit das amerikanische Volk (zumindest in Florida) war!
Bevor jetzt wieder jemand rum mault. Wir waren in den USA! Es gibt wohl kaum ein anderes Land, in dem wir mit Eintrachtklamotten zu einem nationalen Spiel gegangen wären.  Aber hier, wo alles nur als Fun-Event gesehen wird, ist das kein Problem. Also, Hopperpolizisten, legt euch wieder hin!
Im Stadion (ehemaliges Baseballstadion) schauten wir uns erstmal um und wunderten uns doch über den regen Zuschauerandrang, sowie einen kleinen aber feinen Haufen Heimfans, die später 90 Minuten Gas geben sollten. Respekt! Hätte ich so nicht erwartet!
Wir machten es uns am äußersten Rand der Tribüne in der ersten Reihe gemütlich und begrüßten schonmal den sich warm machenden Oka!
Bei Bud Lite oder Corona für 6 USD/Büchse genossen wir das sehr spannende Spiel, welches in der Schlusssekunde mit 3:2 an die Hausherren ging! Das es allerdings so knapp war, hatten die Gäste einzig und allein Oka zu verdanken! Er hielt wie ein Gott! 4 oder 5 100%ige + einen Elfer parierte er! Umso bitterer, dass es nicht für einen Punktgewinn langte! Der zweite deutsche im Team – Marius Ebbers – glänzte dagegen durch absolutes Unvermögen. Grottenschlechte Leistung!

Oka kam trotz der bitteren Niederlage direkt nach Abpfiff zu uns um uns zu begrüßen/bedanken! Er wusste von seinem Bruder zwar, dass wir kommen, aber er dachte erst zum Heimspiel in der Folgewoche, daher war er sehr überrascht!

Nach dem Spiel konnten alle Zuschauer auf den Platz um das nun folgende Feuerwerk zu bewundern. Keine Ahnung aus welchem Grund hier gefeuert wurde! Wir machten noch ein paar Fotos auf dem Platz und verzogen uns dann alsbald!

Auf dem Rückweg Richtung Hotel blieben wir an einer Kneipe stehen, in der so ein Bull-Riding-Apparat stand! Ahja, ein Bierchen können wir hier ja mal trinken! Das aus dem Bierchen eine legendäre Nacht werden sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand! Der Laden war wirklich der Knaller und auch das darin feiernde Volk sehr sympathisch! Als der DJ  anfing irgendwelche Country Songs zu spielen und das Volk daraufhin einen Line-Dance nach dem nächsten vollführte, war es um uns geschehen! Auch wieder schwangen nun das Tanzbein, was bei uns, aber auch beim lokalen Volk für große Erheiterung sorgte! Es ist immer schwer, die Stimmung in Worten widerzugeben! Uns 8 (ok, eigentlich nur 7, da Sven relativ früh ins Bett ging) hats eben enorm gefallen. So nach und nach mussten aber alle dem anstrengenden Tag und dem Alkohol Tribut zollen und man verabschiedete sich in die Falle!

Am nächsten Tag stand als Ziel Daytona Beach fest, wo bereits im Vorfeld eine Unterkunft für beide Gruppen gebucht wurde! Die Anreise – an Orlando und den Freizeitparks vorbei, welche aus Desinteresse, bzw. Zeitmangel nicht bereist wurden – gestalteten wir getrennt voneinander. Treffpunkt sollte dann erst wieder die Unterkunft sein!
In Dayton angekommen, hielt Gruppe Beta erstmal am weltberühmten Daytona Speedway! Einer der bekanntesten Rennstrecken auf der Welt mit einem Fassungsvermögen von knapp 170000 Zuschauern. Schon von außen sehen die Tribünen extrem riesig und steil aus. Leider verpassten wir um ein paar Minuten eine Führung und die nächste wäre erst 2 Stunden später gewesen! Also erstmal an die Unterkunft. Leider verfuhren wir uns ein wenig, da wir erst zu spät bemerkten, dass es ein Daytona Beach und ein Daytona Beach Shores gibt. So fuhren wir erstmal knapp 20 Kilometer in die falsche Richtung. Als der Fehler bemerkt wurde, rumgedreht  und erstmal im nächsten Diner Rast eingelegt! Als wir dann endlich die gebuchte Unterkunft erreichten, war Gruppe Alpha bereits eingecheckt! Wir packten kurz das Auto aus, zogen unsere Badesachen an und ab gings an den Strand von Daytona Beach! Strand, Daytona Beach? Da war doch was! In  Daytona Beach ist es erlaubt, mit dem Auto auf den Strand zu fahren. Hat schon was, wenn man die Amis beobachtet, wie sie mit ihren riesigen Pickups am Strand entlang cruisen, sich ihren Platz suchen und rund ums Auto dann ihren Sonnenplatz aufbauen.
Wir sparten uns allerdings die 5 Dollar Strandfahrgebühr, lag unsere Bleibe doch direkt am Strand! Ab jetzt hatte unser Trichter-Richter seinen großen Auftritt! Als erstes vergaß er seine Gürteltasche abzulegen, bevor er in die Fluten stieg, dann verschlang das Meer seine Sonnenbrille (teure mit Sehstärke) und später stellte er fest, dass er auch – nur Gott weiß wo – seine normale Brille verloren hatte! Unfassbar! Da er noch nicht mal seine Sehstärke kannte, war es auch erstmal nicht so einfach ihm eine Ersatzbrille zu beschaffen. Im Endeffekt schlug er sich für den Rest der Tour mehr Schlecht als Recht ohne Sehhilfe durch!
Abends nutzten wir die vorhandene Küche in unserer Bleibe und versorgten uns selbst mit Nudeln Bolognese! Achja, 300 Gramm Nudeln pro Kopf sind viel zu viel! J

Der nächste Fixpunkt, der bereits von der Heimat aus gebucht wurde war für den kommenden Mittwoch Key West! Wie der Weg gen Süden bestritten werden sollte, war noch komplett offen. So diskutierten wir an dem Abend in Daytona, was denn am nächsten Tag angesteuert werden sollte! Man einigte sich schließlich darauf, Fort Pierce als Tagesendziel zu bestimmen, wo auch direkt eine Unterkunft gebucht wurde und auf dem Weg dorthin an Cape Canaveral vorbeizufahren!

Am nächsten Morgen ging es also – nach dem Frühsport (Strandjogging, Schwimmen oder doch nur Gammeln) – gen Cape Canaveral um das Kennedy Space Center zu begutachten (http://de.wikipedia.org/wiki/Kennedy_Space_Center)
Dort angekommen, zeigte sich zum einen der Nachteil, aber auch wieder der Vorteil einer so großen Gruppe: Der Eintritt kostete 50 USD und nun wurde diskutiert, ob man diese den investieren wolle. Eine gute halbe Stunde stand man dumm dreinschauend vor dem Eingang und ein „mir egal“, „wegen mir können wir weiterfahren“, „ich würde ja schon gerne“, „keine Ahnung, was wir machen sollen!“ wechselten sich ab. Zu guter Letzt wurde sich dann aber geeinigt, den Nachmittag getrennt zu verbringen. Vier Leute (Daniel, Carsten, Markus + ich) blieben vor Ort und wollten sich die Attraktion anschauen, während der Rest erstmal Richtung Tagesendziel fuhr, ohne nun einen festen Plan zu haben. Am Ende wurde direkt durchgefahren und der Rest des Tages am dortigen Strand verbracht. Das Meer dort, war allerdings etwas gewalttätiger als noch am Vortag in Daytona, so dass auch heute wieder einige Gaben dem Meeresgott überlassen wurden (Guido´s Unterwasserkamera beispielsweise)

Wir vier blieben wie gesagt vor Ort und bereuten am Ende definitiv nicht, die 50 USD investiert zu haben! Es war schon sehr beeindruckend, was man hier zu sehen bekam! Man fuhr zuerst mit einem Bus über das sehr weitläufige Gelände vorbei an der Raketenfertigungshalle, konnte sich den überwältigenden Crawler (Transportmittel um die Rakete von der Halle zur Rampe zu bringen) anschauen und natürlich die Abschussrampe. Danach kam man in zwei verschiedene Gebäude, in denen sich alles um die Apolloraketen, bzw. um das Spaceshuttle drehte! Es war wie gesagt sehr beeindruckend, aber auch sehr interessant dargeboten. Die gut 5 Stunden, die wir vor Ort waren sind einfach so verflogen.

Danach ging es zum Rest der Truppe nach Fort Pierce, welche schon mit hängenden Mägen auf uns warteten. Kurz ausgepackt und ab Richtung Strand, wo die anderen mittags schon Restaurants und Bars ausgemacht hatten. Wir hatten am Ende richtig Glück, dass uns eine Bar noch was essbares vorsetzte, da in diesem Kaff wohl generell um 22:00 Uhr die Lichter ausgehen (und das obwohl Feiertag war) Was wir aber aufgetischt bekamen, war mehr als lecker!
Nach Rückkunft an unserem Motel, ging der eine Teil ins Bett, während der Rest sich mit ein paar Bierchen gemütlich an die Docks setzte um den Tag ausklingen ließ.

Am nächsten Morgen wurde nach einem kurzen Hüpfer ins Meer und danach in den Hotelpool erstmal diskutiert, was den heute angesteuert werden sollte! Nach Studium mehrerer Reiseführer und Reiseberichte im Internet wurde der vorher ins Auge gefasste Besuch des Lake Okechobee ad acta gelegt. Neues Reiseziel war der berühmte Ocean Drive in Miami Beach! Erneut über Booking.com (mMn sehr empfehlenswert) wurde auch heute bereits im Vorfeld eine bezahlbare, gut bewertete Bleibe gebucht!

In Miami Beach angekommen, konnten wir erstmal nicht einchecken, da lediglich eins der vier Zimmer fertig war. Kein Problem! Alle Sachen auf das eine Zimmer, Badehose an und ab zum Strand! Hier wurden dann die nächsten Stunden bei Planschen, Sonnenbaden und Frauenbegutachten (bzw. – fotografieren) verbracht! Schön verbruzzelt kam man dann zurück ins Hotel, wo wir die restlichen drei Zimmerschlüssel in Empfang nahmen. Plan war eigentlich, sich frisch zu machen und ne Stunde später den Ocean Drive unsicher zu machen! Als der erste bereits in den Aufzug steigen wollte, bemerkte Whity, dass uns ja ein Willkommenscocktail zustünde, den es aber nur noch bis 19:00 Uhr geben sollte. Da es bereits 18:30 Uhr war, wurde der Plan also erstmal umgeschmissen und man pflanzte sich in Badeklamotten an die Bar um den kostenlosen Cuba Libre abzustauben. Während man diesen genoss, fiel irgendwem auf, dass ja bis 20:00 Uhr noch Happy Hour wäre und ein weiterer Cocktail so nur 6 USD kosten würde. Das Unheil nahm seinen Lauf! Vor allem, als uns die beiden netten Barkeeper offerierten, dass wir den ganzen Abend zu Happy Hour Preisen trinken könnten! Zig Cocktails + Biereimer später konnten wir dann aber doch noch die Handbremse reinhauen und zahlten erstmal unsere Zeche (der Willkommenscocktail wurde mal kurzerhand auf 240 USD ausgebaut ;-), bevor wir uns um 22:00 Uhr frisch geduscht nochmal ins Getümmel Ocean Drive warfen!

Klar, es war unter der Woche, aber ich fand es bei weitem nicht so berauschend, wie der Ocean Drive im Netz und in diversen Reiseführern dargestellt wird. Egal! Auf Grund unserer gut vorgefüllten Tanks war die Stimmung trotzdem sehr gut. Ziemlich am Ende des Drives fanden wir dann eine Bar, die per Schild für ihren lediglich 8 USD teuren Long Island Icetea warb! Hier ließen wir uns nieder und genossen bei spanischer Livemusik unsere Cocktails! Diese wurden von Andrea serviert, die trotz offizieller Verlobung nicht mit mir nach Deutschland auswandern wollte! Schade :-)!
Das mit den 8 Dollar / Cocktail war dann am Ende natürlich auch wieder nur Verarsche. Da ich aber bereits vorher die Segel gestrichen hatte, kann ich von dem Bezahltheater nichts berichten!

Nun Stand also ein weiteres Highlight der Tour auf dem Tagesplan: Key West!
Nun kann sich aber jeder vorstellen, wie viel Spaß es macht, bei dickem Kopf und ca. 35 Grad die ca. 5 stündige Fahrt hinter sich zu bringen. Natürlich ist die Fahrt bis Key West landschaftlich eine Augenweide. Aber das zermürbende Gezuckel gepaart mit der Hitze und dem Kater machen einen dann schon fertig! Ich hatte mir zu allem Überfluss auch noch während der Autofahrt einen fetten Sonnenbrand geholt. Um Fotos von der Landschaft zu machen, hatte ich die komplette Fahrt über das Fenster offen und immer meinen rechten Arm draußen. So war ich am Ende halbseitig gegrillt als ich in Key West ankam! Für die Bilder der sehenswerten Landschaft auf dem Anfahrtsweg hat es sich aber gelohnt. Wer nicht weiß, wo Key West liegt, bzw. wie der Anfahrtsweg aussieht, schaue bitte hier:http://de.wikipedia.org/wiki/Key_West und hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Florida_Keys

Da Key West natürlich eines der Touri-Ziele in Florida ist, sind die Unterkünfte hier alles andere als günstig! Lange haben wir im Vorfeld gesucht, bis wir relativ bezahlbar und gut bewertet fündig wurden! Wie gesagt, war nur eine Nacht fest gebucht aber als man in dem Hotel ankam, war sofort klar, dass man – sofern noch Kapazitäten frei wären – eine weitere Nacht dran hängen würde. Dies sahen zum Glück alle so und auch das Hotel konnte unsere Zimmer zum gleichen Preis verlängern. Top!
Somit konnte man die Erkundung der Insel um einiges gediegener angehen und lungerte erstmal den Nachmittag am Pool rum! Zu späterer Stunde trieb einen der Hunger dann unter die Dusche und ab auf die Straße. Ziel: Duval Street! Die Ausgehmeile auf Key West! Hier schlenderte man erstmal etwas hin und her, ehe man es sich in einem Fischrestaurant gemütlich machte und sich lecker verköstigte! Ich beispielsweise nahm erstmals in meinem Leben Hummer zu mir! Kann man essen, versteh aber – zumindest geschmacklich – den Hype nicht! Liegt dann wohl doch eher an der Verpackung und der „Arbeit“ beim Essen!
Nun sollte eigentlich Party folgen, da man in Markus‘ Geburtstag hineinfeiern wollte. Doch die Luft war raus. Zu hart war der Vorabend und die anstrengende Anreise! Man versuchte zwar in einem Irish Pub mit Livemusik nochmal auf Touren zu kommen doch vergebens!
So entschlossen wir uns zurück ins Hotel zu gehen um dort bei einem gemütlichen Bierchen oder Whisky am Pool auf den Ehrentag anzustoßen!

Der nächste Morgen stand erneut unter dem Zeichen: Chillen! Frühstücken + am/im Pool ablegen! Mittags gings dann am heißesten Tag der Tour per Pedes an den Southernmost Point (http://de.wikipedia.org/wiki/Southernmost_Point) , dem Touri-Ziel schlechthin auf Key West! Dort musste man 20 Minuten Schlange stehen, ehe man sich mit dem Boller ablichten lassen konnte!
Hier trennten sich dann wieder die Wege, während das Groß der Gruppe über Hemingways Haus den Rückzug an den Pool antrat, entschieden sich Guido, Steeb und ich zu einer Jetski-Tour einmal rund um die Insel! Eine der besten Investitionen ever! Mega Spaßig! Hat sich auf jeden Fall gelohnt!
Nach 2 Stunden war dieses Spektakel dann aber leider wieder rum und man machte sich fix und fertig von den Anstrengungen der Tour und der Sonne auf den Rückweg zum Hotel. Dort angekommen stellte ich mich unter die Dusche und machte es mir danach mit einem Sack Eiswürfel, ner Flasche Cola und ner Flasche Bacardi Oakheart (1,75 l dort nur 20 USD) am Pool bequem. Keinen Meter wollte ich mich heute mehr bewegen! Steebo tat es mir gleich! Der Rest machte sich dann auf den Weg um in einem mexikanischen Restaurant Taccos zu speisen! Meister Richter dagegen schlenderte zum Wendy´s und nahm uns dankenswerterweise jedem zwei Baconator mit (Weltklasseburger!)

Nun stand der letzte Umzug der Tour auf dem Plan! Für das letzte Wochenende hatten wir uns in Fort Lauderdale eine Ferienhütte angemietet. Der Weg dorthin zog sich natürlich wieder ewig in die Länge. Generell ist das Autofahren da drüben eine reine Qual! Man hat Platz ohne Ende, aber darf allerhöchstens 112 km/h (70mph) schnell fahren. Extrem nervig!
Als man aber in der Hütte ankam, waren die Strapazen vergessen und nach dem Auto auspacken und Zimmer beziehen gings erstmal in den Pool wo die nächsten Stunden rumgeplanscht wurde! Irgendwann bemerkte ich, dass wir alle 8 am tanken waren, obwohl man noch einkaufen musste! Da ich der einzige war, der noch keinen Schnaps getrunken hatte, musste ich dran glauben und erstmal aufhören zu trinken. Später fuhren wir dann in einen nahegelegenen Supermarkt und kauften Verpflegung für die nächsten Tage ein!
Da wir einen megagroßen Kühlschrank (inkl. Eiswürfelspender) hatten, war dies aber alles kein Problem! Abends schmissen wir den hütteneigenen Grill an und machten unsere eigenen Burger (kamen aber nicht an den Baconator ran 😉 ) Der Abend wurde nach einer Runde Schafkopf dann gemütlich bei ein paar Bierchen oder Rum-Cola´s im Garten verbracht!
Unser Amerikaner Trucker Whity wollte uns am nächsten Morgen mit einem typischen amerikanischen Frühstück beglücken! Es war schon lecker, aber ein Glas voll Öl hätte es auch getan J
Ziel heute war die Sawgrass Mills. Die siebtgrößte Mall in ganz Amerika und die größte in Florida! Man wurde einfach erschlagen von der Größe. Ich behaupte jetzt einfach mal: 15 mal die City Galerie Aschaffenburg und das auf einer Ebene! Krass! So ziemlich jeder namhafte Klamottenhersteller hatte hier einen eigenen Laden. So verbrachten wir hier die nächsten Stunden beim shoppen. Daniel, Sven und ich hatten aber nach 3 Stunden genug und ließen die anderen 4 welche noch weitere 3,5 Stunden hier verbrachten zurück und fuhren in die Hütte zurück, wo sich Steebo der nicht mit wollte die Zeit am Pool verbrachte.
Kurz vor knapp kamen dann die Shoppingbiester ehe es zum zweiten Fussballspiel der Tour gehen sollte:

Fort Lauderdale gegen New York stand heute auf dem Plan! Durch die Weitläufigkeit der Stadt konnte man den Weg zum Stadion (ca 15km) nicht zu Fuss bewältigen und so fuhr man mit den Autos. Am Stadion angekommen fand man heute noch mehr Leute beim Parkplatzgrillen an, als noch in der Vorwoche in Saint Petersburg!
Wir stellten uns an die Kasse um uns Tickets (15 USD für Hintertortribüne) zu holen, als eine nette Oma auftauchte und uns drei Karten in die Hand drückte, wofür sie kein Geld wollte! Wir gehen davon aus, dass viele Freikarten heute verteilt wurden, da in der Halbzeitpause einige Jugendmannschaften geehrt wurden, wodurch das halbe Stadion mit Kindern und deren Familien gefüllt war. Aber natürlich nahm man das Geschenk dankend an. Da die drei „Glücklichen“ drinnen dann ne Runde Bier schmissen, waren Sie am Ende die Dummen, da die Runde pro Nase knapp 20 USD kostete, egal!

Heute konnte Oka nicht so glänzen wie in der Vorwoche, gepatzt hat er aber auch nicht! Souverän wie eh und je halt! Ebbers dagegen noch schlechter als noch beim Awaygame! Demzufolge wurde das Spiel auch völlig verdient verloren!

Es gab zwar einen Heimblock, aber das was hier dargeboten wurde, war doch um Längen schlechter als die Heimkurve von den Rowdies! Generell kann man aber festhalten, dass der Fussball in den USA aufgeholt hat! Auch die Masse an Kindern bei beiden Spielen zeigt doch, dass der Sport mittlerweile angenommen wird!
Nachdem Spiel kam Oka nicht zu uns, sondern ging an die Mittellinie, wo er sich mit jemandem unterhielt! Ich scherzte noch, da wird doch net der Dabbes da sein. Als ich dann aber die Szenerie mit dem Foto ranzoomte, war es Gewissheit: der selbsternannte „Fussballgott!“ war zugegen um seinem ehemaligen Teamkollegen Hallo zu sagen! Der Lange staunte nicht schlecht, als wir kurz darauf drüben ankamen. Zack, war er verschwunden – wohl auch besser so! Noch kurz mit Oka gequatscht und ein Gruppenbild gemacht! Die Einladung zum Grillen lehnte er dankend ab! Ich bin ja jetzt kein Groupie, der irgendwem hinterher rennt und um Autogramme oder sonstiges bittet. Allerdings bin ich im Nachhinein doch ein wenig enttäuscht von Oka, dass von ihm aus nicht ein Ticken mehr kam. Schließlich wusste er auch von seinem Bruder, dass er der Hauptgrund unserer Reise war! Egal! Gefreut hat er sich ja, aber wie gesagt, ein bißchen mehr Lockerheit und evtl. ein halbes Stündchen mit nem Bierchen oder so wäre doch auch drin gewesen!

Nach dem Kick ging es erst noch in einen Diner bevor es zurück in die Hütte ging wo der Abend am Pool verbracht wurde!

Der Sonntag – zugleich letzter voller Tag für Gruppe Beta – stand nochmal im Zeichen von Miami. Little Havanna und Hafenrundfahrt standen auf dem Programm! Little Havanna war leider ein totaler Reinfall (wird im Reiseführer viel zu sehr gehypt) und Hafenrundfahrt war dann wegen Überfüllung als uninteressant abgestempelt worden.
Abends wurden die Reste vergrillt und vertrunken und eine geile Tour nahm ihr Ende.

Für Gruppe Alpha sollte es die darauffolgenden Tage dann in die Everglades gehen!
Gruppe Beta flog Montags – zusammen mit Ralf Fährmann (First Class) + Moritz Leitner (mit dem Pöbel in der Rumpelklasse) zurück in die Heimat. Glücklicherweise nahm man die Sonne mit, da ab diesem Zeitpunkt auch bei uns der Sommer einsetzte!

Für mich steht fest, dass ich irgendwann das Land erneut besuche, dann natürlich aber an einem anderen Fleck (beispielsweise Westküste) Fussballerisch gibt es natürlich interessantere Länder!

Aber da wir ja mit der Eintracht das Land erstmal nicht mehr verlassen, muss man sich halt hoppingmäßig austoben!

 

Teddy

 

 

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