1. Liga Tschechien: Sparta Prag – FC Zlin

Samstag 08.11.08
Sparta Prag – FC Zlin
Zuschauer: 4400
Endstand: 2-0


Hoppingtour nach Prag, oder
“Wer nicht kotzt, trinkt nicht am Limit!“ 

Die Eintracht sollte an diesem Wochenende erst Sonntagsabends ihr Heimspiel gegen Stuttgart austragen. Was also liegt da näher, als an so einem WE mal eine neue Stadt/Stadion zu besuchen?

Die Wahl fiel früh auf Tschechien und somit auf Prag! Glücklicherweise fiel die Spielansetzung genauso aus, wie wir uns das gewünscht hatten. Sparta Prag hatte Samstagabends ein Heimspiel!

Die Fahrt wurde zu viert (Steebo, Alfred, Jens und ich) mit dem Auto bewältigt. Freitags um 13.00 Uhr ging es bei mir los, direkt nach Nürnberg zum Schrankenwärter. Halt, vorher gings nochmal kurz in den Nürnberger Kreisel (Insider wissen bescheid 🙂 ) Um 16.00 Uhr dann den Exil-Aschaffenburger aufgegabelt und weiter gings gen Tschechien. Das Navi führte uns zwar teilweise etwas komisch durch die Lande, aber um 19.30 Uhr kamen wir vor unserem Prunkhotel an! Und das Wort Prunk steht hier nicht als Witz! Für schlappe 28 Euro pro DZ und Nacht gastierten wir im Top Hotel Garni in Prag. Ein riesiges Kongresshotel mit allem Drum und Dran.

Nachdem beziehen der Zimmer und kurzem Frischmachen, ging es per Taxi in die Innenstadt.

Am Wenzelsplatz angekommen, wurde erstmal Geld gezapft, da die Tschechen ja noch kein Euro haben! Dann wurde sich an einer der zahlreichen Würstchenbuden (hauptsächlich gegrillte Blutwurst wurde angeboten) erstmal mit Dosenbier eingedeckt, um nicht trocken auf Erkundungstour zu gehen.

Wir schlenderten nichts Böses ahnend durch die Gegend, als Steebo plötzlich von 3 Polizisten angehalten wurde! Kurze Zeit später waren Jens, Max und Patrick wegen „Trinkens in der Öffentlichkeit“ 100 Kronen leichter! Ich hatte meine Dose zu diesem Zeitpunkt glücklicherweise schon leer! Kann ja auch keiner wissen, dass die da so penibel sind. Der Witz an der Sache ist halt, dass man direkt an den Würstchenbuden trinken darf, aber mit Bier in der Hand weglaufen ist nicht!

Die Suche, nach einer passenden Location ging dann weiter und in einer Seitenstraße wurde eine superschöne Bar entdeckt, wo wir uns dann für die nächsten Stunden niederlassen sollten. Bei Bierpreisen von 1,30 € für den halben Liter und 1,80 für 4 CL Schnaps (jedwede Sorte war im Angebot) konnte man sich preislich auch nicht beklagen!

Nach zig Runden diverser Getränke trieb uns der Hunger auf gegrillte Blutwürste in die Prager Nacht. Alfredo hatte wohl vor, ein paar Würste mehr zu essen, und schaffte erstmal Platz im Magen.

Nach einigen dummen Sprüchen unserseits, bekamen wir als Antwort den kultigen Satz zu hören, den ich als Überschrift gewählt habe!

Nach besagter Blutwurst (sehr lecker) ging es dann noch für 2, 3 Getränke in eine Metalkneipe, bevor wir per Taxi zurück ins Hotel fuhren.

Am nächsten Morgen 08.00 Uhr ging ich alleine (Steebo und Jens hatten eigentlich auch hoch und heilig versprochen mitzugehen, waren aber nicht in der Lage) in den Wohlfühlbereich des Hotels und ballerte mir im Fitnessraum eine Stunde (8 Euro) den Alkohol aus dem Kopf. Danach schnappte ich mir die Bande und ging mit ihnen in den Frühstückssaal um königlich zu speisen (natürlich wieder mit Blutwurst)

Nachdem sich alle frisch gemacht hatten, fuhren wir mit dem Bus in die Stadt, um uns dort einkaufstechnisch umzuschauen. Allerdings wurden wir vom Prager Preisniveau enttäuscht. Die erhofften günstigen Klamotteneinkäufe können getrost auch hierzulande getätigt werden. Absolut kein Preisunterschied. Beim Schlendern durchs Mega-Kaufhaus fiel uns nur auf, dass die Prager Kinderwelt, wohl in einem Frankfurter Gewaltladen einkauft 🙂

Irgendwann ging es dann wieder auf den Wenzelsplatz, wo in einem echt klasse Irish Pub der Partie Arsenal – ManU beigwohnt wurde! Bei einigen lecker Heineken und sehr ansehnlichem Inselgekicke (ich hoffe Herr Funkel saß auch vorm Fernseher) verging die Zeit wie im Fluge.

Um kurz nach 15.00 Uhr machten wir uns wieder per Taxi auf den Weg zur AXA Arena, wo um 17.00 Uhr das Gambrinus-Liga-Spiel Sparta Prag – FC Zlin auf dem Programm stand.

Dort angekommen, besorgten wir uns erstmal Karten für die Gegentribüne Mitte für schlappe 8 Euro, ehe wir uns im nahe gelegenen MC Doof erstmal stärkten (diesmal gabs leider keine Blutwurst)

Dann ging es vor den Blockeingang, wo wir sage und schreibe bis 25 Minuten vor Anpfiff auf die Öffnung der Tore warten mussten. Bei dann gerade mal 4400 Zuschauern, aber kein Wunder! Darunter handgezählte 9 Gästefans.

Der Heimblock liegt im Oberrang der Hintertortribüne und wurde von ca. 400 Fans bevölkert, die auch einen ansehnlichen und gut hörbaren Support hinlegten! Eine erhoffte Pyroshow zum Intro blieb leider aus!

Zum Stadion an sich muss ich sagen, dass ich es ganz schön fand. Die Haupttribüne ist wohl etwas älter als der Rest des Stadions und ist mit diesem auch nicht verbunden. Die drei anderen Tribünen sind allesamt zweirangig und überdacht. Allseater!

 

Zum Spiel:

Spielerisch hätten wir uns auch Winzenhohl gegen Hösbach-Bahnhof anschauen können, da änderten auch die einzigen bekannten Spieler Blazek und Berger nichts dran. Prag war von Anfang an drückend überlegen, konnte aber nur bis zum Strafraum einigermaßen gefällig spielen, ab da wurde es oft peinlich! So war es auch kein Wunder, dass die 1:0 Führung durch einen Weitschuss fiel. Patrick Berger war der Torschütze und auch sonst mit der beste Akteur auf dem Platz! Die Gäste hatten nichts mehr dagegen zu setzen, mussten sogar noch das 2:0 hinnehmen.

Eigentlich wollten wir schon einige Minuten vor Abpfiff gehen, gut dass wir es nicht getan hatten, denn mit Beginn der letzten Spielminute, begann es im Heimblock mächtig zu dampfen und zu leuchten. Endlich mal wieder ne schöne Pyroshow zu sehen, war schon geil!

Keine Ordner oder Polizei griff ein und das restliche Publikum jubelte dem glühenden Block zu, sehr geil!

Dann war es Zeit zu gehen! Glücklicherweise stand vor dem Stadion schon ein Taxi für uns bereit, dass uns wieder an den Wenzelsplatz fuhr, wo wir eigentlich in die Bar vom Vorabend wollten, doch diese hatte leider geschlossen! So liefen wir ein paar Meter weiter, um uns erstmal in einer Pizzeria zu stärken (nein es gab keine Pizza Blutwurst, dafür Penne ala Alfredo 🙂 )

Nachdem Essen, liefen wir dann noch einige Zeit durch Prag, auf der Suche nach einer geeigneten Gaststätte, wo wir auf einen anderen Platz (keine Ahnung wie der hieß) kamen, der mal richtig geil beleuchtet war und sehr belebt. Auf dem Weg dorthin überlegten wir kurz, ob wir ins Sexmaschinenmuseum gehen sollten, entschieden uns dann aber doch dagegen (Eintritt 10 Euro)

Nach einem Bierchen in ner versifften Sportsbar beglücktem wir zum letzten Mal einen Prager Taxifahrer der uns mit Bierdosen bepackt ins Hotel zurückfuhr, wo wir den Restabend im Zimmer verbrachten. Dort schauten wir uns bei Bier und M&M´s das aktuelle Sportstudio noch an, ehe es in die Falle ging.

Am nächsten Morgen ging es frühzeitig zum Frühstück, um noch genug Zeit zu haben, die Vietnamesen an der Grenze zu besuchen, wo noch einige Klamotten eingekauft wurden (auf „La Bomba“ haben wir mal verzichtet)

Die restliche Rückfahrt verlief ereignislos. Den Schrankenwärter in N rausgeschmissen und schnurstracks Richtung Heimat. Dort angekommen, nur das Vehikel getauscht und weiter ging die Fahrt nach Frankfurt, wo das Spiel der Eintracht gegen Stuttgart anstand.

Hierzu möchte ich allerdings nicht viel schreiben, nur so viel:

„Mit Rafhati wird´s ne Party!“

Der nächste Hoppingbericht wird dann wohl wieder über Portugal sein,

bis dahin!

Euer Teddy

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