Winterpause: Trainingslager Portugal

09.01.2009 – 12.01.2009
Trainingslager Portugal
 


Es gehört ja mittlerweile zum CAB-Standardprogramm das Trainingslager zu besuchen. Diesmal ging es wieder an die Algarve zum Wintertrainingslager. Da es sich positiv rumgesprochen hatte, wie lustig so eine TL-Tour ist, waren es 8 durchgeknallte, die diesen Trip mitmachten!
So standen Issi, Steebo, Whity, Matze, Alfred, Schrankenwärter und Fassi am 09.01. um 03.30 Uhr bei mir vor der Tür, um nach Hahn zu fahren, wo wir wieder mal mit der Harfe gen Faro fliegen sollten. Der Flug war diesmal etwas teurer als letztes Jahr, aber Hotel und Auto waren wieder mal spottbillig, so dass jeder mit 200 Euro für Flug, Auto und Übernachtung dabei war!

Trotz bitterer Kälte kamen wir überpünktlich in „Frankfurt“(haha)-Hahn an, so dass noch genug Zeit war sich die Flugangst wegzutrinken. Die Blicke der Bedienung waren nicht schlecht, als teilweise der dritte oder vierte Jackie-Cola morgens um 05.30 Uhr bestellt wurde!

Irgendwann hob die Maschine dann ab, mit dabei noch ein paar weitere Frankfurter.

20 Minuten vor der geplanten Zeit kamen wir in Faro an. Am Europcarschalter war leider die Hölle los, so dass sich die Abfahrt etwas verzögerte. Aber irgendwann saßen wir bei strahlendem Sonnenschein in unserem VW-Bus. Erste Anlaufstelle war der Trainingsplatz der Eintracht. Auf dem Weg dorthin wurde sich in einem Supermarkt das erste Sagres oder Super Bock zugelegt, um beim Training nicht zu verdursten. Kurz vor Ankunft am Trainingsplatz lief uns Oka entgegen, der mit einem 8stimmigen „der gute Oka Nikolov…“ begrüßt wurde. Er schaute erst ganz verdutzt, winkte dann aber fröhlich!

Jeder schnappte sich dann einen Gartenstuhl und beobachtete die Trainingseinheit der Eintracht, während einem die Sonne auf den Pelz schien. So konnte man es echt aushalten.
Die Einheit war diesmal auch ganz ansprechend. Zum ersten Mal sah ich, wie taktische Spielzüge geübt wurden. Ob´s was bringt, werden wir sehen! Schön auch, mal wieder Vasi am Ball zu sehen. Was noch auffiel war, dass Caio extrem dünn und fit aussah. Mal schauen, was bei ihm in der RR geht!

Wieder mal war nach dem Training keine Chance mal ein paar Worte mit den Spielern zu wechseln. Meister Funkel himself scheuchte die Akteure vom Platz! Penner!

Wir fuhren dann erstmal über holprigste Wege (war ja aber egal, der Bus war ja Vollkasko versichert – OHNE SB) zum Strand um zu prüfen, ob der Atlantik schwimmtauglich ist. Dem war leider nicht so. Ein paar Fotos gemacht und ab in ein Strandrestaurant um das erste frischgezapfte des Tages zu vernichten. Schmeckte bei diesen äußerlichen Bedingungen extrem lecker!

Irgendwann knurrte der Magen und wir fuhren ins Algarve-Center um uns zu stärken. Es ist halt schon von Vorteil, wenn man in der Gegend schon mal war. Kein langes Suchen usw. In diesem Rieseneinkaufszentrum gibt es eine Fressabteilung, in die die halbe City-Galerie reinpassen würde. Alle bekannten Fast Food Ketten haben hier ihren Laden, so dass für jeden etwas dabei war. Beim Mäcces gab es einen Burger, den es in Germany nicht gibt. Aber wenn man gefrorenen Speck draufgelegt bekommt, schmeckt der nicht besonders! Nach einem kurzen Abstecher in die Spielhölle ging es an unser Hotel um einzuchecken, was ohne Probleme funktionierte. Man erwartete für einen Zimmerpreis von 35 Euro/Nacht natürlich nicht allzu viel, wurde dann aber extremst positiv überrascht. Wir hatten 4 komplett eingerichtete Appartments mit riesigem Balkon inkl. Blick auf den Pool! Sehr geil! Das ganze Hotel an sich war sehr empfehlenswert – und für diesen Preis…

Wir fuhren dann noch mal kurz in einen Supermarkt um uns mit dem nötigsten einzudecken, ehe wir uns in einer English Bar zum gemütlichen Teil des Tages niederließen. Die Bedienung war eine in Frankfurt geborene Portugiesin, die uns jeden Wunsch von den Augen ablas. Als Hauptgetränk des Abends entpuppte sich Captain Morgan Ginger Ale. Die Mischungen konnten mit denen aus der Bierbar in Santiago de Compostela mithalten und da gehört schon viel dazu!

So entwickelte sich ein sehr lustiger Abend, der in stundenlangem Sing Sang (unter anderem ein neugedichtetes Lied über unsere zwei „Perlen von Afrika“) und Rekordumsatz für die Bar endete.

Am nächsten Tag stand nach dem Frühstück Sport auf dem Programm. Nach einer Stunde Tennis ging es auf den Fussballplatz (alles direkt neben dem Hotel und für ein paar Kröten benutzbar) um noch ein wenig zu bolzen. Nach knapp 3 Stunden sportlicher Betätigung bei schönstem Wetter war eine kleine Abkühlung angebracht. Die Hotelangestellten staunten nicht schlecht, als wir alle mit Badesachen Richtung Pool spazierten. Aber leider war das Poolwasser extremst kalt (ca. 6, 7 Grad), so dass jeder von uns reinsprang um sofort wieder rauszuklettern. Aber bis auf Weichei Whity, waren alle Mitfahrer(innen) im Pool gewesen!

Jetzt ging es noch mal nach Albufeira in die Stadt um Essen zu fassen und für den Abend einzukaufen! Eigentlich wollten wir in einem portugiesischem Restaurant speisen, was allerdings die Reisekasse gesprengt hätte, so dass wir nach einem weiteren Strand(Klippen)Besuch doch wieder in diversen FastFoodLäden landeten. Allerdings nehmen die Nordafrikaner das Wort Fast Food nicht allzu wörtlich! Aber wo kann man schon im Kentucky englischen Live-Fussball auf Flatscreen schauen? Sehr geil! Da wartet man auch mal ein paar Minuten auf sein Essen!

Mit vollbepacktem Kofferaum ging es wieder zurück ins Hotel, wo der Abend bei Bier, Schnaps, Pizza, Fischstäbchen, Würstchen usw. in Fasslers und Alfreds Zimmer verbracht wurde. Ein Großteil spielte Poker, während der andere Teil sich dem Dschungel Camp widmete und sich über Lorielle London amüsierte (wir hatten halt nur RTL als deutschen Sender…)

Am nächsten Morgen wurde erstmal wieder gefrühstückt, ehe sich die Gruppe spaltete. Jens, Alfred, Whity und Mathias zogen um die Häuser und landeten dabei zufällig auf dem Trainingsgelände der Oberhausener, wo sie schon mal Angst für den Nachmittag verbreiteten.

Issi, Steebo, Fassi und ich gingen erst ins Fitnesstudio, danach zockten wir noch ne Runde Tennis. Ihr merkt, wir haben den „Trainingslagerbesuch“ ernst genommen :-).

Nach dem Frischmachen wurde noch ein wenig Bier fürs Spiel gekauft, ehe es per Pedes (das Spiel fand auf dem Trainingsgelände des RWO statt, was ca. 1,5 km von unserem Hotel entfernt war) zum Spitzenspiel gegen den gefühlten 4. Ligisten ging!

Dort angekommen, wurde erst mal der Zaun beflaggt und sich bei strahlendem Sonnenschein und „Kurzehosentemparatur“ bei Bier und Cider auf das Spiel eingestimmt.

Es waren ca. noch 20 weitere Frankfurter Fans vor Ort. Dazu noch eine Truppe Duisburgfans, die seit Jahren mit ihrem MSV an die Algarve zum TL fliegen. Dieses Jahr flog der MSV allerdings in die Türkei. Den Fans gefiel es aber in Portugal immer so gut, dass sie auch dieses Jahr wieder hierher flogen – krank aber irgendwie geil! Ihre Sympathien verspielten sie sich allerdings schnell wieder, als sie beim Einlaufen eine Funkel-Choreo abzogen. Jeder hielt einen Zettel hoch, auf dem jeweils ein Wort stand, was am Ende ergab: Der MSV Duisburg und seine Fans grüßen Friedhelm Funkel oder so ähnlich. Darauf angesprochen schwärmten sie von unserem „Uerdinger“ in den höchsten Tönen. Oh Mann – Leute gibt´s!

Über das Spiel schreib ich jetzt mal nicht so viel. Testspiel halt. Es kamen fast alle Akteure zum Einsatz und es wurde standesgemäß mit 4:1 gewonnen. Positiv aufgefallen sind mir: Caio (der ein Tor wunderbar vorbereite), Steinhöfer, Krük, Vasoski und Kweuke (dieser Schrank erzielte 2 Tore), Negativ dagegen: Russ, Köhler und Pröll (der zweimal böse patzte, was aber ohne Folgen blieb)

Während dem Spiel hatte man noch eine schöne Unterhaltung mit Augsburg-Manager Rettig, die zu einigen Lachern führte. Es ist schwer dieses Gespräch wiederzugeben, wenn man nicht dabei war. Er probierte auf jeden Fall unseren Cider und ging mit folgendem Resümee (Insider wissen bescheid) von uns: „Also ich verlasse euch mit dem Resümee: Rolf Heller wechselt als Stadionsprecher zum FC Augsburg und Ziemer wechselt von Kaiserslautern nach Kaiserslautern!“ 🙂

Nachdem Spiel wurden noch einige Schwätzchen gehalten und Fotos geschossen. Mathias staubte zum zweiten Mal die Handschuhe von Jan Zimmermann ab!

Der Rückweg zum Hotel wurde nur von einem Teil der Gruppe wieder zu Fuß bewältigt. Steebo lief mal wieder zur Höchstform auf und machte einem Einheimischen Opa, der gerade in sein Auto stieg irgendwie klar, dass er ihn und Alfred jetzt ins Hotel fahren müsse. Und wer kann so einem Charmeur schon wiederstehen!

Der Abend wurde vom Großteil der Gruppe auf Whity´s und Matzes Zimmer verbracht, während Fassi und Alfred in der Hotelbar mit einem Engländer um die Wette tranken. Alfred war es auch, der für den Lacher des Wochenendes sorgte. Als die beiden von der Hotelbar kamen, ging Alfred für eine Kippe auf den Balkon, wo er entsetzt feststellte, dass irgendjemand den Pool geklaut haben musste, den er sei weit und breit nicht zu sehen. Dass wir von diesem Zimmer aus auf die Rückseite des Hotels schauten, wollte einfach nicht in seine versoffene Birne! Dass er sich kurze Zeit später selbst verstümmelte und das ganze Zimmer vollblutete passt da ins Bild 🙂 . Keiner (auch er nicht) weiß bis heute, wo er sich die Verletzung am Finger zugezogen hat. Wir vermuten ja, dass er auf dem Balkon, die Finger in den Klimaanlagenventilator gesteckt hat, was aber heftigst von ihm dementiert wird. Egal!

Am nächsten Morgen ging es frühzeitig zum Auschecken, um pünktlich am Flughafen zu sein. Beim Nachtportier bekam ich erstmal eine Rechnung über 3 Jackie Cola präsentiert, welche die Herren Fassler und Alfred am Vorabend auf Steebo´s und mein Zimmer haben schreiben lassen. Die Drecksäcke wussten natürlich angeblich von nix mehr, bezahlten aber 😉 !

Autorückgabe und Flugeinchecken ging ohne Probleme. Der Rückflug war etwas stressiger als der Hinflug (voll ausgelastete Maschine und etliche Turbulenzen), aber wir landeten überpünktlich in Hahn und somit ging eine wieder mal geile Tour zu Ende!

Auf ein neues im Sommer in Österreich!

Euer

Teddy

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