4. Spieltag: Werder Bremen – Eintracht Frankfurt

Samstag 01.09.07
Werder Bremen – Eintracht Frankfurt
Zuschauer: 40983
Endstand: 2-1

 


4. Spieltag der Saison 2007/2008 und die Eintracht fährt mit der Chance nach dem Spiel Tabellenführer zu sein nach Bremen. Trotzdem waren es nur 7 Gestalten, die den Weg im 9ner in den hohen Norden in Angriff nahmen (Wiese-Vanessa, Moni, Trucker, ein unerschrockener Arbeitskollege vom Trucker, Maskottchen, Steebo und ich).

Um 08.30 Uhr begann die Tortour. Trucker, sein AK und das Maskottchen machten es sich auf der Rückbank bequem und begannen gleich sich in andere Sphären zu betrinken. Ich lenkte den Bus gen Norden. Da außer viel Gelächter im hinteren Teil des Busses nichts weiter passierte, kamen wir recht zügig durch Deutschland und erreichten ohne Stau die Hansestadt.

Da im Vorfeld bekannt wurde, dass am Stadion direkt nur noch Fanbusse parken durften, der Rest auf P+R ausweichen musste, war noch nicht ganz klar, wie und wo man denn parken sollte. Mittlerweile war allerdings Steebo am Steuer und er meinte nur, dass wir es einfach mal am Stadion versuchen sollten, schließlich seien wir ja auch ein Bus.
An einer roten Ampel laberte ich vom Beifahrersitz aus einen nebenstehenden Autofahrer an, wo er denn wohne, und ob wir bei ihm im Garten parken könnten, falls er in der Nähe des Stadions wohne. Aber er verneinte. Plötzlich ging hinten die Schiebetür auf und Trucker laberte den armen Mann zu wo er denn hinginge usw. Als der Mann erwiderte, er treffe sich jetzt mit einer Dame und Trucker daraufhin die genaue Beschreibung der Weiblichkeit wollte, war das Gelächter wieder groß. Noch größer war es allerdings, als der (im nachhinein schon bedauernswerte) Mann beim Verabschieden noch mal zu uns rübersah, und dabei übersah, dass sein Vordermann schon wieder stand, und er ihm somit voll draufgebrummt ist. Tut uns echt leid, aber auf die Straße musst du schon selber gucken!

Am Stadion angekommen, waren die Parkplätze wie angekündigt gesperrt. Dies störte unseren Steebo auch wie angekündigt allerdings wenig und er fuhr, nachdem er mit einem Polizisten diskutiert hatte, der es ihm verboten hatte an der Ordnerin, welche an der Einfahrt stand einfach vorbei auf den Parkplatz, um dem Ordner auf dem Parkplatz zu berichten, dass die Polizei uns angewiesen hätte, hier zu parken. Der Ordner kassierte uns ab, und wies uns noch ein. Damit hatten wir dank Steebo´s Dreistheit wieder mal nen guten Parkplatz.

Fahnen gepackt und ab Richtung Stadion. Wir hatten ja noch 7 Karten zu verkloppen. Da es allerdings noch einige Hundert Stehplatzkarten (schlechte Kartenpolitik der Eintracht lässt grüßen) an der Gästekasse gab, hieß es die Leute abzufangen und für einen Euro unter Preis die Karten loszuwerden, was auch gut klappte. Somit konnte der Gästeblock geentert und auf den Anpfiff hingefiebert werden.

Zum Intro gab es drei Großschwenker (echt schwach, wenn schon unbegrenzt erlaubt, aber wir dürfen nichts sagen, hatten unsere auch vergessen), zig DH´s und ca. 150 von den schwarz-weißen Fahnen, welche zuvor beim Rostock-Heimspiel zum Einsatz kamen. Also alles in allem ein gutes Bild. Auf Bremer Seite nichts Besonderes zu erblicken. Das Inferno zeigte ein Spruchband, auf dem mit blutender Schrift „Vendetta“ geschrieben stand. Das bezog sich auf ihren Bannerverlust beim Gastspiel in Bremen im April. Dies versprach einige Turbulenzen nach dem Spiel, welche es auch gab, wovon wir aber nicht wirklich viel mitbekamen! Und da ich nicht dabei war, kommentier ich die Vorfälle auch erst gar nicht.

Zum Spiel:
Obwohl jeder beim Heimspiel gegen Rostock gesehen hat, wie schwach (im offensiven Sinne zumindest) ein Madahvikia auf der RV-Position ist, und wie extrem schwach ein Köhler im Mittelfeld agiert, setzte Funkel auf die selbe Startelf! Bremen begann druckvoll und hatte auch alsbald gute Chancen, welche aber allesamt von Pröll vereitelt wurden. Allerdings kennen wir ja auch von ihm, dass er mal nen Aussetzer hat und so war es in der 35. Minute, als er einen Abschlag genau in die Füße eines Bremers spielte, der blitzschnell reagierte und den Ball in den Lauf von Sanogo passte, welcher den Ball mit der Hand mitnahm (was Fandel natürlich gern übersah) und die Verwirrung zwischen Russ und Pröll nutzte und den Ball im Tor versenkte. Jetzt merkte man auch erstmal, dass wir nicht allein im Stadion waren. Stimmungsmäßig war von den Bremern bis hierhin tote Hose! Extrem schwach! Aber auch danach war nicht wirklich viel zu sehen von der Eintracht.

In der Halbzeitpause machten sich Weissenberger und Takahara warm, was auf eine offensivere Spielweise in der 2. Hälfte hoffen lies. Aber meine Befürchtung, dass Funkel den armen Weissenberger erwartungsfroh zum Warmmachen schickt, nur um ihn dann die gesamte Spielzeit nicht einzuwechseln bewahrheiteten sich leider! Erinnerungen an Lexa werden wach! Funkel du bist und bleibst ein Penner! Allerdings wurden wir in der 65. Minute endlich vom Stolperkönig Köhler erlöst, der durch Takahara ersetzt wurde. Man merkte auch sofort, dass jetzt eine weitere Anspielstation in der Offensive zur Verfügung stand. Warum nicht gleich so? Und so konnte man noch auf den Ausgleich hoffen. Diese Hoffnung wurde allerdings durch unseren Busenfreund Fandel zu Nichte gemacht, der mal wieder auf eine Schwalbe von Diego hereinfiel, und zu Unrecht auf Freistoß entschied. Allerdings rechnete auch niemand (inkl. Pröll) mit einem derartigen Hammer, den Pasanen dann auspackte, und den Ball wie einen Strich im Winkel versenkte (80.). Noch vor dem Anstoß setzte Funkel alles auf eine Karte und brachte Thurk für Fink. Dieser Thurk war es dann auch, der den Gästeanhang fünf Minuten später wieder hoffen ließ, in dem er den Anschlusstreffer markierte. Jetzt drückte die Mannschaft immens nach vorne und hatte auch noch ihre Chancen. In der 90. Minute hatten wir nochmal Eckball, zu dem auch Pröll mit nach vorne kam. Der Ball flog auch auf dessen Kopf, von wo aus er auf Meiers Kopf flog, der sogar das Duell gewann und die Kugel Richtung Tor köpfte. Dort stieg Takahara nach oben, und drückte den Ball aus einem Meter über die Linie! Jaaaaaaaaaa. Toooooooor! 2:2 Ausgleich in der 90. Minute. Zum zweiten Mal im zweiten Auswärtsspiel einen 2:0 Rückstand aufgeholt. Wahnsinn! Tja nur war da noch ein kleiner Haken. Der Haken hieß dieses mal nicht Herr Fandel, sondern Frau Wiese. Dieser schwule Penner kam aus dem Nichts angeflogen und kratzte den Ball noch von der Linie. Torwartmäßig eine Bombenleistung, da gibt’s nichts. Und für ihn persönlich war es bestimmt auch eine Genugtuung, mit den Beleidigungen aus dem Gästeblock überschüttet zu werden. Aber für uns war es einfach nur bitter! Ausgerechnet dieser Wiese! Kurz darauf war Schluss! Die erste Niederlage in der noch jungen Saison war besiegelt. Nichts war es mit der Tabellenführung für einen Tag! Egal, Mund abbuzze und weiter. In zwei Wochen wird der HSV geputzt und alles ist wieder im Lot.

Wir gingen dann auch ziemlich rasch zu unserem Bus, wo wir allerdings noch auf Trucker und seinen Kollegen warten mussten. Während der Wartezeit musste ich dreimal den 9ner wegfahren, weil ich immer die Ausfahrt eines Fanbusses behinderte. Irgendwann kamen die zwei dann aber doch angeschlappt, und die Rückfahrt konnte beginnen. Auf dieser passierte nicht mehr wirklich viel, außer das wir einem älteren Ehepaar auf einem Rasthof das richtige Verspeisen eines LKW beibringen wollten, was aber nichts brachte, sie aßen ihn weiterhin mit Messer und Gabel! Um kurz nach 22 Uhr waren wir dann wieder in Kleinostheim. Es war nicht mehr als eine Pflichtveranstaltung, aber die Highlights kommen auch wieder.

In diesem Sinne.

Euer Teddy

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