31. Spieltag: Rot Weiss Erfurt – Eintracht Frankfurt

Freitag, 29.04.05

R W Erfurt – Eintracht Frankfurt

Endstand: 0-3

Zuschauer: 22000 (ausverkauft)


 

Zum vorletzten Auswärtsspiel der Saison ging es, wie schon zwei Wochen zuvor (Aue) und wie in zwei Wochen (Cottbus), in den Osten. Diesmal nach Erfurt. Die Fahrt wurde mal wieder im Kneipenbus bewältigt. Mit an Bord: Dummbach, Pit, Whity, Freak, Steve, Steebo und ich.
Erwartungsfroh ging es pünktlich um 14.30 Uhr auf die Autobahn. Die Fahrt verlief zu erst ereignislos, bis nach ca. 70 km das Bier leer war. So wurde in Flieden bei einem Bauern Nachschub geholt, der immer noch in DM rechnet. Echt geil.
Ab diesem Zeitpunkt ging es erstmal im Schritttempo weiter, da wir im freitäglichen Feierabendverkehr steckten. Erst auf der A7 ging es wieder etwas flotter weiter. Auf den hinteren Sitzen wurde getrunken was nur hineinging und so stieg die Stimmung merklich an. Irgendwann ging es dann auf die wohl beschissenste Autobahn Deutschlands, die A4. Nur Hoch-Runter, Links-Rechts die ganze Zeit. Einige Kurven und Höhenunterschiede später begann die Zeit des Quängelns von den hinteren Plätzen, die Blase war voll. Ich versprach, den nächsten Parkplatz anzusteuern. Doch es kam und kam keiner. 20 Minuten später war das Geschreie so groß, das ich kurzerhand auf dem Standstreifen stehen blieb, um die Kerle pissen zu lassen. Als ich so vor mich hin schaute und darauf wartete, das alle wieder in den Bus stiegen, bemerkte ich, dass alle Autos stehen blieben und wir am Ende eines sehr langen Staus waren (man konnte nämlich bestimmt 3 km weit schauen und da stand alles). Da wir zeitlich sowieso sehr stark eingeschränkt waren, war der Stau für uns ein großes Problem. Wenn wir uns da reingestellt hätten, hätten wir mit viel Glück noch die 2. Halbzeit gesehen. Also, schnurstracks den Rückwärtsgang rein, und 100 m auf dem Standstreifen rückwärts gefahren und dann einen Feldweg runtergeschossen, der in irgendein Kaff führte. Von dort aus ging es dann per Landstraße weiter. Steebo lenkte uns per Landkarte. Nächster großer Ort war Eisenach, den wir dummerweise aber durchqueren mussten. So standen wir 20 Minuten später in der Innenstadt von Eisenach wieder im Stau. Toll! Es ging nichts voran. Kurz darauf begann auch wieder die Kupplung zu stinken (siehe 1860-Bericht), was uns schon kurzzeitig an stehenbleiben denken ließ, da wir auch in dem Moment an einer Premiere Sportsbar vorbeifuhren. Da aber einige im Bus waren, die noch nie in Erfurt waren, konnte keine Mehrheit für die Bar gefunden werden. (Eigentlich schade, wäre bestimmt lustig geworden ?) So zuckelten wir weiter und die Zeit verstrich. Es war mittlerweile 18.15 Uhr und wir waren immer noch in Eisenach, ca. 65 km vor Erfurt. Ein paar Minuten später löste sich endlich der Stau und es ging mit flottem Gang Richtung Erfurt. Irgendwann kreuzte die Landstraße wieder die Autobahn und siehe da, sie war frei. Also nichts wie drauf und voll Stoff Richtung Steigerwaldstadion. Da wir so die letzten 50 km ohne einmal vom Gas zu gehen hinter uns brachten, kamen wir 10 Minuten vor Anpfiff am Stadion an. Alles war vollgeparkt. Aber ich finde immer einen Parkplatz. Kurzerhand quer zwischen zwei Autos gestellt und die Leute rausgelassen. Da uns aber auffiel, dass wir genau hinter der Heimkurve geparkt hatten, schmissen wir die anderen dort raus, und Steebo und ich parkten den Bus um. Wir fuhren genau hinter den Eingang zum Gästeblock und versuchten auf den Busparkplatz zu gelangen, allerdings wurde uns dies wegen zu geringer Größe des Busses verweigert. Bus ist Bus, oder? Egal. 10 Meter weiter ins Halteverbot gestellt und ab ins Stadion. Doch nun hinderte uns die ach so sichere Kontrolle der Erfurter Ordner am Betreten des Stadions. Drei Kontrollen. Man kann es echt übertreiben. Erst muss man seine Karte zeigen, 100 m weiter wird man abgetastet und sogar der Schal wird abgetastet, ob was darin ist, und dann muss man am Eingang zum Block noch mal seine Karte abscannen lassen. So kamen wir erst nach dem Anpfiff ins Stadion. Just als wir in den Block wollten, der schon total überfüllt war, obwohl noch einige 100 Leute draußen standen, fiel das 1:0 für die Eintracht durch Arie van Lent. Der Block war am toben. Die Eintracht spielte richtig guten Fussball und so stand es durch Tore von Cha und Meier nach ner guten halben Stunde 3:0 für uns. Was war bloß los mit dieser Mannschaft. Da gewinnt man bis zum 28. Spieltag gerade mal 2 Auswärtsspiele und ist dank der Heimstärke noch an den Aufstiegsplätzen dran. Und jetzt wo es um die Wurst geht, schlägt man die heimstarken Erzgebirgler mit 5:0 und führt dann nach ner halben Stunde mit 3:0 gegen die abstiegsgefährdeten Erfurter. Obwohl man mit solchen Vereinen normalerweise seine Probleme hat (siehe Karlsruhe, Dresden, Ahlen etc.) Naja nehmen wir es mal so hin und genießen es. Die zweite Hälfte wurde mit feiern rumgebracht, denn auf dem Platz passierte nicht mehr viel. Nachdem Spiel ging es dann schnurstracks zum Bus um den Sieg mit ein paar Bierchen zu betrinken. Die Rückfahrt übernahm Steebo ?.
Einige Zeit später wurde dann der obligatorische BK-Besuch vollzogen. Dort wurde erstmal Du Ri Cha besungen und danach Goofy genervt. (Goofy war die Bedienung hinter der Theke, der eigentlich Gofy hieß, aber alles sehr locker aufnahm). Kurz nach unserer Ankunft kam ein Bus Frankfurter an, und schon tanzte der ganze Burger King. Echt geil.
Der Rest der Rückfahrt verlief eigentlich ereignislos. Man träumte schon von Spiele gegen Bayern oder Hamburg. Naja wenn wir die Duisburger daheim schlagen sollten, würde es gar nicht so schlecht aussehen mit dem Aufstieg. Wollen wir es mal hoffen.

Gez. Teddy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.