16. Spieltag: Hoppenheim – Eintracht Frankfurt

Samstag 12.12.09
TSG 1899 Hopp€nh€im – Eintracht Frankfurt
Zuschauer: 30000
Endstand: 1-1

 


Da kommt man morgens mit dickem Kopf um kurz vor 11 Uhr an den A´burger ROB und wird bereits von einigen wartenden CAB´s begrüßt. Mitunter Bengalisch, der sich beim Obsthändler gegenüber mit reichlich Bananen und Karotten versorgt hatte. Also erstmal ne Banane geschlemmt. Dieses bizarre Bild muss eine Vorgeschichte haben. Richtig!

Am Vorabend war nämlich die CAB-Weihnachtsfeier, wo die letzten (inkl. mir) um 05:30 Uhr aus dem Winners gefallen sind. Eine absolut gelungene Veranstaltung lag hinter uns. Jeder der nicht da war, hat leider was verpasst. Tja, Pech gehabt. Gutes Essen, leckere Getränke, lustige Wichtelgeschenke, ein spannendes Dartturnier (mit zwei Siegern – einem richtigen (Stengel) und einem Sieger der Herzen (Flori)) und generell gute Stimmung sorgten für einen kurzweiligen Abend. Hier noch mal ein riesengroßes Dankeschön an Vanessa, ohne deren Einsatz die Veranstaltung so nicht hätte stattfinden können.

So standen wir also am ROB und warteten auf unser Gefährt, dass uns in ein für uns alle neues Stadion bringen sollte. Nämlich in die SAP-Arena nach Sinsheim, wo die allseits beliebte TSG „1899“ Hoffenheim ihre BuLi-Spiele austrägt.

Kurz nach 11 kam dann Herbert, unser neuer Busfahrer (wir mussten ja leider nach der LEV-Fahrt das Unternehmen wechseln), vorgefahren und wir enterten samt Reisegepäck den Bus.

Diesmal saßen alle, die sonst im hinteren Teil des Busses sitzen, in den ersten Reihen des Busses. Dies hatte nicht den Hintergrund, um besser auf die Meute aufpassen zu können, sondern um sich besser um das heutige Motto zu kümmern. Es wurde nämlich im Vorfeld dazu aufgerufen, dass jeder eine CD mitbringen sollte, die als Jugendsünde noch irgendwo im Regal oder Keller rumflog. Hier mussten wir allerdings leider der vorabendlichen Weihnachtsfeier Tribut zollen, denn ein Großteil der Mitfahrer hat schlichtweg ihr Mitbringsel vergessen. Es waren trotzdem ein paar Klassiker am Start, die dann auch nach und nach gespielt wurden.
Ich denke mal der Weihnachtsfeier war es zu verdanken, dass es nicht soooo abging wie sonst. Nichts desto trotz, war es eine angenehme Fahrt mit angenehmen Leuten.

Auf dem ersten Rast machte Bengalisch das, was er eigentlich immer macht: er räumt den Spielautomaten leer. Echt unglaublich diese Serie!

Um 13.20 Uhr erreichten wir überüberpünktlich das mitten im Nichts direkt an der Autobahn gelegene Stadion, sorry Arena!

Bei bitterer Kälte wurde vorm Bus noch ein wenig Dummgebabbel betrieben (Bronco schaffte es genau zum richtigen Zeitpunkt an den Bus: Whity kam grad mit nem Schnitzel raus…), ehe es mich mit dem Banner ins Stadion zog um einen geeigneten Platz zu finden. Dieser wurde dann auch über einem Blockeingang gefunden und der Lappen wurde mit Kathrins Hilfe aufgehängt. Danach sorgte unsere Tape-Rolle auch für guten Halt der Ultra-Banner, die mal wieder kein Klebematerial dabei hatten. Aber man hilft ja gerne. Und dieses Mal hab ich die Rolle auch zurück bekommen!

Nun konnte man sich mal etwas umsehen. Das Stadion an sich ist nicht schlecht. Dessen Inhalt allerdings an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Wie Roboter macht das Publikum hier alles mit, was ihnen der Kasper auf dem Rasen und der Stadionregisseur vorkauen, bzw. einspielen. Echt schrecklich. Hauptsache mal das Badenlied gesungen (sogar der Text musste eingeblendet werden), in dem jede noch so unbedeutende Stadt des Badenlandes erwähnt wird, über Sinsheim oder gar Hoffenheim kommt – oh Wunder – nichts drin vor. Die Vereinshymne, welche direkt im Anschluss eingespielt wird, ist der größte Witz. Normalerweise hätten tausende Leute gleichzeitig in die Arena kotzen müssen. Und dieses Maskottchen „Hoffi“ – meine Fresse ist das peinlich! Der Gästeanhang machte dies dem Heimpublikum auch ein ums andere Mal deutlich, was man von Ihnen hielt – nämlich rein gar nichts!

Auch der „liebe Spender“ des Stadions und sonstiger Milliönchen wurde während des ganzen Spiels desöfteren „besungen“. Das Pfeifkonzert des restlichen Opernpublikums als Reaktion hierauf war jeweils das einzige, was man während des Spiels von den hörte (ach stimmt ja, einen Wechselgesang, haben die Pappnasen ja auch noch versucht – ging aber dank unserer netten Antwort wohl etwas in die Hose)

Zum Einlaufen wurden mittels T-Shirts auf denen jeweils ein Buchstabe stand dem Herrn Milliardär mitgeteilt was man von ihm hielt! Desweiteren waren etliche Schwenker und DH´s zu bewundern, da nämlich alle Fanutensilien erlaubt waren. Das wohl einzig positive was man von diesem Modell (Fussballverein kann ich das nicht nennen) am heutigen Tage nennen kann.

Zum Spiel:

Da Franz gesperrt war, bekam Sebastian Jung endlich mal seine Chance auf der rechten Abwehrseite, da Patrick Ochs weiterhin im rechten Mittelfeld blieb. Eins vorweg: Unsere Nummer 24 nutzte seine Chance mehr als eindrucksvoll! Auf der linken Abwehrseite kam kurzfristig Benny Köhler zum Einsatz, da sich Spycher beim Aufwärmen verletzte. Auch hier nehm ich vorweg, dass wenn Herr Köhler schon auf dem Platz stehen muss, dann bitte auf dieser Position. Auf jeden Fall zehnmal besser als unser schlafmütziger Schweizer.

Auch Selim Teber bekam wieder mal nen Platz in der Startelf. Er spielte anstelle von Bajramovic. Hier nehme ich ebenfalls vorweg, dass er seine schlechten Eindrücke in seinen bisherigen Spielen geradewegs bestätigte.

Das Spiel begann sehr offen und ich hatte von Beginn an ein gutes Gefühl für heute.

Dieses Gefühl wurde allerdings nach knapp 10 Minuten wieder etwas getrübt, da der wehrte Herr Perl (seines Zeichens Schiedsrichter am heutigen Tage) es sich nicht nehmen ließ einen sehr zweifelhaften Elfmeter für Hoffe zu pfeifen. Ibisevic wollte schießen und traf beim ausholen Teber, der hinter ihm stand. Dabei fiel er um. Super! Salihovic verwandelte leider unhaltbar und so gingen die Trottel in Führung.

Man hoffte jetzt, das es nicht so laufen würde wie in den Spielen gegen LEV und Bayern vor ein paar Wochen in denen nach ner halben Stunde (bzw.10 Minuten) bereits der Drops gelutscht war. Allerdings spielte die Eintracht überraschend stark auf. Lediglich der letzte Pass, bzw. der Abschluss kam selten zu Stande.

Das Bild änderte sich auch in Hälfte zwei nicht. Hoffenheim hatte zwar auch ein paar Konterchancen, aber das Spiel machte die Eintracht. Dies merkte auch der Gästeanhang, der lautstark seine Mannen nach Vorne peitschte. In der 61. Minute war es Schwegler, der sich ein Herz nahm und aus 25 Metern abzog, Der Ball wurde leicht abgefälscht und fiel unhaltbar ins lange Eck! Selten so einen ekstatischen Torjubel erlebt.

Jetzt sollte auch noch gewonnen werden. Leider verletzte sich der in den letzten Wochen aufgeblühte Korkmaz und wurde durch Tietsch Rivero ersetzt, der zu seinem BuLi-Debut kam. Dieser junge Bursche hatte dann auch den Sieg auf dem Fuß, doch leider versagten ihm die Nerven. Aber es sei Ihm verziehen. Am Ende muss festgestellt werden, dass man auch bei einem Unentschieden gut gelaunt die Spielstätte verlässt, wenn man so eine Leistung der Mannschaft geboten bekommt.

Demzufolge wurde die Mannschaft und sehr zur Freude vieler Fans auch Christoph Preuss nach dem Spiel gefeiert. Unsere Nummer 20 kam nach 2 Jahren Verletzungspause zu seinen ersten zwei Minuten Spielzeit. Freut mich wirklich für Ihn.

Wie gesagt, auf diese Leistung lässt sich aufbauen. Und wenn wir nächste Woche die angeschlagenen VW`ler besiegen sollten, haben wir ne bombastische Hinrunde hingelegt. Aber auch wenn nicht, kann man mehr als zufrieden sein!

Nach dem man genug gefeiert hatte zog einen die Eiseskälte schnellen Schrittes an den Bus um sich aufzuwärmen. Doch Pustekuchen! Der Bus sprang nicht mehr an! Klasse!

Allerdings haben wir ja einen gelernten Busmechaniker in unseren Reihen. Und Dank Herrn Aulbach konnte dann auch irgendwann die Heimreise angetreten werden.

Diese verlief um einiges emotionsreicher als die Hinfahrt. Um 20.30 Uhr erreichten wir wieder A´burg, wo eine schöne Auswärtsfahrt ihr Ende nahm.

 

Auf weitere schöne Awayfahrten in der Rückrunde.

Teddy

 

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