11. Spieltag: Werder Bremen – Eintracht Frankfurt

Samstag, 01.11.2003

Werder Bremen – Eintracht Frankfurt

Endstand: 3 – 1

Zuschauer: 34619


 

Nachdem ich mit 1860 München, mein erstes Ligaspiel seit knapp zwei Jahren verpasst hatte, wollte ich mir die Partie in Bremen nicht entgehen lassen, und ließ dafür die Schule sausen. Die Fahrt sollte wieder mit einem 9er bewältigt werden, doch leider hatte die Kneipe ihr Busjen immer noch nicht reparieren lassen, so dass wir uns einen Bus mieten mussten. Wir bedienten uns hierbei wieder bei der Autovermietung Beifuss in Damm, die uns das Gefährt für 200 Euro für das ganze Wochenende vermietete. Nach langem Hin und Her entschieden wir uns für eine Abfahrtszeit von 4 Uhr in Mömlingen, da die Höchster Besatzung noch unbedingt auf den Freimarkt (das drittgrösste Volksfest Deutschlands) wollte.
Um ca. 5 Uhr kamen sie bei mir an, wo ich das Lenkrad übernahm. An Bord befanden sich außer Steeb und mir noch Chaot, Dummbach und die Höchster Crew. Im Heck des Busses wurde viel gesungen und Scheiße gemacht, vor allem mit dem Megaphon, dass auch schon mal zur Polizeisirene umfunktioniert wurde, und so die Straße freigemacht wurde. Um 10 Uhr kamen wir in Bremen am Stadion an, wo ich erstmal eine Handbremsaktion vom Feinsten hinlegte. Nachdem wir eine Weile auf dem Parkplatz verbracht hatten, entschieden wir uns eine Kneipe zu suchen, wo man gemütlich ein Bier trinken kann, aber auch was essen kann. Drei der Höchster fuhren derweil mit der S-Bahn in die Innenstadt, um auf den Freimarkt zu gehen. Wir fuhren durch ganz Bremen, fanden aber keine einzige Kneipe, in der man Essen und Trinken konnte. Nach ca. einstündiger Suche und wieder viel Megaphonmistgebaue parkten wir an einem Platz mit einigen Bierkneipen und einer Dönerbude. Dort wurde sich erstmal gestärkt. Der Rest war derweil in eine Bremer Kneipe reinspaziert und freundeten sich gleich mit den Grün-Weißen an. Auch die drei anderen waren wieder vor Ort, denn der Freimarkt hatte noch zu. Hauptsache um 4 Uhr losgefahren. Wieder eine Erfahrung, die man mal machen musste. Steeb und ich wollten dann ans Stadion und fragten die anderen, ob sie mitwollten. Aber außer Vei und einem der Höchster, dessen Name ich vergessne habe, wollte keiner mit, und so fuhren wir zu viert ans Stadion, wo wir einen super Parkplatz an der Straße direkt hinter dem Gästeblock fanden. Der Eingang war noch verschlossen, und so warteten wir noch ca. eine Viertelstunde, bis wir hineindurften. Wir gaben den anderen beiden die Doppelhalter mit und gingen mit der Schwenkfahne (ja in Bremen war mal wieder alles erlaubt) in den Oberrang, da wir Sitzplatz hatten. Dort bauten wir die Fahne zusammen und schwenkten einmal und legten sie dann hin. Kurz darauf kam ein Ordner und erklärte uns, dass wir die Fahne im Oberrang nicht benutzen dürften, sondern nur unten im Stehbereich. Also bauten wir die Fahne wieder auseinander und verbrachten sie nach unten zu den anderen, die sie dann dem Aulbach geben sollten. Wir gingen dann wieder nach oben und warteten auf den Anpfiff.
Zum Intro wurde eine Überziehfolie vom Oberrang über den Unterrang gezogen, auf der irgendein Krieger zu sehen war, der eine Eintrachtfahne in der Hand hielt, darüber stand: „Auf in die Unbesiegbarkeit“. Ziemlich ironisch. Die ersten zehn Minuten war der Support mal wieder weltklasse. Als aber nach 20 Minuten die Bremer bereits mit 2:0 führten, war die Stimmung am Boden. Nachdem uns die Bremer förmlich an die Wand spielten, begannen die ersten Gesänge wie „wir woll´n euch kämpfen seh´n“, oder „so ne Scheiße ham wir nicht verdient“. In der zweiten Halbzeit dachte jeder, der Trainer würde noch einen zweiten Stürmer bringen, doch was machte unser Taktiktalent, er wechselte Stürmer für Stürmer. Ergebnis halten war angesagt. Toll. Martin hatte sich mittlerweile zurückgezogen, und so war null Stimmung im Block. Auf dem Platz das gleiche Bild, wie in der ersten Halbzeit. Plötzlich stand es 2:1! Wie aus dem berühmten Nichts fiel der Anschlusstreffer. Aber anders wie dieser Treffer gefallen war, konnter er auch nicht fallen. Denn Andreas Reinke haute sich eine Chrisflanke selber in den Kasten. Von nun an spielte die Mannschaft auch besser und im Block war auch wieder mehr los. Kurz darauf lief Cha allein aufs Tor zu aber vergab kläglich. Wenn zu diesem Zeitpunkt das 2:2 fällt, kann alles passieren. Aber es kommt halt immer alles anders. Durch einen dummen abgefälschten Schuss gingen die Bremer dann 3:1 in Führung, was auch die Entscheidung bedeutete, denn die Eintracht machte von nun an gar nichts mehr.
Nach dem Abpfiff schallten ein paar wenige „Reimann raus-Rufe“ aus dem Block, die aber sofort von Pro-Reimann-Rufen übertönt wurden.
Nach einer kurzen Blocksperre gingen wir vor den Block, wo wir die anderen trafen, welche die komplette zweite Halbzeit am Bierstand verbracht hatten. Wir warteten dann noch ein wenig und gingen dann aus dem Stadion, wo wir uns noch eine Weile aufhielten. Gerrit zeigte singend noch jedem seinen kleinen Gerrit, bevor wir dann an den Bus gingen, an dem wir schon von Torben und Pit, die das Spiel in der Bremer Kneipe verfolgten, erwartet wurden.
Wir entschieden uns wie immer erst ein Stück zu fahren, und dann an einem Mc oder Burger King Rast zu machen. Allerdings schliefen bis auf Steeb alle sofort ein, und so entschieden wir uns soweit zu fahren, wie möglich, solange der Pöbel im Heck des Busses schlief. Wir fuhren an 8 oder 9 Autohöfen vorbei, ehe der erste erwachte. So langsam waren alle wieder wach und begannen auch bald zu quengeln, dass sie Hunger hätten. Wir sagten, dass wir am nächsten Autohof halten würden. Allerdings kam und kam kein Autohof. Wir fuhren ca. noch 150 km ehe wir in Siegen fündig wurden. Am Mc Donalds angekommen, kam erstmal wieder das Megaphon zum Einsatz. Im Mc wurde sich erst mal richtig gestärkt und dann mit allem möglichem umhergeworfen.
Dann ging es vollgetankt und mit Steeb am Steuer gen Heimat, die wir um 23.15 Uhr erreichten.
Wäre ich doch nur in die Schule gegangen.

Gez. Teddy

 

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