10. Spieltag: FC Bayern – Eintracht Frankfurt

Freitag 23.10.09
1860 München II – SC Pfullendorf
Zuschauer:2500
Endstand: 1-1

FC Bayern Müchen – Eintracht Frankfurt
Zuschauer: 69000 (ausverkauft)
Endstand: 2-1

 


Da das Spiel der Eintracht U23 bei 1860 II wieder mal auf den gleichen Tag gelegt wurde, an dem auch die Profis spielen, war der lang ersehnte Besuch des Grünwalderstadions wieder mal ad acta gelegt. Irgendwann entstand dann aber die Idee, beim Gastspiel der Profis in München dem Grünwalder seine Aufwartung zu machen, da einen Tag vorher dort die U23 der 60ger gegen den SC Pfullendorf spielen sollte.

Eine 9ner Besatzung konnte für diesen Trip begeistert werden, so dass sich an diesem Freitag der Bus um 14.00 Uhr Richtung Landeshauptstadt in Bewegung setzte. Mit an Bord waren Jonas, Maximilian, Florian, Julia, Tobias, Regina, Patrick, Matthias und ich. Eine Anreise Freitagsnachmittags über die A3 ist immer eine “gefährliche” Sache, wenn man pünktlich am Zielort sein will. Und es kam, wie es kommen musste. Bei Würzburg waren 16 km Stau. Also ab auf die A 81 und die Route über die Autobahnen 81, 6, 7 und 8 geändert, welche auch einigermaßen frei waren. Das es am Ende dann doch nicht zu einem pünktlichen Eintreffen reichen sollte, verdanken wir der Staatsmacht. Diese hatte nämlich nichts Besseres zu tun, als Flori auf einem kurzen Rast wegen Sachbeschädigung (ein Aufkleber auf einer sowieso schon völlig zugepappten Laterne) zu belangen. Aber Flori konnte „froh“ sein, dass dieses Vergehen nicht im Geltungsbereich der Staatsanwaltschaft Stuttgart passierte, denn da „hätte er es gefressen“ und wäre sofort „verknackt“ worden. Geil war auch die Aussage des Polizisten, dass Aufkleber verkleben genauso schlimm sei, wie Wildpinkeln. Ein gerade anwesender Wildpinkler wurde allerdings nur verwarnt – ja, ne is klar! Generell waren das zwei sehr arrogante Pisser, die mal wieder den Großen markierten. Aber das kennen wir ja…

Jetzt hatten wir wenigstens für die restlichen Kilometer genug Gesprächsstoff. Und eigentlich war an allem sowieso nur Alkfred Schuld, da er seine Blase wieder mal nicht im Griff hatte… Da wir auch noch mal im Münchner Stadtverkehr im Stop and Go standen, kamen wir letztendlich erst 30 Minuten nach Anpfiff am „Städtischen Stadion an der Grünwalderstr.“ an.

Jetzt kam aber das nächste Problem: Parkplatzsuche! Ist gar nicht so leicht in der Umgebung dieses mitten im Wohngebiet gelegenen Stadions einen geeigneten Stellplatz zu finden. Diesen hatten wir dann aber doch ca. 2km vom Stadion weg entdeckt und machten uns schnellen Schrittes auf zum Ground. Hier wurde dann Julia verabschiedet, die die zwei Tage bei ihrer Schwester verbrachte, die in München wohnt.

Zur 37. Minute enterten wir dann die Stehhalle und suchten uns ein Plätzchen am Rande der Tribüne. Die ersten Blicke durchs Stadion ließen unsere Augen erleuchten. Ein richtig geiles Oldschool Stadion. Man wie vermisse ich das mal wieder in solchen Teilen mit der Eintracht zu kicken. Bei dem ganzen Einheitsbrei von Arenen in der Bundesliga!

2500 Zuschauer waren zugegen. Für so einen Krumpelkick nicht schlecht! Und es lag bestimmt nicht am Gegner, dieser hatte ganze 5 Leutchen mitgebracht, wovon einer fleißig am Trommeln war! Ich bezweifle allerdings, dass die Amas der Blauen auf soviel Fanrückhalt zurückgreifen könnten, würden sie auf irgendeinem Rübenacker und nicht im alterwürdigen Grünwalder spielen. Für die stattliche Anzahl Leute und der guten Akustik der Tribüne war die Stimmung aber eher mies. Viel Abwechslung war im Support auch nicht zu vernehmen. Ich sag nur: „Ha Ho Höre – 60 Amateure“ Einzig das Fahnenmeer, welches komplett 90 Minuten im Einsatz war, konnte sich sehen lassen!

Als wir das Stadion betraten, stand es bereits 1:0 für den Gast aus Pfullendorf. Die Blauen waren am bös am Drücken, was sich auch in der zweiten Hälfte nicht änderte. In der 51. Minute wurden sie dafür mit dem Ausgleich belohnt. Im Anschluss daran vergaben beide Mannschaften mehrmals die Führung, so dass es am Ende beim 1:1 blieb.

Mit dem Abpfiff verließen wir die Kultstätte und marschierten durch den mittlerweile eingesetzten Regen zu unserem Gefährt zurück. Die Adresse des Hotels ins Navi eingegeben und ab dafür. 10 Minuten später standen wir vor unserer Unterkunft. Schnell eingecheckt und frisch gemacht, ging es kurz darauf auf die Piste.

Mit dem Bus und dann per U-Bahn ging es zur Münchner Freiheit, wo sich eine Kneipe an die andere reihen sollte (hatte mir zumindest mein Arbeitskollege im Vorfeld mitgeteilt). Ganz so war es nicht, aber wir wurden fündig.

Erstmal hieß es, die knurrenden Mägen zu befriedigen. In einer Pizzeria fanden wir das passende Etablissement. Diese Pizzeria hatte aber was besonderes zu bieten: Mitten im Gastraum ist ein Kiosk untergebracht. Echt kultig – siehe hier: www.restaurant drugstore .de Andauernd latscht irgendeine Gestalt ins Restaurant und holt sich seine Kippen, Zeitung oder Schnaps.

Nachdem man gut gespeist und die ersten Bierchen intus hatte, zogen wir weiter. Wir kamen aber nur 5 Meter weit, denn in der nebenliegenden Bar „Rennbahn“ ließ man sich für die nächsten Stunden bei Dummgebabbel und vielen Getränken nieder. Zum Ende des Abends kam man auch noch mit anderen Gästen der Bar in Kontakt, welche alles 60ger waren. Einem Blauen (das „Blau“ passte nicht nur zum Verein 😉 ), der am nächsten Morgen zum Spiel seiner Löwen nach FFM fahren wollte, brachte man erstmal bei was er dort zu singen hatte. Beim innbrünstigen „Bornheim Schweine“ räumte er allerdings die halbe Theke ab, so dass er unfreiwillig mit uns die Bar verlassen musste 😉

Auf dem Weg zur U-Bahn noch nen Döner eingeschmissen, ehe Flori die Begegnung des Abends hatte. Matthias erkannte im U-Bahnhof den „Benimm-Lehrer“ von Pro 7 (SAM, TAFF) den er auch gleich ansprach. Flori hatte den Kerl im Fernsehen zwar noch nie gesehen, war aber so begeistert, dass er ihn sich gleich schnappte um mit ihm ein Foto zu machen.

Bei zwei rumstreunernden Alkomat-Damen wurde dann noch der Promillewert erblasen (stimmt eh nicht die Scheiße…), ehe es mit der letzten U-Bahn zurück zum Ostbahnhof ging, von wo aus wir mit dem Taxi zu unserem Hotel zurückfuhren. Am Hotel angekommen zog es aber nur Regina, Tobi und Jonas ins Bett. Für den Rest sollte die Nacht noch nicht vorüber sein. Mr. „Ich krieg den Hals nicht voll genug“ Steebo hatte die glorreiche Idee noch mal irgendwo ein Bierchen trinken zu gehen. Und so fuhren wir zu fünft noch mal in einen megagroßen Disopark auf einem alten Firmengelände. Hier gab es zig Clubs, Bars, Discos usw. Wir fanden ein passendes Ambiente um die Nacht und uns abzusch(l)ießen.

Um kurz nach 5 war dann Feierabend und wir fuhren mit dem Taxi endgültig ins Hotel. Flori wurde mit dem bereitgestellten Gepäckwagen ins Zimmer gebracht ehe man sich selbst lang legte und für ganze 3,5 Stunden die Augen schloss. Denn um 9 Uhr hieß es bereits wieder aufstehen, da man sich vorgenommen hatte, wenn man schon mal in München ist, ein zünftiges Weißwurstfrühstück zu sich zu nehmen.

Um 09.45 Uhr waren alle pünktlich in der Hotellobby und wir konnten losdüsen. Konnten wir allerdings doch nicht, da sich irgendein Lustmolch in der Nacht an unserem Bus rumgetrieben hatte und uns den kompletten Saft aus der Batterie geklaut hatte. Woran es jetzt wirklich gelegen hatte, dass die Büchse komplett leer war, wissen wir auch nicht. Jedenfalls sprang die Kiste nicht mehr an. Da man über eine Stunde auf den gelben Engel warten musste, war das Weißwurstfrühstück gestorben, denn wir kamen erst um Zwölf in der Innenstadt an, wo man erstmal wieder auf Parkplatzsuche musste. Wir fanden dann ein Parkhaus, in dem wir unser Gefährt abstellten. Ist schon ein geiles Gefühl, durch so ein Parkhaus zu fahren, wenn die Decke keine 5 cm über dem Busdach ist. Im Pizza Hut wurde dann „gefrühstückt“.

Danach stand der eigentliche Grund unseres Erscheinens in München auf dem Programm: Die Eintracht.

Um 13.30 Uhr erreichten wir den Busparkplatz, wo man für schlappe 15 Euro seinen fahrbaren Untersatz abstellen darf. Wir gingen dann gleich ins Stadion, um den Lappen aufzuhängen. Auf dem Weg dorthin traf man noch Vroni und Erwin von den VK, mit denen wir noch einen kurzen Plausch hielten – seit gegrüßt! Vorm Block traf man dann noch auf die Reisegruppe (ein Auto) von JMFJ.

Beim Aufstieg zum Gästeblock bekommt man in München immer so ein „scheiß“ Gefühl. Ich weiß auch nicht, irgendwie macht es dort nie Spaß. Dies hat mehrere Gründe:

•  Treppe ist viel zu steil und lang 😉

•  Man verliert fast immer

•  Sauviele Fanclubs, die sonst nie auswärts unterwegs sind, machen zu diesem Spiel nen Bus – fast nur Flachpfeifen im Block, die teilweise noch nicht mal die Lieder können

•  Dadurch bedingt auch viele Bayern-Hampel im Gästebereich, da die o.g. Fanclubs ihre Busse nicht vollbekommen und jeden Dummdapp mitnehmen

•  Man hat fanmäßig keinen Gegner gegenüber, denn was hier abgeht ist an Lächerlichkeit kaum noch zu überbieten

•  Man darf nichts zu Essen und zu Trinken mit in den Block nehmen

•  Polizei und Ordner sind hier immer sehr „freundlich“

 

All das traf auch heute wieder zu! Echt zum kotzen!

Das Spiel allerdings setzte diesem Tag die Krone auf! Also was da auf dem Platz von den Bayern geboten wurde, war schon eine Frechheit. Die haben ja wirklich nichts zustande gebracht. Schon nach ein paar Minuten waren die Bayern-„Fans“ aufgebracht gegen ihre eigene Mannschaft. So und wer jetzt denkt, wir hätten das genutzt und würden mal was reißen in München, der hat sich getäuscht. Die Adlerträger haben es wirklich fertig gebracht, noch schlechter zu sein, als die Spieler des FCB. Unfassbar, was da von manchen Spielern für eine Leistung an den Tag gelegt wurde.

Auch wenn mich manche für mein „Meier-Bashing“ schon hassen, er war wieder mal einer der schlechetesten Akteure auf dem Platz. Er wurde heute aber getoppt! Selim Teber hat den Preis des „worst Player“ am heutigen Tag eindeutig gewonnen. Eine Fehlpassquote von 100% ist schon echt schwer zu erreichen. Viel schlimmer finde ich allerdings, dass diese Akteure (zu Meier und Teber zähle ich heute noch Bajramovic und Liberopoulus) ihren Rumpelfussball über 90 Minuten (gut Meier wurde 5 Minuten vor Schluss ausgewechselt) zeigen durften.

Aber ich höre jetzt auf mich darüber aufzuregen, hat eh keinen Sinn! Auch wenn wir den Treffer zum 2:1 erst in der 89. Minute gefangen haben, war diese Niederlage mehr als verdient. Das soll es gewesen sein, was ich von diesem Spiel schreibe, denn mittlerweile ist es Donnerstag und bei dem was gestern (28.10.09 – 0:4 gegen Bayern im Pokal) im Waldstadion abging dürfte klar sein, das sich meine Laune bezgl der Mannschaft/Trainer nicht wirklich gebessert hat!

Auf dem Rückweg sollten wir Julia in Garching am P&R Parkplatz abholen. Ich wusste, das dies die erste Ausfahrt auf der A9 nach der Arroganz Arena ist. Allerdings kam ich irgendwie nicht auf die A9, sondern auf diesen komischen Autobahnring und dadurch bedingt erst einige Kilometer weiter nördlich auf die A9. Im ganzen dürften es 50 km gewesen sein, die wir dadurch doppelt fahren mussten. Zu allem Überfluss war nun auch noch die A9 dicht, so dass wir in Dachau erstmal gemütlich in nem Waldlokal was essen gingen.

Danach war die Autobahn frei und um 23.00 Uhr erreichten wir wieder heimische Gefilde. Wenn man die Freitagabendgestaltung mal außen vorlässt, ein Wochenende für den Müll!

In diesem Sinne bis zur nächsten Niederlage in LEV!

Teddy

 

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