1. Runde DFB Pokal: OFX – Eintracht Frankfurt

Sonntag 02.08.09
1. Runde DFB-Pokal
Kackers Oxxenbach – Eintracht Frankfurt
Zuschauer: 24000 (ausverkauft)
E
ndstand: 0-3

 


Wir schreiben den 27.06.09, ich und weiter CAB´s befinden sich in Bamberg und fröhnen dem Gerstensaft während wir den Junggesellenabschied von Andi feiern! Abends ist die Auslosung der 1. Runde im diesjährigen DFB-Pokal. Schon tagsüber diskutierten wir, welchen Gegner wir gerne hätten. Es schwebten einige Namen durch den Raum, wie z.B. Sonnenhof-Großaspach, Kickers Emden, Windeck oder Preußen Münster. Am liebsten natürlich irgendein Gegner, bei dem man seine Aufwartung noch nicht gemacht hatte. Aber die größte Angst war ganz klar: „Hoffentlich nicht wieder Erfurt!“

Als dann irgendwann abends das Handy Sturm klingelte und man die Nachricht bekam, wer denn nun der Gegner ist, war klar: Erfurt ist es nicht, dafür ein anderer Gegner, den man in den letzten Jahren bereits zweimal gezogen hatte: Die Affen von der annern Mainseite sollten mal wieder gezeigt bekommen, wer denn die Nummer 1 in der Gegend ist!

Für viele CABler war es ein Hammerlos. Ich persönlich war von Anfang an nicht so begeistert. Die Luft ist einfach raus, nach 2 Derbys in den letzten Jahren!

Aber man nimmts ja wie es kommt – man kann es eh nicht ändern!

Die darauf folgenden Tage/Wochen standen natürlich unter dem Motto Kartenbeschaffung.

Neben unseren 14 Away-DK´s bekamen wir nach langem Hin und Her und über diverse Umwege 16 weitere Karten, so dass der Stamm der Mitfahrer auf jeden Fall mit Karten eingedeckt war. Das nächste Problem war nun die Anreise. Die UF gab frühzeitig bekannt, dass von FFM aus zum Müllberg gelaufen werden sollte und dass am besten mit einem weißen Shirt, um ein einheitliches Bild abzugeben! Über unseren T-Shirt-Guru Mr. Wilz wurden kurzfristig noch weißte CAB-Shirts angefertigt, aber auch die Ultras boten für nen schlappen Fünfer sehr schöne „Frankfurt-Unterhemden“ an.

Als das Derby endlich näher rückte, stieg auch bei mir die Vorfreude auf dieses Spiel, bzw. diesen verhassten Gegner! Mittlerweile waren alle Leute für Anreise nach Oxxenbach irgendwo untergebracht. Es wurde auf verschiedensten Wegen und zu verschiedensten Zeiten angereist. Ich kann jetzt nur von mir aus erzählen, und ich fuhr mit Tobi, Regina und Flori bereits um 10.00 Uhr nach FFM zum Treffpunkt für den Abmarsch per Pedes!

Dieser war im sogenannten Rudererdorf in Frankfurt/Oberrad direkt am Main. Hier gab es auch mehrere Gaststätten und Biergärten, so dass sich die Zeit bei ein paar Bierchen/Äppler und mit viel Dummgebabbel vertrieben werden konnte. So nach und nach trafen immer mehr Leute ein, darunter auch CABler, wie Aulbach, Pit und drei Mann der Sektion Niedernberg.

Um 12.45 Uhr war dann Startschuss. Ca. 2000 Mann, wovon 98 % in weiß gekleidet waren, bildeten einen imposanten Mob, der sich unter Gesängen und mehreren Böllern in Bewegung setzte. Natürlich alles unter dem wachsamen Auge der Staatsdiener, die in großer Anzahl vertreten waren, um den Marsch zu begleiten, bzw. die Route, so wie das Tempo vorzugeben!

Die ersten Meter ging es über eine große Hauptstraße, mitten durch den zum erliegen gebrachten Verkehr. Den Insassen der Autos, die nun wartend auf der Straße standen, war teilweise schon ein ungutes Gefühl anzusehen.
Am Ende dieser Straße stieß eine weitere Autobesatzung von uns hinzu (Mathias, Walter, Fassy, Bielefeld-Kai und Hafner wurden von Issi nach OF chauffiert)

Wie schon erwähnt, war es schon ein geiles Gefühl, mit so vielen Leuten laut singend durch die Gegend zu spazieren. Aus zig Fenstern und auf vielen Balkonen standen die Anwohner und schauten verdutzt, was da durch ihre Straße zog!

Nach ca. einer Stunde Marsch, kam es dann zu Querelen mit der Staatsmacht, der die Böllerwerferei nun zu viel wurde, da nach mehrmaligen Auffordern dies zu unterlassen, es immer weiter knallte. Vorne flogen Schlagstöcke in die Menge und die ersten Reihen durften mal etwas von dem „leckeren“ Pfefferspray probieren. Dies führte zwangsläufig zu einem Rückzug der ersten Reihe, was beinahe eine Panik ausgelöst hätte, da beim Rückzug viele Leute zu Fall kamen und überrannt wurden!

Nebenbei: Böller haben für mich beim Fussball genauso wenig zu suchen wie Leuchtraketen! Sie sind einfach nur saugefährlich und bringen rein gar nichts!

Irgendwann hatte sich die Lage wieder beruhigt und der Lauf konnte fortgesetzt werden.

Da die Polizei die eigentlich geplante Route von 4 km änderte, und uns knapp 8 km durch die Landschaft scheuchte, zog sich der Marsch extrem in die Länge. Um kurz vor 16 Uhr kamen wir dann endlich im Wald hinter dem Gästeblock an.

Um zu verhindern, dass wie bei den letzten beiden Derbys die Gästetribüne gestürmt wird, war vor dem Eingang der Gang mit Containern und Bauzäunen gesichert und die Leute wurden immer nur stoßweise zu den Kontrollen gelassen. Dies führte dazu, dass wir noch ne knappe Stunde im Wald standen, ehe wir endlich im Stadion waren.

Im Block fanden sich dann viele von uns und stellten sich zusammen. Jetzt waren auch die letzten zwei Autobesatzungen rund um Meister Steebo (Heini, Olaf, Steffi, Stengel, Alfred, Sektion Nürnberg), sowie Inken und Lars am Start.

Bis zum Anpfiff war irgendwie kaum Hassstimmung zu spüren. Man wurde von schrecklichen Liedern und miserabler Werbung zugeblubbert, ehe endlich die Mannschaften aufliefen. Zum Intro war auf beiden Seiten für ein Derby wenig zu sehen:

Die Oxxen zeigten lediglich ein Spruchband (bei dem sie noch zu blöd waren, dies richtig runterzulassen), auf dem grandios zu lesen war: „BESIEGT SIE! – COME ON KICKERS!“ Sehr lächerlich!

Auf unserer Seite war ja bekanntlich wiedermal nichts erlaubt. Neben ein paar Schwenkern wurde passend zu den weißen Shirts (ich schätze mal der Gästeanhang war zu 90% in weiß erschienen) schwarze Plastikschals gezeigt. Sah für die Verhältnisse schon recht ordentlich aus. Was allerdings bei weitem nicht ordentlich war, war der Support von unserer Seite. Ich weiß ja nicht, was manche Leute sich denken, wenn sie sich bei einem Hassderby in den Gästeblock stellen, aber gerade heute, hätte man sein Maul schon mal aufbekommen können. Echt erbärmlich wie wenig Leute sich am Gepöbel, bzw. Gesang beteiligten!

Support von den Affen war aber auch nicht das Gelbe vom Ei. Das Dach konnten Sie wie gewohnt bei weitem nicht ausnutzen. Und vor allem was von ihnen so angestimmt wurde, war schon recht lächerlich. Oft genau das, was der Gästeblock gerade gesungen hatte, halt auf den OFX umgemünzt – peinlich!

Kommen wir mal zu dem Geschehen auf dem Platz:

Ich war ja eigentlich von der Verpflichtung Skibbes überzeugt. Auch die Eindrücke des Trainingslagers stimmten mich positiv. Doch die Entscheidung, Amanatidis vom Amt des Kapitäns zu entbinden, und Spycher zum Captain zu machen, ist für mich nicht nachvollziehbar. Auch die Gründe, die er gebracht hat, sind mehr als lächerlich! Wenn er unbedingt einen Abwehrspieler als Kapitän haben will, soll er gefälligst nicht Spycher nehmen, der 90 Minuten damit beschäftigt ist, nicht einzuschlafen!

Desweiteren bin ich frustiert, dass nach den großen Worten zum Amtanstritt Skibbes jetzt doch wieder auf die Variante mit einem Stürmer umgeschwenkt wurde. Einen Meier als hängende Spitze lass ich nicht zählen. Zwar ist Meier im Sturm besser aufgehoben als im Mittelfeld, trotzdem hat er für mich erstens nichts auf dem Feld verloren und zweitens ist er als hängende Spitze dann doch immer woanders nur nicht im Sturmzentrum um als Anspielpartner für Ama zu dienen. Mit Meier könnte ich ja noch leben, aber das der absolute Antifussballer Köhler auch unter Skibbe wieder in der Startelf steht, ist der größte Hohn. Was dieser kleine Bushido am heutigen Tag ablieferte, war wieder mal unter aller Sau!

Aber gerade in der ersten Hälfte, war außer Vasoski (freut mich sehr für ihn, dass er wieder dabei ist), Neuzugang Schwegler und mit Abstrichen Caio (@Stadionsprecher: der Mann spricht sich KAJO und nicht TSCHAU, du Depp!) jeder Eintrachtspieler nicht auf der Höhe!

Wir konnten froh sein, mit einem 0:0 in die Pause zu gehen. Auch anfangs der zweiten Hälfte wurden wir teilweise von den Kackers vorgeführt. Wenigstens erkannte Skibbe, dass Teber (neben Köhler der schlechteste Mann auf dem Platz) total von der Rolle war und wechselte ihn für Chris aus. In der 70. Minute war dann das Zittern endlich vorüber und der Gästeanhang konnte ausrasten! Schwegler hatte nach genialer Caio-Flanke den Ball volley in die Maschen gekloppt!
Hätten die Oxxen jetzt „you only sing, when you winning“ angestimmt, hätten man ihnen zustimmen müssen. Denn nun erwachten die ganzen Schnarchnasen im Gästesektor und sangen mal mit!
Da bei den roten Spielern nun die Kräfte schwanden, hatte die Eintracht leichtes Spiel und Caio und Meier konnten den Spielstand auf 3:0 erhöhen.

Kurz vor Ende der Partie wurde noch das Boys-Banner gezeigt, was dazu führte, dass ein 15-Mann-Kinder Mob sich im Heimbereich in Bewegung setzte! Sind bestimmt heim zu Ihrer Mutti zum flennen – Flachpfeifen!

Nachdem Spiel wurde wenigstens mal richtig der Sieg gefeiert. Die Spieler kamen vor den Block und jeder einzelne ging auch zum Abklatschen an den Zaun. Geile Aktion auch, dass die Spieler die UF-Unterhemden zum feiern anzogen, die ihnen beim Abschlusstraining übergeben wurden! Sogar Skibbe hatte eins an. Stellt auch mal F.F. mit nem Frankfurt-Unterhemd vor 😉

Der Abmarsch zum S-Bahnhof und die Fahrt nach FFM verliefen ruhig und nach weiteren 2 km Fußmarsch zum Auto und der 20minütigen Heimfahrt war der anstrengende Tag vorüber!

Im Großen und Ganzen muss ich sagen, hatte ich mit meiner Einschätzung im Vorfeld recht: Die Luft ist einfach raus bei diesem Spiel! Hoffentlich dauert es jetzt erstmal wieder 10 Jahre bis wir die Trottel aus dem Lostopf gezogen bekommen.

Jetzt gilts in der Liga die Leistung zu steigern und die positive Stimmung nach dem Derbysieg zu nutzen um nen guten Start in die neue Saison hinzulegen.

Achja, ich will in der nächsten Runde nach Augsburg. Das ist der einzige verbliebene Gegner, bei dem ich noch nicht war!

Euer Teddy

 

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