Sommertrainingslager 2013 Längenfeld/Tirol

20.07 – 24.07.2013

Sommertrainingslager in Längenfeld,Österreich
inkl. Testspiel gegen FC Kayserispor
inkl. Spielbesuch FC Wacker Innsbruck – Sturm Graz


Alle Jahre wieder treibts die Eintracht gen Östereich um sich in der Sommerpause für die kommende Saison vorzubereiten. So auch dieses Jahr!

Wie seit einigen Jahren üblich, wollten wir die Chance auch wieder nutzen, uns ein paar schöne Tage in der Alpenrepublik zu machen. Allerdings sollten die Planungen im Vorfeld schwieriger werden als gedacht. Es gab zwar einige Interessenten, aber dennoch war es nicht so einfach.

Die Eintracht absolvierte dieses Jahr zwei Trainingslager. Beim ersten Trainingslager startete eine 9ner Besatzung nur für eine Nacht gen St. Pölten um dort dem Testspiel gegen den hiesigen Erstligisten beizuwohnen. Leider sind die CABs, die am Start waren, zu faul, um einen Bericht zu verfassen. Wäre vielleicht für den ein oder anderen Neuanwärter gar nicht so gut, würde ein detailierter Bericht ans Tageslicht kommen. Ich sag nur, Integration sieht anders aus…..Die Eintracht gewann diesen Test übrigens knapp mit 3:2

Das zweite Trainingslager in Längenfeld/Tirol sollte das Ziel einer längeren Verweildauer sein. Mathias, Alfred und Kay sagten von Beginn an zu. Kay konnte allerdings erst ab Samstag 20.07., da er Freitags noch auf eine Hochzeit musste, wo er dummerweise auch noch Trauzeuge war, somit Absage unmöglich ;-). Steebo hatte zwar starkes Interesse, konnte aber nicht definitiv zusagen, da ihm der Urlaubsschein hierzu fehlte.
Unabhängig von Steebo´s Zusage buchte ich bereits eine Wohnung für 6 Personen, somit war noch Puffer da, falls Steebo doch mitkommen könnte.
Jonas, der derzeit in Liechtenstein ein Praktikum absolviert, sagte ebenfalls für Samstag/Sonntag sein kommen zu. Als Steebo dann endlich grünes Licht aus der Firma bekam, war die Wohnung voll und die endgültigen Planungen konnten beginnen.

Allerdings machte uns Steebo´s Firma erneut einen Strich durch die Rechnung, denn der Urlaub wurde wieder gestrichen. Er könne sich nur in der Woche davor Urlaub nehmen. Wer Steebo kennt, weiß, dass er immer eine Lösung findet. Auch dieses Mal! Zwar nicht ganz so wie erhofft, aber für alle Beteiligten immer noch annehmbar. Steebo nahm sich den Donnerstag und Freitag frei und wollte von Do-So nach Längenfeld reisen. Im Notfall alleine. Er fand mit Meister Richter und Uns Uwe allerdings noch zwei Mitstreiter, die ihn begleiten wollten. So starteten o.g. Trio bereits am Donnerstagvormittag gen Alpen um für uns Nachrücker schon mal die Gegebenheiten vor Ort abzuchecken 😉

Dank deren früher Anreise konnten Sie auch das am Freitag stattfindende Testspiel gegen Bursaspor in Schwaz anschauen, welches die Eintracht ebenfalls für sich entschied.

Unsere Reise sollte am Samstagfrüh um 06:30 Uhr in Dettingen beginnen. Mathias, Alfred und Kay kamen zu mir und so konnte die Tour im vollbepackten Auto (inkl. Rad auf dem Dach) starten. Allerdings war in NRW Ferienbeginn und wir benötigten bis Würzburg fast 2 Stunden. Ätzender Start! Ab der A7 ging es dann zügiger voran, leider sollten die letzten 120 km der Strecke dann über Landstraße gehen, was die Fahrdauer dann wieder enorm in die Länge zog.
Daher zogen wir es auch vor, erstmal gemütlich irgendwo in der österreichischen Pampa ein Schnitzel essen zu gehen und fanden das geilste Restaurant der gesamten Tour. Leider weiß ich den Ort nicht mehr, aber eine nette Dame empfahl uns den Seebua, welcher wie der Name schon sagt, direkt am äußerst idylischen See lag. Hier speisten wir dann preiswert und gut, ehe wir uns auf die letzten 50 km begaben, welche es nochmal in sich haben sollten. Ca. 10 km vor dem Ziel, ging es ein paar Serpentinen den Berg hinauf, als just in diesem Moment der Motor meiner Dreckskarre auf Notprogramm umschaltete und im Display „Motorstörung – Werkstatt!!“ aufleuchtete. Klasse! Also erstmal rechts ran.
Nach ein paar Minuten haben wir es erneut probiert und wir kamen zumindest über den Berg, ehe das Problem erneut aufkam und der Motor auf Notlauf umschaltete. Mit letzter Kraft zuckelten wir nach Längenfeld wo wir nach kurzer Suche auch das Haus fanden, in dem sich unsere gemietete Wohnung befand.

Mit der Wohnung hatten wir einen echten Glückstreffer gelandet! Leider funktionierte das W—Lan bis zum Ende der Reise nicht, aber darüber konnte man hinweg sehen! Für mich galt es jetzt nur noch, das scheiß Auto zu vergessen und sich dem gemütlichen Teil des Abends zu widmen. Kurz nach unserem Eintreffen, kamen die 4 anderen aus Ihrer Wohnung hergefahren und nach kurzer Lagebesprechung gingen wir zu 8 einkaufen. Ich wusste schon, warum ich nicht dafür war, mit allen einkaufen zu fahren. Absoult chaotisch, wenn 8 Kerle gleichzeitig durch die Gänge marschieren und die Einkaufswägen vollschmeißen!
Irgendwann war dieses Unterfangen dann aber auch geschafft und wir konnten zurück in unsere Wohnung, wo der Abend auf der Terasse gemütlich verbracht wurde.

Sonntagfrüh erstmal aufs Rad geschwungen und eine gute Stunde durchs Tal geradelt, ehe die Sonne über die Gipfel schaute und ich pünktlich zum Frühstück zurück bei den anderen war. Danach gings zum Training der SGE was eigentlich komplett verbabbelt wurde. Keine Ahnung was die Magier geübt haben.

Der restliche Sonntag sollte dann in Innsbruck verbracht werden. Geplant war eigentlich der Besuch des Alpenzoos und der Skisprungschanze ehe es zum 1. Saisonspiel des FC Wacker gehen sollte. Und das auch noch gegen Sturm Graz. Zuerst einmal galt zu klären, wie man die Fahrt antreten sollte, denn ich traute meinem Auto die ca. 80 km lange Strecke (einfach) nicht zu. Da Jonas ja auch mit dem Auto da war, war die Hinfahrt gen Innsbruck ja auch kein Problem, aber da Steebo mit seinen beiden Mitfahrern direkt von IBK die Heimreise antreten sollte, hätten wir zu fünft (inkl Kay und mir) in einem Polo zurück fahren müssen. Unsere Hoffnung, dass die beiden Fanbetreuer auch nach Innsbruck reisen würden und zumindest einen mit zurück nehmen könnten löste sich leider in Luft auf. Mein Vorschlag, dass ich in der Wohnung bleibe wurde abgelehnt und so wurde die Variante Sardinenbüchse also doch durchgeführt.

Direkt nach dem Training (ca.11:30 Uhr) fuhren wir los, kamen allerdings leider nur ca. 10 km weit ehe wir im Stau standen. Nichts ging mehr vorwärts und rückwärts. Wir gingen von einem schweren Verkehrsunfall und da es die einzige Straße raus aus dem Tal war, gab es auch keine Alternativen. Also erstmal rumgedreht und in die nächstbeste Gaststätte zur Nahrungsaufnahme. Wie das halt so ist, war dieses Etablissement nicht das empfehlenswerteste, aber wir wurden dann doch irgendwann satt. Der Verkehr floss auch wieder, also konnte die Fahrt weitergeführt werden.

Wer nun auf Trümmerhaufen des Verkehrsunfalls gehofft hatte, wurde bitter enttäuscht. Der Grund der „Vollsperrung“ war ein Umzug bezüglich des heute stattfindenden Schützenfestes im nächsten Kaff. Unfassbar! Da machen die mal einfach die einzige Hauptstraße dicht. Was ist, wenn es irgendwo auf der Strecke brennt oder ein Krankenwagen benötigt wird??? Sind und bleiben halt doch Österreicher!

Auf Grund der Verzögerung war der Alpenzoo natürlich gestorben und so ging es nur nochmal kurz zum Bergisel hoch, wo man sich von außen die Schanze anschaute. Die 10 Euro für eine Besichtigung sparten wir uns. Nachdem noch einem Springer eher schlechte Haltungsnoten vergeben wurden stiegen wir wieder in unsere Autos und fuhren zum Tivoli.

Dort trafen wir uns mit einigen Leuten von IF, welche uns auch netterweise mit Eintrittskarten versorgten. Vielen Dank nochmal für den wie immer gastfreundlichen Empfang!
Nach einem Bierchen im Wackerzelt enterten wir das Stadion und warteten bei weiterhin extrem heißen Temperaturen auf den Anpfiff!

Zu selbigem waren ca.7000 Zuschauer im Stadion, welche ein schönes Pyro-Intro der Grazer zu sehen bekamen. Generell ein sehr guter, geschlossener Auftritt der Schwarz-Weißen.

Stimmungsmäßig war ich etwas enttäuscht von der Wackerkurve heute. Viel Larifari halt, aber das kennen wir ja aus FFM nur zu gut!

Der Spielverlauf war allerdings sehr ansprechend. Generell war es ein sehr rassiges Spiel, an dem Graz mehr Anteile hatte und verdient in Führung lag, ehe der FC Wacker in der 81 und 87. Minute das Spiel drehen konnten. Das 2:1 war ein geiler direkter Freistoßhammer. Lange nicht mehr gesehen. Aber hätte man auch halten können. Egal, der Tivoli nun am Ausrasten! Immer geil, wenn man den „Huan vom Sturm“ eine verbraten kann.

Graz warf nun nochmal alles nach vorne und bekam in der Nachspielzeit nochmal einen Freistoß. Die Flanke wurde dann dummerweise von einem Wackerspieler total unglücklich ins eigene Tor bugsiert, so dass nun der Gästeblock am Toben war.
Ärgerlicher Punktverlust für den FC Wacker

Nach dem wir uns von den Bekannten Leuten verabschiedet hatten ging es zu den Autos, wo man sich nun von den drei Heimfahrern verabschiedete und wir fünf uns in den Polo quetschten. Aber es ging eigentlich!
Vielen Dank an Jonas, der den Umweg in Kauf genommen hat um uns zurück nach Längenfeld zu fahren. Er musste ja noch weiter nach Liechtenstein.
Abends noch ne Pizza geholt und irgendwann in die Federn.

Am Montagmorgen wollt ich mich erstmal um mein Auto kümmern (Also mal Unterlagen raussuchen, bei der Versicherung zwecks Schutzbrief usw. anrufen und ggf. eine Werkstatt aufsuchen) Allerdings wollte ich erst nochmal schauen, ob der Fehler wieder auftaucht. Also gestartet und losgefahren. Ca 30 km gefahren ohne Probleme. Nun wusste ich nicht, sollte ich mich freuen dass nix mehr ist, oder mich aufregen, dass JETZT nix ist, was ich irgendwem zeigen könnte, es aber bei meinem Glück mit Sicherheit wieder kommt. Also erstmal gefreut ;-). So setzte ich mich erneut aufs Rad und fuhr ne gescheite Tour ehe ich mich mit den anderen um 10:00 Uhr auf dem Trainingsplatz der Eintracht traf.

Verlieren wir mal ein paar Worte zum Training der SGE, dem augenscheinlich eigentlichen Grund unserer Anreise (wobei es für mich eher nur positives Beiwerk eines erholsamen Kurzurlaubs war): Generell gilt festzuhalten, dass das Training seit dem Christian Kolodziejl da ist extrem professionell geworden ist. Desweiteren gibt es halt auch keine Caio´s oder Gekas`mehr in Frankfurt gibt, die im Training nur gelangweilt neben her laufen. So passierte nicht wirklich viel erwähnenswertes. Mir persönlich sind folgende Spieler positiv aufgefallen: Flum, Schröck, Zambrano, Rode. Negativ: Oczipka, Inui, Anderson. Der Rest unauffällig!
Geil war auch der Dolmetscher von Inui, der ununterbrochen mit auf dem Platz steht, aber eigentlich nie als Dolmetscher zum Einsatz kommt, denn Inui hört eh nicht zu. Unabhängig davon, dass der Typ schon lange Deutsch gelernt haben könnte, ist es doch mehr als lächerlich, dass der Übersetzer die komplette Zeit mit auf dem Platz steht, wo nie ein längerer Text gesprochen wird. Schön finde ich, dass die Eintracht hier einem Bruder eines alten Weggefährten einen Job verschafft. Der Übersetzer ist nämlich der Bruder unseres ehemaligen Spielers Du Ri Cha und heißt eigentlich Dol Met Cha! (Running Gag übers komplette Trainingslager 😉 )

Was leider auch festgestellt werden musste, ist das auch in FFM der Erfolg Leute anzieht. Waren wir die letzten Jahre immer ziemlich allein als Zuschauer bei den diversen Trainingslagern, waren dieses Jahr knapp 70-80 Leute für die komplette Woche mitgereist. Und wie sich manche „Fans“ teilweise aufführen ist echt megapeinlich. Andauernd geht die Fremdschämlampe an. Aber was solls, wir haben unser Ding gemacht und den Pöbel links liegen lassen!

Der Rest des Montags verbrachten wir dann on Tour:
Wir begutachteten die Area 47 (empfehlenswerter Wasserpark mit unglaublichem Panorama) und fuhren dann nach Sölden wo wir mit der Gondel auf 2100m hoch fuhren und oben ein wenig die Aussicht genossen.
Generell gilt wieder mal zu sagen, dass die Landschaft dort unten in der Gegend mehr als genial ist. Aber schaut euch selbst die Bilder an!

Zurück aus Sölden wurde erstmal ein Minigolfmatch angepfiffen. Mathias und Alfred stellten sich hier als wahre Cracks dar und Alfred konnte am Ende Platz eins belegen.
Heute sollte mal ein wenig Geld gespart werden und die vorhandene Küche ausgenutzt werden. Also Zutaten eingekauft und schön Nudeln Bolognese gekocht, welche man gemütlich auf der Terasse bei genialem Ausblick genoss. Kay und Mathias zogen es heute frühzeitig vor, an der Matratze zu horchen. Alfred und ich dagegen machten die Nacht zum Tag und gönnten uns noch den ein oder anderen Captain!

Die geplante Radtour am Dienstagmorgen musste zwecks zu großem Dickschädel entfallen und auch Alfreds Joggingtour ging bloß 5 Minuten 😉

Kurz gefrühstückt und erneut ab zum Training. Danach fuhren wir nach Imst, wo sich der längste Alpinecoaster (ca. 3,5 km Abfahrt) befindet. Die Tour, welche erneut weitere knapp 100km auf mein Auto schrubbte (es hielt weiterhin ohne Probleme), lohnte sich auf jeden Fall, denn die zwar nicht ganz billige Fahrt mit dem Coaster war mehr als geil! Auch wenn wir mehrmals „Pause“ machen mussten, da wir vor uns eine lahme, ängstliche Oma hatten, ging es doch sehr gut ab die Fahrt!

Abends stand dann das abschließende Testspiel gegen Kayserispor an, welches auf dem heimischen Trainingsgelände stattfand. 8 Euro Eintritt sind auch am oberen Limit, und so gesellten sich viele Leute an den Zaun von außerhalb des Geländes! Am Ende dürften es ca. 300 zahlende Zuschauer gewesen sein. Auch eine Autobesatzung aus Innsbruck kam zu Besuch! Danke hierfür!

Das Spiel war mehr als langweilig, auch wenn am Ende ein knapper Sieg und 5 Tore raussprangen. Da auch viel Zeit verbabbelt wurde, will ich zum Spielgeschehen gar nicht viel schreiben.

Nach dem Spiel noch schnell was Essen gegangen ehe es frühzeitig in die Falle ging.

Am nächsten Morgen Sachen, bzw. Auto gepackt und die Heimreise angetreten. Nach ca. 70 km machte es „Bing“ – „Motorstörung > Werkstatt!“ AHHHHRGGHH

Dreckskarre! Rechts ran! Ausgemacht. Ein paar Minuten gewartet. Überlegt ob man gleich Pannendienst ruft. Dazu entschlosssen, erstmal zu versuchen, wenigstens noch nach Deutschland zu kommen. Gestartet und bis Dettingen ohne weitere Probleme durchgefahren! Auto ist zur Zeit noch in der Werkstatt und es ist noch nicht abzusehen, was ich nun schon wieder in den Bock stecken muss.

Generell habe ich nun endgültig gelernt, dass ich solche Touren nie wieder mit meinem eigenen Auto machen werde. Lieber ein paar Euro mehr gezahlt und problemlos einen Mietwagen genommen. Was ein Herr Steeb oder ich in den letzten Jahren an Kilometer auf unsere Autos geballert haben und trotzdem immer auch den gleichen Spritanteil gezahlt haben, ist schon nicht mehr schön.
Ich bin zumindest geheilt….
Wenn man dann noch wegen jedem Rotz bzgl. Einkäufe o.ä. rumzackern muss, kann einem der Spaß dann schon vergehen!

Im Großen und Ganzen war es aber wieder eine geniale Tour mit tollen Leuten, toller Umgebung und erholsamen Tagen! Immer wieder gern (mit Mietwagen 😉 )

Dann hoffen wir mal, dass sich die Eintracht gescheit auf Europa vorbereitet hat! Gruppenphase ist Pflicht!

EINTRACHT FRANKFURT INTERNATIONAL!!!!!

 

Teddy

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