Heimspiel gegen Stuttgart? – Gibt’s bessere.

Das war mein Motto an diesem Wochenende.
Seit letztem Dezember ist es mir nicht gelungen, meine Freunde in Bergamo zu besuchen.
Somit musste für mich ein Heimspiel weichen, um ein Heimspiel mit meinen Freunden in Bergamo zu erleben. Da ist die Wahl schnell auf das
Stuttgart Spiel gefallen.

Alleine war ich jedoch nicht. Mein Arbeitskollege Steffen hatte “die
Ehre“ mich zu begleiten.

So ging es Freitag früh um 4Uhr für uns los in Richtung Frankfurt-Hahn.

Mit 5 Bier und 20Minuten Verspätung ging es für uns endlich in Richtung
Flugzeug und ab in die Luft. In Bergamo angekommen, wurden wir bereits
von meinem Freund Stefano empfangen.
Da Steffen noch nie in Bergamo war und ich es eigentlich schon als
Tradition so mache, ging der erste Weg in die Altstadt. Hier durch die
Straßen zu fahren, alles zu sehen, sehr vieles schon zu kennen und
trotzdem schlägt dein Herz immer wieder sehr stark. DASS IST DAS GEFÜHL
VON NACH HAUSE KOMMEN!

Nach weiteren 2 Bier ging es über Lovere ab in die Berge. Um genau zu
sein, nach Onore. Dort nämlich wohnt mein Freund mit seinen Eltern.

Aber erst einmal zu Lovere:
Was ein wundervoller Ort!
Direkt am See gelegen, inzwischen der Berge mit italienischem Charme.
Hier passierte jedoch nicht wirklich viel. Aber natürlich gab es auch
hier das ein oder andere Bier. Aber schaut euch auf jeden Fall mal die
Bilder an.

In Onore angekommen, wurden wir direkt von den Eltern meines Freundes
Antonia und Fausto herzlichst in Empfangen genommen. Voller Stolz wurde
uns die neue Wohnung gezeigt, in die man erst dieses Jahr umgezogen war.
Und das zurecht! Eine wunderschöne Wohnung.

Nach der kleinen Wohnungstour bezogen wir unser Zimmer und tranken
erstmal gemütlich das ein oder andere Bier.
Eine Stunde später kam ein zweiter meiner Freunde aus Bergamo, Floriano.
Er wiederum hatte einen weiteren mir aber unbekannten Freund dabei.

Somit waren wir endlich vollständig und es gab Abendessen. Oder wohl
eher Buffet …

Vorspeise mit Baguette, Prosciutto in verschiedensten Arten, Käse und
natürlich Oliven.
Als Hauptgang wurden wir mit Penne al forno überrascht. Und ich muss
euch eines sagen, die Mutter meines Freundes ist eine Göttin im Kochen!

Und was darf am Ende natürlich nicht fehlen?
Kuchen! Selbstgebacken von Mama natürlich, was sonst.

Spätestens jetzt wären wir am liebsten einfach geplatzt. Aber weiter,
immer weiter!
Über den Abend gibt es eigentlich nicht mehr viel zu sagen. Von Bar zu
Bar gehüpft und ein paar Bier getrunken.
Nach geschätzten 20 Bier (ungelogen) und 23 Stunden wach ging es für uns
ab in die Falle.

Der Samstag begann, wie auch sonst, mit Essen.
Leckeres Frühstück mit leckerem Kaffee und frisch gepresstem
Orangensaft.

Direkt danach ging es schon in Richtung Bergamo.
Because – Matchday! Napoli Merda!!!!

Auf dem Weg nach Bergamo ging es natürlich direkt wieder essen. Hier kam
mein dritter und letzter Freund Luca, der Bruder von Stefano, mit seiner
Frau vorbei. Zack – ein paar Gläser Rotwein und gute Gespräche später
mussten wir auch schon direkt weiter. Wie jedoch die Zeit rennt, wenn
man unter Freunden ist, die man lange nicht mehr gesehen hat.

In Bergamo angekommen ging es über das Villa Sport Café direkt in die
Kurve.
Der Block von Neapel war trotz des Verbotes der Anreise recht voll.
Natürlich galt das Verbot wieder nur den Leuten mit Wohnsitz in Neapel,
aber nicht den Fans aus Mailand oder sonst wo.

Als ich Ende letzten Jahres zuletzt in diesem Stadion war, gab es die
Curva Sud noch. Mittlerweile wurde sie jedoch komplett abgerissen und
neu erbaut. Zumindest ist sie kurz davor, fertiggestellt zu werden.
Das Spiel war ein Auf und Ab. Erst kam Bergamo, dann kam Neapel. Ein Hin
und Her.
5 Bier und 40Minuten später drückt natürlich auch mal die Blase. Als ich
zurückkam, stand es auf einmal 0:1. Shit …
Aber ab in die Pause und Mund abputzen.

In der zweiten Halbzeit kam Bergamo direkt viel besser rein. Und das
belohnte sich auch nach 8 gespielten Minuten. 1:1 Ausgleich. Selbst mein
Arbeitskollege, der mit Fußball wirklich nichts am Hut hat und auch
nicht gerade super begeistert von der Sportart ist, flippte komplett
aus.
Vielleicht liegt hier ja eine kleine, verborgene Liebe? 😛
Fan technisch kam vonseiten Neapel wirklich gar nichts. Die wären am
besten einfach direkt daheim geblieben. Das Spiel war ab dem Ausgleich
wieder komplett ausgeglichen.
Dann kam das Déjà-vu.
Aaron auf Toilette – kommt zurück – Neapel Tor. Wieder Shit!

Ab hier war jedoch wieder Bergamo bis zum Abpfiff die bessere
Mannschaft.

Hat sich aber leider nicht selber beschenkt.

Scheißegal.

 vinci per noi magic atalanta!!!!!

Was kommt nach Bier und Fußball? Richtig, Essen.
Also ging es direkt ins Pub. Wir wollten natürlich auch noch ein paar
Bierchen trinken.
Hier im Pub plätscherte der Abend so langsam dem Ende entgegen. Es
passierte wirklich nicht mehr viel. 2 Nächte wenig Schlaf, viele Liter
Bier und Wein hinterlassen ihre Spuren.

Sonntag früh nach lecker Frühstücksbuffet alla Mama Antonia durften wir
eine Bestellung für den besten Parmigiano und scharfe Salami aufgeben.
Direkt nach der Bestellung ging es für uns wieder ab ins Auto und in
Richtung Clusone.
In Clusone angekommen mussten wir ein paar Minuten warten, bis Luca mit
Frau und Kind eintrudelte. In den genannten paar Minuten erreichte mich
jedoch per Telefon die mit schönste Nachricht des ganzen Wochenendes.
Meiner Freundin ihre Schwester hat ihr Kind bekommen. Und somit darf ich
euch vorstellen – Onkel Aaron von einer süßen Maya. Das Gespräch musste
ich jedoch schneller abbrechen als mir lieb war. Luca kam angedüst und
es ging direkt auf den Weihnachtsmarkt. Dann stand jedoch noch der
zweitschönste Moment des Ausflugs auf dem Plan.
Es gab Casoncelli zubereitet von Antonia. Wenn ihr mal zufällig nach
Bergamo kommen solltet, dann müsst ihr ganz dringend diese typische
Spezialität aus Bergamo essen!
100 € ärmer für Mitbringsel ging es für uns nach dem Essen in Richtung
Bergamo Stadt um noch ein bisschen durch die Stadt zu stapfen. Ihr habt
eine Chance zu erraten wie der Nachmittag endete. Korrekt. Im Pub 😀

Als wir im Flughafen angekommen waren, staunte man erstmal nicht
schlecht.
Die Schlange zur Kontrolle war ungelogen 300 Meter lang.
Das könnte knapp werden.
Nervös und mit dem Plan B noch schnell Fast Control zu buchen warteten
wir erstmal ab.
Auch Flüge ab Mailand oder Zug nach Hause hatten wir uns bereits
herausgesucht.

Da der Flug aber regelmäßig 20-40 Minuten Verspätung hat, sind wir
erstmal ruhig geblieben.
“Pünktlich“ 10 Minuten vor Schließung des Gates angekommen waren wir
nicht groß überrascht. Der Flug hatte natürlich 20 Minuten Verspätung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert