DFB Pokal Viertelfinale: OFX – Eintracht Frankfurt

Dienstag 27.02.07

DFB Pokal Viertelfinale

Kackers Oxxenbach – Eintracht Frankfurt

Endstand: 0 – 3

Zuschauer: 24000 (ausverkauft)


Durch einen Sieg im Dezember gegen Köln stand die Eintracht wieder mal im Viertelfinale des DFB Pokal. Anfang Januar war die Auslosung. Im Topf war neben Nürnberg, Hannover, Wolfsburg, Stuttgart, Berlin und Aachen auch der OFX. Natürlich ging im Vorfeld schon die Diskussionen los. Die einen wollten unbedingt das Derby, manch anderer wollte es eigentlich nicht, da man da nur verlieren kann. Und so wurde dem Tag der Auslosung entgegengefiebert. Die ersten 6 Kugeln waren alle anderen Mannschaften, und so war schon klar, dass es zum Derby kommen sollte. Nur wo wer Heimrecht, war noch die Frage. Natürlich hoffte man, dass die Kugel der Eintracht als erstes gezogen wird, aber dem war leider nicht so, und so stand fest, dass wir im Viertelfinale des DFB Pokals den Müllberg des Frankfurter Vorortghettos besteigen mussten.

Nun ging natürlich wieder das Gedöns mit den Karten los. Glücklicherweise verfügen wir ja über einige Auswärtsdauerkarten, sodass wir sicher ein paar Karten hatten, welche allerdings natürlich nicht die Anzahl der Kartenwünsche deckten. Am Ende kamen wir dann doch noch auf stattliche 29 Karten (inkl. der des EFC Falstaff) und so konnte eigentlich jeder versorgt werden.

Irgendwann war der große Tag dann gekommen. Die 29 Leute machten sich natürlich auf verschiedenen Wegen nach Offenbach. Wir (Steebo, Struppi, Jens und ich) fuhren mit dem Auto, welches freundlicherweise von Isabell gesteuert wurde. Mit im Schlepptau noch das Auto mit der Familie Eckel. Die Urwald-Crew fuhr nach Dietzenbach zum Ex-Bremerhaven-Lars um von dort aus mit der S-Bahn nach Offenbach zu fahren. Der Rest (Falstaff + Schrankenwärter) fuhren mit dem Auto nach FFM um von dort mit dem Mob per Zug auf die andere Mainseite zu gelangen.

Wir fuhren um 17.30 Uhr bei mir los. Auf dem Weg wurde dem Herrn Wenzel noch seine Karte vorbeigebracht, da er noch eine Weile arbeiten musste. Um ca. 18.15 Uhr erreichten wir den ausgewiesenen Gästeparkplatz, von wo aus es per Pedes durch einen Wald hinter die Gästetribüne ging. War schon geil anzusehen, wie alle 10 Meter im Wald ein Polizeiauto steht.

2 Stunden vor Anpfiff standen wir nun im Gästeblock (einem der beschissensten im Profifussball) und warteten auf den Anpfiff. Die OFX Fans waren schon gut am pöbeln und singen, was auf ein schönes Gesangsduell während dem Spiel hoffen lies.

Bis zum Anpfiff war das Stadion natürlich komplett gefüllt. Ca. 5000 Frankfurter waren anwesend, die aber bedingt durch den scheiß Block und der Tatsache das leider kein Megaphon erlaubt war, keinen koordinierten Support hinlegten, und so weit hinter den Erwartungen zurück blieben.

Auf der anderen Seite, war mal wieder eine missglückte Choreo zu sehen, welche mit einem Spruchband untermalt war, auf dem auch noch ein geklauter Spruch aus einem Eintrachtlied (etwas abgewandelt natürlich) zu lesen war. Gott wie peinlich! Auch kam der Support bei weitem nicht an die Lautstärke heran, die noch vorm Spiel geherrscht hatte.

Funkel ließ endlich mal mit 2 Spitzen spielen, was man auch gleich merkte. Es war immer eine Anspielstation im Angriff vorhanden. Die Eintracht nahm von Beginn an das Heft in die Hand. In der 11. Minute war es Fink, der den Black Block zum ausrasten brachte. Er verwandelte eine Weißenberger-Ecke mustergültig zur 1:0 Führung. Von nun an war komplett Tote Hose auf der Waldemar-Klein-Tribüne. Zur Feier wurde mal wieder etwas gezündelt. War schon schön anzuschauen, die Leuchtkugeln, welche in Richtung der Offenbacher geschossen wurden, waren allerdings unnötig. Die Polizei blieb überraschend ruhig und ließ den Block machen. Es wurde nur reichlich gefilmt. Ob im Nachhinein dadurch was passiert ist, entzieht sich meiner Kenntnis.

Auch im weiteren Verlauf des Spiels war die Eintracht mehr am Drücker. Irgendwie war es überhaupt kein Derby vom Spiel her. Da war überhaupt kein Hass auf dem Platz. In der zweiten Hälfte machte die Mannschaft durch einen Doppelschlag von Takahara alles klar, und so konnte der Gästeanhang gelöst feiern, und die andere Mainseite mit Beleidigungen überhäufen. Bester Spruch an dem Abend: „Hinter Hanau kennt euch keine Sau!“

Für die widrigen Verhältnisse war dann auch der Support der Gäste in Ordnung. Irgendwann ertönte dann der Schlusspfiff und die Mannschaft konnte gefeiert werden. Endlich mal etwas emotionaler wie sonst immer. Es wurde ja auch schon lange nicht mehr gefeiert.

Als die Mannschaft in den Katakomben verschwanden, begaben auch wir uns zurück zum Auto. Es war ein ganz schönes Geschiebe durch den matschigen Wald. Am Auto angekommen, mussten wir noch warten, bis der komplette Gästemob abgezogen war, dann konnten wir losfahren und waren kurz darauf auch wieder in Kleinostheim.

Ein unspektakuläres Derby. Aber Hauptsache gewonnen! Und jetzt sind wir nur noch einen Sieg von Berlin weg! Also mir hats da letztes Jahr gefallen…

Euer Teddy

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