Achtelfinale DFB Pokal: Alemannia Aachen – SGE

Mittwoch 22. Dezember 2010

DFB Pokal Achtelfinale

Alemannia Aachen – Eintracht Frankfurt
Zuschauer: 32160 (ausverkauft)
Endstand: 5-3 i.E. (0:0 / 1:1)


2 Tage vor Weihnachten ging es noch mal auf Tour! Diesmal nach Holland zu den Alemannen aus Aachen! Grund hierfür war die Begegnung unserer Eintracht im DFB Pokal Achtelfinale! Man hält es nicht für möglich, aber schon weit vor dem Spiel hatten wir so viele Anmeldungen, dass ein großer Bus rollen sollte. Gab es unter der Woche auch noch nie!

Das es allerdings eine in allen Belangen ziemlich negative Fahrt werden sollte, ahnte im Vorfeld natürlich niemand, aber der Reihe nach!

Um 15:00 Uhr war die Abfahrt am A´burger ROB angesetzt! Zu diesem Zeitpunkt fehlte eine angemeldete Person. Auf telefonische Nachfrage bekam man als Antwort, dass er nicht mitfahren könne, da er kein Geld hat! Kann ja mal passieren, aber dann sag ich gefälligst im Vorfeld ab und geb nicht erst auf Nachfrage bescheid! Sehr schwache Aktion! Somit hatte Alfred allerdings schon früher als gedacht eine Karte, denn da er doch rechtzeitig aus der Firma kam, entschied er sich kurzfristig (14:15 Uhr) doch noch mitzufahren!

Da wir ja auf dem Weg nach Holland waren, hatte sich Flori die Mühe gemacht und im Vorfeld zwei CDs mit holländischer Musik zusammengestellt. War teilweise ganz lustig, was da für Zeugs aus den Boxen kam. Die ersten 1,5 Stunden der Fahrt waren auch relativ lustig. Wie gewohnt halt! Viel Dummgebabbel und die ersten Drinks wurden zu sich genommen!

Das es aber jemand packt, sich in nicht mal zwei Stunden dermaßen abzuschießen, das er nicht mehr Herr seiner Sinne ist, um sich dann aus dem Nichts im Busgang seines Mageninhaltes zu entleeren, ist unfassbar! Viel Schlimmer als das Kotzen an sich, ist aber die Tatsache, das im Anschluss bzw. auch den kompletten restlichen Tag und dies bis heute absolut keine Reaktion dieser Person kam. Sei es der Versuch, seine Ergüsse zu entfernen, sei es ein Wort der Entschuldigung oder ein Wort des Dankes an die Leute, die seinen Auswurf im Bus entfernt haben! Absolut schwach! Somit war die Stimmung für die restliche Hinfahrt ziemlich dahin. Vor allem, da es ja ab jetzt sehr vorweihnachtlich im Bus duftete!

Dank erheblichem Verkehrschaos kamen wir erst um 20:10 Uhr auf dem Busparkplatz am neuen Tivoli an. Während alle Mann sich auf den Weg ins Stadion machten, musste ich noch draußen auf Tobi und Regina warten, die es zeitlich nicht schafften, mit dem Bus mitzufahren, und deren Karten ich noch hatte. Da dann auch niemand mehr (trotz gültiger Karte) in den angeblich überfüllten Stehblock gelassen wurde, mussten wir uns einen anderen Weg suchen und so schmuggelten wir uns an dem Ordner zum benachbarten Sitzplatzblock vorbei wo wir uns dann 10 Minuten nach Anpfiff einen geeigneten Platz suchten.
Der neue Tivoli ist nichts Besonderes. Wieder so eine 0815 Arena, wie sie so oder so ähnlich schon dutzende Mal in Deutschland rumsteht. Wie man es allerdings schafft, ein neues Stadion zu planen, in dem fast ein Drittel des Gästestehers leer bleiben muss, da einem durch eine Wand die Sicht auf min. das halbe Spielfeld genommen wird, ist schon bewundernswert!

Kaum hatten wir einen geeigneten Platz gefunden, brachte ein Pfiff unseres Lieblingsschiedsrichters Weiner (Hannover-Sau) das Stadion in Wallung. Die Käsköpp jubelten und der Gästeblock war am toben. Es gab Elfmeter für Aachen. Gut, es war ein Foul, aber dafür eine Rote Karte zu geben, ist wahrscheinlich regelkonform, aber meiner Meinung nach total überzogen! Vor allem in der 14. Minute (na klar 14. – was denn sonst???) Ralf Fährmann konnte allerdings den Gästeblock wieder zum Jubeln und das restliche Stadion zum schweigen bringen, denn er hielt den Strafstoß. Allerdings war jetzt halt sehr fragwürdig, ob die Eintracht es schaffen würde, 75 Minuten mit 10 Mann zu bestehen. Vor allem war es mit Schwegler ja kein unwichtiger Spieler.

So entwickelte sich jetzt ein Spiel wie man es sonst im Handball sieht. Aachen hatte fast ununterbrochen den Ball und spielte rund um unseren Strafraum hin und her, welcher von 8 Eintrachtspielern vehement verteidigt wurde. Vorne wartete einzig Gekas auf seine Chance. Und diese sollte er bekommen. Mehr als eine. Es ist immer wieder unfassbar, was dieser Mann für Chancen liegen lässt. Ja, ich weiß auch, dass dieser Mann bisher 14 Tore (Klar wieder diese verdammte Zahl) in der BuLi geschossen hat. Dies ist ihm auch hoch anzurechnen. Aber ich bleibe dabei, dass er auch sehr sehr gerne die einfachsten Dinger liegen lässt. Drei Tore hätte er am heutigen Tage schießen MÜSSEN. Aber auch Aachen schaffte es nicht, ein Tor zu erzielen und so ging es nach intensiven 90 Minuten in die Verlängerung. Kurz vor Anpfiff eben dieser Verlängerung diskutierte ich noch mit Flori, wie denn unser Trainer so blind sein kann und diesen achso tollen Altintop weiterhin spielen lassen kann. Was dieser heute wieder ablieferte war erneut unter aller Sau. Aber lt. Skibbe wird er ja zu unrecht kritisiert. In manchen Angelegenheiten ist Skibbe genauso ein sturer Bock wie es Funkel war! Zum Kotzen! Was dann aber in der 3. Minute der Nachspielzeit passierte, setzte Altinflops heutiger Leistung die Krone auf: Zwei Meter vorm eigenen Strafraum versuchte er an einem Gegenspieler vorbeizudribbeln, anstatt die Kugel einfach in die Wolken zu hämmern. Natürlich verlor er den Ball und der Aachener Spieler nahm das Geschenk an und netzte zum 1:0 ein! Danke für Nichts! 20 Sekunden später wurde er ausgewechselt! Toll Skibbe, ein bisschen zu spät.
Allerdings steckte unsere Eintracht nicht auf und kam nur 6 Minuten später durch Fenin (der auch heute wieder in der kurzen Spielzeit um einiges mehr bewirkte als sein türkischer Mitspieler) zum Ausgleich, der den vorher resignierenden Gästeanhang wieder jubeln ließ.

In der 119. Minute hatte dann Gekas einer seiner vorhin erwähnten 100%igen, die er leider – wie auch erwähnt – liegen ließ. So ging es ins Elfmeterschießen. @Tobi, Regina, Flori und Kai: Ich hatte doch Recht! Der Schiri entscheidet ganz allein, auf welches Tor geschossen wird. Die Münzwahl der Kapitäne ist ausschließlich dafür, welche Mannschaft beginnt!

So und jetzt kommen wir zu einem weiteren negativen Höhepunkt dieses Tages. Generell ist bekannt, dass Herr Meier kein guter Elferschütze ist. Wieso er trotzdem schießen darf, ist ein weiteres Skibbsches Geheimnis. Wenn ich als Spieler aber schon weiß, dass ich es nicht gut kann, konzentrier ich mich halt und mache nicht so einen Larifari 0,5 Meter Anlauf, der dann zu einem klasse Field Goal beim Football geführt hätte. Allerdings ist es beim Fussball immer noch wichtig, den Ball INS Tor zu befördern, nicht darüber! Trottel! Da alle anderen Spieler verwandelten, schieden wir leider aus dem Pokal aus! Das der alles entscheidende (ich mach nicht die komplette Niederlage an ihm fest…) Fehler durch die Nummer 14 passierte, war ja klar (roter Faden usw.)
Noch ein Wort zur Stimmung heute: Der Gästeauftritt war meiner Meinung nach heute recht gut und laut! Auch ein neues – sehr schönes – Lied wurde zum Besten gegeben. Aber auch die Aachener überraschten teilweise mit erheblicher Lautstärke.

So machte man sich mit gemischten Gefühlen (Trauer und Wut wechselten sich ab) auf den Weg zum Bus. Mittlerweile hatte es wieder stark angefangen zu schneien. Ich kann diesen Drecksschnee nicht mehr sehen!

Heute machten wir unserem „Ruf“ immer der letzte Bus zu sein, der losfährt mal alle Ehre. Wobei dies meiner Meinung nach das allererste mal der Fall gewesen sein dürfte, dass dieser „Ruf“ auch der Realität entspricht. Die Verzögerung lag daran, dass ein Businsasse noch ein paar Problemchen mit der Staatsmacht hatte, dem ein kleines Scharmützel auf dem Busparkplatz mit jemandem aus einem anderen Bus vorausging. Da er dies aber wohl selbst provoziert hatte, auch hier ein fettes DANKE fürs sinnlose Rumstehen!
Das es nach so einem Spiel keine euphorische Rückfahrt werden sollte, dürfte ja klar sein.
Nach zwei kurzen Pausen kamen wir um 14 Minuten !!! vor Vier wieder in Aschaffenburg an. Dort noch den Bus gesäubert und die Getränkekisten im Auto verstaut ehe wieder mal ein verschenkter Tag endete!

 

Alles in Allem wieder eine Bustour, die unsere Entscheidung erstmal keine Busse mehr zu starten bestätigt hat. Und ja, diese Entscheidung haben wir wieder im Alleingang gefällt!

 

In diesem Sinne

Frohes Fest

Teddy

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