27. Spieltag: Union Berlin – Sportgemeinde Eintracht Frankfurt

Montag 26.03.2012

Union Berlin – SG Eintracht Frankfurt

Zuschauer: 16589

Endstand: 0-4


Montag Mittag 12:30 Uhr Mc Donalds Kleinostheim. Nein, kein Mittagspausenschmaus, sondern Treffpunkt zur Abfahrt nach Berlin.

8 Freunde auf dem Weg zu einem Überraschungsbesuch in der Hauptstadt. Der ehemalige Studienkollege Benjamin soll an seinem 30. Geburtstag mit unserer Anwesenheit beehrt werden.
Also Reisetaschen und das Geschenk in den Kofferraum geworfen und ab ging die Fahrt. Bei schönstem Wetter und freier Strecke schrubbte man zügig die Kilometer herunter.

Auch dank den vielen Anekdoten unserer Studienzeit verflog die Zeit und schon Bald waren wir vor den Toren Berlins. Da wir ja Zeit hatten und nicht unbedingt unserem Freund auf seinem Nachhauseweg von der Arbeit begegnen wollten, fuhren wir auf dem Berliner Ring nicht die direkte Strecke, sondern tingelten einmal um die Stadt herum um von Norden in die Stadt einzufahren. Da unser 9ner ja als “Gruppenauto” eher auffällig war, entschieden wir uns, bereits im Stadtteil Marzahn zu parken um dann per Straßenbahn nach Köpenick zu fahren, wo Benjamin wohnt.

So jetzt mal Spaß beiseite. Natürlich gibt es keinen Benjamin und studiert haben wir ja bekanntlich auch nicht. Es wäre allerdings unsere “Ausrede” für Team Green gewesen, wären wir auf der Strecke nach Berlin angehalten worden. Unsere Eintracht sollte nämlich am heutigen Montag ihre Auswärtspartie bei Union Berlin bestreiten, aber leider hatten die Herren aus der Otte Fleck Schneise was dagegen, dass die SGE dabei von Ihren Fans unterstützt wird und hat die im moment beliebte Generalbestrafung ausgepackt und die Gästefans für den heutigen Tag ausgesperrt. Aber nicht mit uns! Kurz nach Bekanntwerden der Strafe, kontaktierte Uwe seinen in Berlin lebenden Kumpel und bat ihn uns 8 Karten über Union zu besorgen. Dies tat er auch sofort. Vielen Dank hierfür!

So konnten wir trotzdem dem Spiel beiwohnen. Da sich Dresden erdreistete mit einigen hundert Leuten trotz Gästeverbot in FFM aufzutauchen wurden in den Tagen vor unserem Spiel einige Gerüchte verbreitet, wo darauf hingewiesen wurde, dass die Polente einiges daran setzen wird, das SGEler nicht ins Stadion gelangen. Daher bereiteten wir uns dementsprechend darauf vor und veranstalten die ganzen o.g. Dinge.
(Die Anfahrtsstrecke und das Geschenk sind kein Witz!!!)

Um kurz vor halb acht war es dann aber soweit und wir standen auf der Gegentribüne der neu renovierten (von den eigenen Fans!!!) Alten Försterei. Geil, dass man unter den ganzen Unionern immer wieder neutral gekleidete bekannte Gesichter entdeckte. Ne halbe Stunde vor dem Spiel begrüßte der Stadionsprecher die Heimfans und fragte auch nach anwesenden Eintrachtlern, worauf sich etwas bedeckt einige zu Wort meldeteten. Als dann aber beim Anpfiff die ersten SGE Gesänge angestimmt wurden, merkte man doch das es einige waren, die sich inkognito und über verschiedenste Wege ins Stadion “geschlichen” hatten.

Bis zum Anpfiff war das Stadion – bis auf den Gästeblock -auch komplett gefüllt,so dass es natürlich nicht möglich war, sich, so wie die Dresdner in FFM, komplett zusammenzustellen.

Nach ein paar Minuten Spielzeit versuchten die ersten Leute über den Zaun in den eigentlichen Gästeblock zu gelangen. Natürlich liefen nun die Förster auf und man rechnete schon mit einer Eskalation der Situation. Aber am heutigen Tage sollte alles etwas anders sein. Polizei, Ordnungsdienst und die Frankfurter Fanbetreuer einigten sich schnell darauf, den Sitzplatzbereich des Gästeblocks zu öffnen um die Situation zu entschärfen. So konnten nun alle Frankfurter auf dem normalen Weg in diesen Bereich gelangen, was auch von den allermeisten in Anspruch genommen wurde. Nun sah man erstmal wieviele SGEler es wirklich waren. Gute 1000 Supporter dürften es am Ende gewesen sein, die sich auch dieses Spiel IHRER SGE nicht entgehen lassen wollten.

Ab jetzt konnte auch der “normale” Support für unsere Elf beginnen, die mittlerweile bereits mit 1:0 durch ein Tor von Idrissou führte.

Sehr großen Respekt im ganzen Gästeblock verdienten sich auch die Fans von Union Berlin, die ja bereits im Vorfeld mehrfach ihre Solidarität bekundeten und wohl auch desöfteren bei Kartenbeschaffung halfen.

In der Heimkurve wurde zu Spielbeginn und auch öfters während dem Spiel ein riesengroßes Banner mit der Aufschrift: “FICK DICH DFB!” gezeigt. Dazu mehrere kleinere Spruchbänder auf denen die Praktiken des DFB in Frage gestellt wurden. Dazu gab es über den gesamten Spielverlauf hinweg mehrmals Wechselgesänge zwischen der Heimkurve und dem Gästeblock wo dem Verband “gehuldigt” wurde.

Ihr merkt das sportliche steht in diesem Bericht etwas im Hintergrund, aber die heutigen Gegebenheiten auf den Rängen waren einfach magisch – EINTRACHT halt!

Passend hierzu fertigte unsere Elf die Berliner am Ende mit 4:0 ab und konnte somit den Abstand auf die Nichtaufstiegsränge erhöhen, da die komplette Konkurrenz am Wochenende gepatzt hatte.

Auch wenn Union phasenweise die bessere Mannschaft war, war es am Ende ein verdienter souveräner Sieg. Solche Spiele muss man gewinnen, wenn man aufsteigen will.

Wenn man sich das Restprogramm aller Aufstiegsanwärter anschaut, sollte einem SGE-Aufstieg eigentlich nichts mehr im Weg stehen. Ich wüsste nur eins, was uns im Weg stehen könnte: DIE SGE selbst.

Hoffen wir also, dass dieser Ausrutscher gleich wieder behoben wird und wir ab nächstes Jahr wieder einen Tick realistischer von Europa träumen dürfen 😉

Nach dem Spiel wollte man eigentlich per Taxi zurück an den 9ner fahren, allerdings war es schier unmöglich irgendwo ein Taxi abzugreifen, so dass man dann nach einem gewaltigen Fußmarsch wieder am S-Bahnhof stand und erneut per S-Bahn zurück fuhr. In Marzahn dann ab in den 9ner und die Rückfahrt angetreten, die natürlich von den meisten hauptsächlich im schlafenden Zustand vollzogen wurde.

Um 05:30 Uhr waren wir dann wieder in Kleinostheim und eine etwas andere Auswärtsfahrt nahm ihr Ende.

Nochmal nachträglich alles Gute zum Geburtstag Benjamin! 😉

Teddy

 

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