20. Spieltag: Hansa Rostock – Eintracht Frankfurt

Samstag 16.02.08
Hansa Rostock – Eintracht Frankfurt
Zuschauer: 15000
Endstand: 1-0

 


Euphorie in Frankfurt! 3 Siege in Folge (in Duisburg, in Berlin und daheim gegen Bielefeld) und 4 Tore von Neuzugang Fenin waren dafür verantwortlich. Da passte es natürlich, dass wir schon lange einen großen Bus zum Auswärtsspiel in Rostock geplant hatten. Wir entschieden uns dafür, da es wohl die angenehmste Art der Anreise zum weitesten Spiel der Saison ist.

Durch www.bustreff.de kamen wir auf das Unternehmen Main Kinzig Reisen in Gründau, die uns einen super Preis für einen 75sitzigen Doppeldeckerbistrobus anboten.

So ging es also früh´s um 02.15 Uhr!!! mit dem Auto nach Gründau um beim Busunternehmen einzusteigen. Mit dabei schon Käthe, Simon und Walter. In Gründau stiegen dann auch 8 Leute vom EFC Altenstadt, die übers Eintrachtforum zu uns gestoßen sind, in den Bus. Dann konnte die lange Fahrt beginnen. Auf dem Weg Richtung A´burg wurde der wirklich schöne Bus mit Müllsäcken und Info-Flyern dekoriert. In Dettingen noch Neudert und Alfred aufgegabelt, ehe am Aschaffenburger Hauptbahnhof der Rest der Truppe zustieg.

Auch die für uns neuen Busfahrer waren angenehm locker (einzig im Gang durfte nichts stehen, was aber bei über 20 freien Plätzen im Bus kein Problem darstellte). CAB + Falstaff machten es sich im unteren Teil des Busses gemütlich, der Rest dann folgerichtig im 1. Stock!

Die Fahrt begann in Anbetracht der Uhrzeit natürlich erstmal etwas gedämpfter, wurde aber von Zeit zu Zeit immer lustiger (natürlich proportional zum Alkoholspiegel – wie immer halt). Glücklicherweise waren alle „Fremdfahrer“ (also die, die übers Eintrachtforum zu uns gestoßen sind) lustige Gesellen, so dass hier alles im Ruder lief. Irgendwann begann dann das geplante Pokerturnier mit 16 Leuten. Tja, leider musste ich mich als erster Teilnehmer geschlagen geben. Scheiß Otzberger Glücksritter (AK gegen AJ). Aber am Ende behielt trotzdem ein Calimero (Trucker) die Nase vorn und konnte sich die 80 Euro Siegprämie einstecken.

Auf einer Rast entdeckte Walter ein Auto mit OFC-Wimpel, welches natürlich gleich mit diversen Aufklebern versehen wurde. Die 2 Wuchtbrummen, welche nach ihrem ausgiebigem Mahl im Burger King in dieses Gefährt stiegen, bemerkten den neuen Schmuck noch nicht mal!

Nach etlichen Stunden, zig Äppler, Biere oder Schnäpskes, sowie einem Gruppenfoto auf einer weiteren Rast kamen wir gegen 13.30 Uhr in der Hansestadt an. Der Bus wurde auf den eingezäunten Gästeparkplatz geleitet, welcher sich direkt vor dem Blockeingang befindet. Steebo kümmerte sich um die Verhökerung der restlichen Karten. Derweil ging ich ins Stadion um das Banner zu postieren. Dann ging die Warterei auf den Anpfiff los. Diese wurde durch ein Gespräch mit dem Marktheidenfelder Commandist verkürzt, der uns einige interessante Sachen zu erzählen hatte. Schön auch, dass er uns für einen Besuch in Innsbruck mit einplant!
15.30 Uhr! Das Spiel konnte beginnen. 15000 Zuschauer (darunter ca. 1000 Frankfurter) waren jetzt nicht der absolute Bringer, doch der Support war in beiden Lagern von Beginn an extrem gut.

Alles andere als gut war die Leistung aller 22 Kicker auf dem grünen Rasen. Gott, was ein Grottenkick. Da passierte in der ersten Hälfte ja mal gar nichts! Immer wieder faszinierend, diese Leistungsschwankungen. Obwohl die selbe Mannschaft auf dem Platz stand, die zuvor die ersten beiden Rückrundenpartien souverän gewinnen konnte, kam kein Spielfluss o. ä. zustande. Da aber die Rostocker – wie bekannt sein dürfte – auch keine Weltfussballer sind, mussten wir uns halt so einen müden Kick anschauen.

In Hälfte zwei von Eintrachseite das gleiche Bild, die Rostocker dagegen sahen ihre Chance auf einen Sieg und kämpften sich jetzt in die Partie.
Trotz allem war die Stimmung im Stadion immer noch auf hohem Niveau. Der Gästeanhang nutzte heute mal die Variante Dauersupport und so trällerte man ewig lange das ein und selbe Lied vor sich hin. Kam aber schon geil rüber! Natürlich durfte zwischendrin das übliche Gepöbel gegen die Hanseaten nicht fehlen. Was allerdings von den Rostockern mehr als erwidert wurde. Auf der nebenliegenden Hintertortribüne war ja wirklich jeder am pöbeln und gestikulieren! Alles Durchgeknallte!

In der 71. Minute wurden die Provokationen der Hansafans noch um einiges intensiviert, denn ihre Mannschaft ging völlig verdient in Führung.

Aber auch die Einwechslungen von Caio, Mantzios und Madhavikia halfen nichts mehr. Mels eine gefährliche Chance konnte sich die Eintracht in 90 Minuten nicht erspielen.

Tja das sind wir mal wieder schön auf dem Boden der Tatsachen zurückgekehrt würde ich sagen. Immer wenn wir mal die Chance haben, uns oben festzubeißen, kriegen wir eins aufs Dach! Aber wir sind´s ja gewohnt!

Nach dem Abpfiff schnell das Banner abgehängt und ab in den Bus. Es war nämlich schweinekalt in Rostock. Dort dauerte es noch ne knappe Stunde, bis die netten Polizisten endlich mal das Tor öffneten und sich der Buskonvoi (Bus, Polizei, Bus, Polizei…) in Bewegung setzen konnte.

Wie ich am nächsten Tag im Forum lesen musste, wurden wohl Busse von Hansafans mit Flaschen beworfen und mit Leuchtspur beschossen. Da wir davon nix mitbekamen muss die Sache wohl hinter uns abgelaufen sein.

Auf der Rückfahrt passierte eigentlich nicht mehr viel. Einige Leute widmeten sich dem Alkohol, einige lasen, wieder andere schlummerten sofort ein. Und eine kleine Gruppe Durchgedrehter hatte sich die Rettung von Looping Louie auf die Fahnen geschrieben („Free Looping Louie“). Aber trotz stundenlanger Rotiererei und Solidaritäts-Äppelwoivernichtung, gelang es den Kriegern nicht, Louie aus den Klauen des Greifarms zu befreien! Vielleicht gelingt dies ja auf der Fahrt nach Hamburg!

Wer jetzt nicht weiß, wovon die letzten paar Sätze die Rede war, der hat leider Pech gehabt.
Oder er gibt bei Amazon einfach mal Looping Louie ein und schaut sich an, was da raus kommt 🙂 .

So nach und nach schliefen dann die meisten ein und eine schöne Auswärtstour fand ihr Ende.
Um ca. 03.00 Uhr kamen wir am Aschaffenburger Hauptbahnhof wieder an. Dort die Leute und den Müll entsorgt, bevor es die letzten Kilometer Richtung Gründau ging!
Nachdem das Auto freigekratzt war (-8 Grad!!!) kutschierte uns (Alfred, Walter und mich) Steebo nach Hause!
Feierabend!

Euer Teddy

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