18. Spieltag: Hertha BSC Berlin – Eintracht Frankfurt

Samstag 02.02.08
Hertha BSE – Eintracht Frankfurt
Zuschauer: 35000
Endstand: 0-3

 


Endlich! Es ging wieder los! Die scheiß Winterpause war zu Ende! Und was sie bringt, haben wir gleich wieder zu spüren bekommen: Während die Wochen vor dem ersten Rückrundenspieltag von milder Witterung geprägt waren, starteten wir am Samstagmorgen um 08.00 Uhr bei eisigen Temperaturen und Schneegestöber die Fahrt gen Berlin! Aber egal!

Wir fuhren mal wieder in einem Obb-Neuner (im silbernen Transit – wohl der beste Bus in der Sammlung des Vermieters). Allerdings ging irgendwie die Heizung im Heck des Busses nicht, so dass die drei Leute, die in der ersten Reihe saßen, regelrecht gegrillt wurden, damit der Rest wenigstens ein wenig Wärme abbekam. Die Busbesatzung setzte sich wie folgt zusammen: Käthe, Simon, Alfred, Fassler, Tirreg, Willi-Wurscht, Dettingen-Jonas, Steebo und mir.
Auf den ersten Metern der Fahrt war Fassler erstmal das Highligt, denn er hatte sich eine besonders auffällige Faschingsverkleidung einfallen lassen. Er ließ sich ein richtig stolzes Veilchen hauen, schön dick und blau! Passierte wohl auf einer Faschingsveranstaltung ein paar Tage zu vor. Angeblich hat Fassler, den Gegner aber noch mehr verkleidet!

In Alzenau war die Fahrt dann erstmal beendet, denn es musste gewendet werden! Tja, ich hatte leider das Zugticket für Kathrin und Simon (die erst Sonntags per DB die Heimreise antraten) bei mir zu Hause liegen gelassen. Also ging die Fahrt um 08.20 Uhr von neuem los.

Tirreg´s angekündigte Hammersuperknüllerwitzig-CD entpuppte sich als Ansammlung von nervtötenden Mallorcasongs. Allerdings dem Businhalt schien es bei ansteigendem Alkoholkonsum zu gefallen! Was macht man als Fahrer einer solchen Truppe nicht alles mit. Ansonsten verlief die Hinfahrt ereignislos. Das übliche Dummgebabbel halt.

Um 13.15 Uhr hatten wir einen geeigneten Parkplatz in der Landeshauptstadt gefunden. Allerdings mussten wir noch auf Inken und Lars (waren mit dem ICE angereist und fuhren anstatt Kathrin und Simon mit zurück), sowie Melle (Kathrin´s in Berlin lebende Freundin) warten. Fassler, Alfred und ich schnappten uns aber schon mal die beiden Banner und gingen Richtung Stadion, um noch einen geeigneten Platz für die Lappen zu bekommen.

Die in Berlin übliche doppelte Kontrolle (einmal beim Einlass und dann 100 Meter weiter vorm Block nochmal) nervte wieder mal gewaltig. Als wir aber dann in den Block gingen, lief uns der Chefordner über den Weg. Und es war der selbe, wie auch in Frankfurt. Ein wirklich dufter Typ mit dem wir uns immer gut verstehen. Er sorgte dann netterweise dafür, dass wir auf den Oberrang gelangten um unsere Banner aufzuhängen (sogar über die Werbung)! Nochmal Danke hierfür!
Erst als wir wieder in unserem Block angekommen waren und nach oben blickten, sahen wir, dass jetzt an hand der überhängten Werbung zu lesen war: „Calimeros Aschaffenburg – Zukunft bewegen!“ Sehr geil!

Die in Berlin obligatorische Boulette darf natürlich nicht fehlen – wieder sehr lecker!
Und auch das Angebot, dass man bis eine Stunde vor Anpfiff zwei Bier zum Preis von einem bekommt, wurde reichlich genutzt!

Kurz darauf kam dann auch der Rest der Truppe und die Diskussionen über Aufstellung, Endergebnis usw. begannen. Auch für einige Lacher sorgte ein Mann in unserer Reihe, der einem Fernsehstar sehr ähnelte! Alfred ließ sich nicht nehmen ein Foto mit ihm zu machen! Sei gegrüßt, Willi Tanner!
Zum Anpfiff waren ca. 3500 Gästeanhänger zugegen, die von Beginn an einen guten Support hinlegten. Friedhelm Funkel sprang wirklich über seinen Schatten und brachte mit Amanatidis und Neuzugang Fening zwei Spitzen. Und auch die Mannschaft machte von Beginn an ordentlich Druck und hatte auch gleich ein paar gute Chancen. War für dieses Wetter (es schneite wie verrückt) wirklich ein ansehnliches Bundesligaspiel. Vor allem die Eintracht konnte überzeugen und spielte wirklich gut! In der 39. Minute war es dann soweit und der Gästeanhang konnte ausrasten! Ama hatte per Kopf für Fenin aufgelegt, der den Ball in die Maschen drosch! Super Einstand für den Tschechen. Allerdings gab es im Laufe des Spiels auch ein wenig Trouble im Block. Erst wurden zwei Herthaner vom Oberrang weggeklatscht, die das „EFC-Ost“ Banner zocken wollten. Dann gab es im unteren Bereich des Unterrangs ein kurzes Tohuwabohu (lt. Info´s aus dem Netz war wohl einer mit nem Herthaschal zugegen, was zu kleinen Reibereien führte), was die Ordner aber schnell wieder in den Griff bekamen. Kurz darauf kamen aber die grünen in den Block marschiert und benahmen sich mal wieder wie der letzte Dreck. Sie wollten wohl jemandem aus dem Block ziehen, der bei der vorangegangen Aktion beteiligt war. Dies führte natürlich aber dazu, dass nun der halbe Block am austicken war. Man sah nur noch Fäuste, Schlagstöcke und umherfliegende Becher. Irgendwann hatte sich die Lage aber wieder beruhigt. Die Staatsmacht hatte wohl was sie wollte (zumindest wurde einer ziemlich rabiat aus dem Block gezerrt). Wieder mal eine ziemlich sinnfreie Aktion der GesetzesUNhüter.

Aber Fussball wurde ja auch noch gespielt und das nicht schlecht. In der 69. Minute schickte Ama mit einem mustergültigen Steilpass Fenin auf die Reise, der den Ball aber zuerst verstolperte, sich dann aber mit Hilfe eines Übersteigers am Berliner Abwehrmann vorbeimogelte und den Ball zum 0:2 ins Netz haute. Megageiler Torpogo war die Folge und die Stimmung, welche auch dank des Vorfalls etwas gesunken war, stieg wieder enorm nach oben. Auch wenn sich die Eintracht jetzt etwas zurück zog, war der Sieg nie in Gefahr. In den letzten Jahren selten so ein gutes Spiel unserer Mannschaft gesehen. Einige Konterchancen konnten leider nicht zur Vorentscheidung führen. Erst in der 90. Minute konnte erneut Fenin von einer Ama-Vorarbeit profitieren und machte seinen Dreierpack perfekt. Wahnsinn! So ein Ergebnis zum Rückrundenauftakt macht Freude auf Mehr.
Noch eine kleine Anmerkung zum Trainer:
Das er wieder nicht auf seine 3 Auswechslungsmöglichkeiten zurückgriff, brauch man ja eigentlich gar nicht mehr erwähnen, aber dass wieder 2 Mittelfeldspieler ausgewechselt wurden (Fink und Weissenberger, die beide ein Bombenspiel machten) und Köhler, der mit Abstand der schlechteste Frankfurter auf dem Feld war, durchspielen durfte, war wieder mal ein Witz! Unverständlich so was!
Aber das interessierte in diesem Moment nur am Rande. Denn jetzt wurde erstmal der Sieg mit der Mannschaft gefeiert. Fast alle Trikots fanden den Weg in den Block. Lobenswert erwähnen muss man hier auch nochmal Weissenberger, der auch noch mal vor den Block kam und seinen Trainingsanzug auszog um ebenfalls sein Trikot zu verschenken!

Meine Reisegruppe, welche das gesamte Spiel über den gelben Schnee gehuldigt haben, ließen es sich nicht nehmen den Sieg mit einer Oberkörperfreiaktion zu feiern!

Simon und ich gingen dann noch die Banner holen, ehe es gutgelaunt zurück an den Bus ging. Dort noch ein Gruppenfoto gemacht bevor die Rückfahrt beginnen konnte.
Wie bereits erwähnt, waren jetzt Inken und Lars an Bord. Die Stimmung war natürlich enorm und so wurde noch viel gelacht, gesungen und getrunken! Und leider wurde auch noch einige Male Tirreg´s CD gespielt.

Um 23.30 Uhr trafen wir wieder in Kleinostheim ein und eine schöne erste Auswärtstour im Jahre 2008 ging zu Ende. So kann es weitergehen. Immer Richtung Uefacup-Platz! 🙂

Euer Teddy

 

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