18. Spieltag: FC St. Pauli – Eintracht Frankfurt

Samstag 16.08.2003
St. Pauli – Eintracht Frankfurt

Endstand: 1 – 1

Zuschauer: 19000


 

Es war soweit, die Rückrunde begann. Und das beim Tabellenletzten, was will man mehr. Aber die Eintracht hat da öfters mal Probleme mit solchen Gegnern. Die anderen ( Freak, Pferdeflüsterer und Dummbach) entschieden sich diese Fahrt mit den Griesheimern zu unternehmen, da Steebo und ich zu diesem Zeitpunkt (zwecks Autoversicherung und –steuer; bzw. Wohnungsausbau) nicht so gut bei Kasse waren, entschlossen wir uns trotzdem einen 9er Bus zu organisieren, den wir mit Leuten aus dem Forum füllen wollten. Da wir nicht die Nacht auf der Reeperbahn verbringen wollten, da man ja dort ziemlich viel Geld braucht. Nachdem sich Jens bereiterklärte mit uns zu fahren, setzten wir einen Thread ins Forum und hatten erstaunlicherweise kurze Zeit später den Bus besetzt.
Hierbei handelte es sich um den schon bekannten Martin Jäger aus Elsenfeld, einem Kuttenjunkie aus Froschhausen, einem 15-jährigen Osterhasen aus Frankfurt und zwei Jugendlichen aus Fulda und Kassel. Nachdem ich wochenlang mit SMS vom Osterbunny (der wollte echt jeden Scheiß wissen) bombadiert wurde, war es endlich soweit. Ich fuhr um 9.15 Uhr nach Froschhausen um den Markus zu holen, während Steeb den Martin aus Elsenfeld mitbrachte und den Osterhasen am Kleinostheimer MC Doof abholte. Jens kam zu mir, und so ging die Reise dann los. Wir hatten zwar eine Beschreibung vom Standpunkt des Fuldaers, diese war allerdings von der A7 aus gedacht. Da wir aber bei Fulda erst von der B40 auf die A7 kamen, waren wir uns nicht mehr sicher, ob wir das so finden. Ich rief ihn an, um zu fragen, ob er mir den Weg erklären könne. Aber als ob er in dieser Stadt fremd wäre, konnte er mir gar nichts erklären. Nachdem wir dann ca. eine halbe Stunde durch die Fuldaer Weltgeschichte gegurkt waren, fanden wir endlich die besagte ARAL-Tankstelle, an der er sich befand. Da wir dachten wir wären an einem Freitag Mittag sowieso schon knapp mit der Zeit, denn bei Hamburg weiß man ja nie, hatten wir einen ziemlichen Hals. Dieser dicke Hals sollte bei Kassel noch dicker werden. Denn hier hatten wir die Beschreibung bei Kassel auf den Autohof zu fahren, und vor dem MC Doof zu warten, was wir dann auch taten. Er hatte kurz vorher nochmal angerufen, und gesagt, dass er erst um 12.30 Uhr käme. Wir kamen um 12.00 Uhr an dem Autohof an und gesellten uns in bzw. vor den MC Doof. Um 12.30 Uhr war aber auch noch keiner zu sehen, und als wir ihn anriefen, erzählte er uns, dass er vor dem MC Donalds stehen würde. Aber hier war weit und breit niemand. Er musste also auf einem anderen Autohof stehen. Aber dieser Vogel konnte uns auch nichts genaues sagen, wo er war. Ich wusste, dass ca. 5 km weiter der Rasthof Kassel kam, aber Rasthöfe in der Regel nicht mit MC Donalds ausgestattet sind. Irgendwann entschied ich zu diesem Rasthof zu fahren, und wenn er da nicht wäre, würden wir weiter fahren. Als wir an dem Rasthof ankamen, stand die Kappe auch dort, aber weit und breit kein MC Doof. Dann erfuhren wir, dass sich in dem Rasthofgebäude eine kleine Theke befand, die MC Donalds Sachen verkaufen. Super! Nun aber mit Tempo nach Hamburg.
Als wir nach einer Weile eine kurze Pause machten, kam ein Auto mit Aschaffenburger Kennzeichen, und was stieg aus? Lauter St. Paulianer! Schrecklich! St. Pauli-Fans aus Aschaffenburg! Das kann doch nicht sein. Wir fuhren dann gleichzeitig vom Parkplatz und duellierten uns bis Hamburg. Da stautechnisch und parkplatzsuchtechnisch keinerlei Probleme auftraten, kamen wir schon um kurz vor vier auf dem Heiligen Geist Gelände an, auf dem sich gerade ein Zirkus befand. Als wir auf den Parkplatz auffahren wollten, stellte sich ein alter, sturzbetrunkener Seemann uns in den Weg und lallte uns was vor, von wegen drei Euro und so. Nachdem wir bezahlt hatten und einen Parkplatz gefunden hatten gönnten wir uns erstmal ein Bierchen.
Nachdem uns der Weiß angerufen hatte, der natürlich wieder ein ganzes Wochenende in HH verbrachte, und uns berichtete er habe noch keine Karte, wir sollten doch bitte zwei Karten kaufen, gingen wir also rüber zum Stadion. Doch es hatte noch alles geschlossen. Vor dem Eingang zum Gästeblock wurde gerade ein Stand aufgebaut, an den wir uns dann gesellten. Dort lernten wir einen St.Pauli-Ordner kennen, der nichts besseres zu tun hatte, als erstmal einen Dicken zu rauchen. Um 17.15 Uhr wurden dann die Eingänge geöffnet, und wir stellten uns an. Da alles erlaubt war hatten wir auch die Schwenkfahne und die Calis dabei. Allerdings konnten wir keine Karten für den Weiß kaufen, denn wenn man sich eine Karte käuft, muss man zwangsläufig ins Stadion. Dann standen wir mit einer Bratwurst bewaffnet im Block unter der hypermodernen Videoleinwand mit Handbetrieb und warteten auf den Anpfiff. So langsam füllte sich der Block und auch der Rest unserer Crew gesellte sich zu uns. Die Ultras hatten eine Zettelchoreo und einige Spruchbänder zum Thema Stadionverbote zu bieten.
Dies war die Reaktion auf die Willkürliche Stadionverbotvergabe der Eintracht in der Winterpause. Es wurden 75 Leute ein Stadionverbot gegeben, die irgendwann mal im vergangenen Jahr von der Polizei aufgenommen wurden. Beim größten Teil dieser Leute wurde das Verfahren längst wieder eingestellt, da sie nichts gemacht hatten. Eine große Sauerei, die mit Supportstopp bei Heimspielen retouniert werden soll. Aber ob das was bringt wird sich zeigen.
Die Stimmung heute war aber eigentlich zunächst bescheiden. Auch nach dem wir mit 1:0 in Führung gingen hielt sich die Lautstärke in Grenzen. Erst als Adi Adelmann wieder mal einen Strip auf dem Zaun hinlegte wurde die Stimmung besser. Als Steeb anstimmte das auch Martin sich seiner Klamotten entledigen sollte und der ganze Block miteinstimmte stand kurz darauf auch ein Einpeitscher oben ohne auf dem Zaun. In der 92. Minute bekamen wir dann durch einen unberechtigten Freistoß ( Weiner du Wichser! ) den Ausgleich. Super, es hätte alles so schön sein können. Der Block leerte sich langsam, nur de Jens, de Steeb und ich blieben im Block stehen. Irgendwann kam dann die Sau aus der Kabine zum Auslaufen. Ab diesem Zeitpunkt musste sich Herr Weiner mit bösen Beschimpfungen und Beleidigungen abgeben. Irgendwann hatten wir dann genug und gingen zurück zum Bus, wo der Rest schon auf uns wartete. Wir entschieden uns gleich die Heimreise anzutreten, da man sonst zu müde werden würde. Wir kamen auch wieder super aus Hamburg raus und fuhren dann bis zum ersten Mc Donalds wo wir uns stärkten. Dann fuhr de Steeb bis Kassel, wo der erste unseren Bus verließ. Den Rest durfte ich bewältigen. In Fulda wurde der nächste rausgeschmissen und dann fuhren wir weiter Richtung Frankfurt.
Osterbunny sollte eigentlich wieder in Kleinostheim abgeholt werden, da wir aber noch nach Froschhausen mussten und dies bequemer über die A 3 zu erreichen war, entschlossen wir uns die A66 weiter nach Frankfurt zu fahren, damit Bunnymama nicht extra nach Kleinostheim fahren musste. Wir entschlossen uns noch mal ans Waldstadion zu fahren und die Baustelle zu begutachten. Kaum in Frankfurt angekommen offenbarte uns Osterbunny, dass seine Mutter ihn lieber in Kleinostheim abholen würde als am Stadion, weil sie ihn da vielleicht nicht finden würde. Was ein Scheiß! Also fuhren wir auch gleich auf die A 3 bis nach Froschhausen und lieferten den Markus dort ab. Dann legten wir die letzten Meter bis nach Kleinostheim, wo wir das Bunny am Mc Doof aussetzten und mich dann zu mir brachten. Die anderen fuhren dann weiter und ich ließ mich um halb vier ins Bett fallen.

Gez. Teddy

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.