17. Spieltag: MSV Duisburg – Eintracht Frankfurt

Sonntag 16.12.07
MSV Duisburg – Eintracht Frankfurt
Zuschauer: 26557
Endstand: 0-1

 


Der Mondfrosch geht durch Chicago, oder Bundesligamannschaft überfällt Rastplatz! Aber der Reihe nach:

17. Spieltag der Saison – letztes Spiel vor der verpönten Winterpause – und das sonntags in Duisburg. Was liegt da näher, als am Tag zuvor der Düsseldorfer Altstadt einen Besuch abzustatten. Sehr bald hatten sich auch einige Mitstreiter gefunden, und so konnte am 15.12. 10:00 Uhr die Fahrt im Oasch-Peter beginnen. Mit dabei: Luzi, Schrankenwärter, Maskottchen, Flori, Falstaff-Chef, Steebo und ich. Auf der Fahrt (welche um diese Uhrzeit und mit dem vorstehenden Programm natürlich ruhig verlief – zu erwähnen wäre nur, dass Irland trotz 2 Mann mehr auf dem Platz nicht über ein 0:0 gegen Senegal hinauskam – Insider wissen bescheid :-)) gabelten wir dann noch Käthe auf, die sich auf dem Rückweg von ihrer Firmenweihnachtsfeier in Wilhelmshaven befand. Gezeichnet von einer durchzechten Nacht und wenig Schlaf stieg sie in Freudenberg zu uns in den Bus!

Da mit der Fahrt und dem Einchecken im Hotel alles glatt lief, saßen wir pünktlich zur Bundesligaübertragung im Irish Pub in der Altstadt! Hier wurden dann auch die ersten Biere, Cider und Schnäpse (ja Luzi, man löscht erst den brennenden Schnaps, bevor man sein Röhrchen hineinsteckt 🙂 ) vernichtet. Nachdem Fussball zog es uns weiter und nach kurzen Abstechern im Schaukelstühlchen und der Cille saßen wir wieder im Irish Pub. Diesmal aber in einem anderen, in dem wir noch nie waren. Ein schnuckeliges kleines Pub, was uns gut gefiel und auch mit den Preisen unseren Ansprüchen entsprach. Und da ab 21.00 Uhr dort ein DJ für Stimmung sorgen sollte, wollte man hier erstmal verweilen. Die Zeit bis zum Einlaufen des DJ´s verbrachte man mit einem Saufspielchen: Man suche sich eine Kategorie. Und jeder muss nacheinander ein Bestandteil dieser Kategorie sagen. Fällt einem nichts mehr ein, oder sagt man was, was schon gesagt wurde, muss man eine Runde Schnaps ausgeben. Simon, Steebo, Flori und Mathias zählten zuerst Darsteller von diesem komischen Show-Sport (auch Wrestling genannt) auf, bis dann Jens, Luzi und ich mit Fussballvereinen der ersten drei Ligen nachzogen. Hier gab es auch wieder einen großen Lacher, erneut verursacht von unserem Kartoffelfreak. Jens war an der Reihe und schaute Luzi an, und sagte „Fortuna Düsseldorf“, dann war Luzi an der Reihe und schaute mich an und während die anderen die 5 Sekunden herunterzählten, die jeder Zeit hatte, schmetterte Luzi in vollem Ernst „Fortuna Düsseldorf“ mir entgegen. Nicht nur, dass es ca. 6 Sekunden vorher von Jens gesagt wurde, nein es war auch grad mal der zweite Durchgang, so dass erst 5 von 73 Vereine genannt wurden! Ein Brüller! Als Entschädigung für die ganze Häme, die Luzi von uns erleiden musste, spendierten wir ihm eine Massage bei den Frauen von Neck Attack (2 Frauen laufen durch die Kneipen und bieten eine Nackenmassage für einen selbstbestimmbaren Preis an)

Irgendwann waren dann die Runden ausgespielt und es ging ans Bestellen. Dieses Irish Pub bot einiges an Schnaps-Schmankerln. Zum Beispiel: Fuck Up (Jägermeister mit 73%igem Rum) oder BMW (Baileys, Malibu, Whiky). So wurde es immer lustiger am Tisch und irgendwann tauchte dann auch der versprochene DJ auf, welcher die Stimmung noch mehr steigen ließ.

Käthe und Simon verließen uns dann, da Käthe verständlicherweise ziemlich kaputt war. Der Rest blieb erstmal noch für ein, zwei weitere Cider im Pub sitzen, ehe es unseren Steebo und den Rest der Bande an den Schweinebrötchenstand trieb. Leider mussten wir dafür natürlich unseren Platz opfern und so kam es, dass wir nach dem Essen nirgendwo mehr Platz fanden. Alles total überfüllt. Und so fuhren wir nach einem letzten Bierchen im „Kir Royal“ (absolute Spilunke) mit dem Taxi zurück ans Hotel um uns dort in der Bar den Rest zu geben.

Dies klappte auch ganz gut, auch dank des Nachtportiers, der uns schon vor zwei Jahren hier bediente und uns noch kannte! Er ließ Steebo sogar (inkl. Krawatte) an die Rezeption zum Kunden bedienen. Saugeil! 3 hübsche Holländerinnen, wollen Ihren Zimmerschlüssel, wissen aber ihre Zimmernummer nicht mehr. Erste Reaktion Steebo´s: „Stenke, schmeiß mal unseren Schlüssel her!“
Irgendwann war dann jeder von uns so am Ende, dass es in die Betten ging. Man wollte ja schließlich am nächsten Tag den ersten Auswärtssieg der Saison feiern!

Am nächsten Morgen wurde schön gefrühstückt und dann die Wiederholung von „Schlag den Raab“ geschaut. Dann mussten wir das Hotel verlassen und fuhren los Richtung Duisburg. Auf dem Weg dorthin begaben wir uns nach Mettmann, wo wir nach einem Spaziergang durch die Fußgängerzone bei einem Italiener einkehrten.

Danach ging es ans Stadion, welches wir um 14.45 Uhr erreichten. Alle, außer Steebo und ich hatten Stehplatz und gingen schon hinein. Wir warteten noch auf die Ankunft des zweiten Neuners, der erst Sonntagmorgens von A´burg gestartet war und um 15:30 Uhr folgende Leute ausspuckte: Pferdeflüsterer nebst Gattin, Vanessa, Bielefeld-Kai, Tirreg, Willi Wurscht + unbekanntem Anhang und Walter. Nachdem wir ihnen ihre Karten übergeben hatten, gingen wir auch ins Stadion und warteten bei Eiseskälte auf den Anpfiff. Bis zu selbigem, waren gute 26000 Zuschauer im Stadion, wovon ca. 5000 den Adlern den Daumen drückten. Wahnsinnig viele Gästefans für ein Sonntagabendspiel in Duisburg. Und so war es auch kein Wunder, dass vom Start weg die Stimmung im Gästesektor enorm gut und laut war!

Zum Spiel schreib ich mal nicht viel. Wir spielten zwar kämpferisch gut, aber spielerisch teilweise ein Offenbarungseid, was abgeliefert wurde. Und die Standards! Oh Gott! Alles kniehoch in den Gegenspieler! Da muss sich auf jeden Fall was tun, jetzt wo Streit weg ist!

Aber da die Duisburger eine noch grottigere Leistung gezeigt hatten, hat es am Ende zu einem verdienten (zig Konterchancen wurden kläglich vergeben) 1:0 Auswärtserfolg gereicht. Torschütze mal wieder unser emsig rackernder Amanatidis! Man darf sich gar nicht vorstellen, was passiert, wenn er sich verletzen würde!

Auch wurde mal wieder im Gästeblock gezündelt. Schönes Bild! Vor allem schön untermalt durch einen kleinen Weihnachtsbaum, den der Martin immer hochhielt! Nachdem die Mannschaft gefeiert wurde, und Martin von sich aus!!! eine Humba vollzog, ging es Richtung Bus, bzw. wollte man dies zumindest.

Denn die Staatsmacht hat nicht besseres zu tun, als den Weg zu den Parkplätzen abzusperren, und die Leute in die andere Richtung zu schicken. Da die Durchsage kam, dass dieser Weg für min. 1 Stunde gesperrt sei, lief ich mit Steebo los in die andere Richtung ums Stadion rum zu unserem Bus. Dumm nur, dass man erstmal nicht ums Stadion kommt, da dort ein See ist. So muss man erstmal ca. 1,5 km weg vom Stadion laufen, bevor man abbiegen kann. Auf dieser Straße standen die ganzen Fanbusse und auch die Polizeibusse. Irgendein Künstler kam auf die Idee, diese während des Spiels zu verschönern. Und so stand auf zig Einsatzfahrzeugen quer über die Scheiben, wer der beste Verein in Deutschland ist. Schöne Aktion! 🙂

Als wir so ca. 25 Minuten gelaufen waren, klingelte das Handy, und wir wurden gefragt, wo wir denn bleiben würden. Die anderen waren nämlich schon lange im Bus, da die Polizei ihr Wort nicht hielt, und die Leute dann doch nach links abziehen ließ. Na Klasse! Ca. 5 km Fußmarsch bei -8 Grad fürn Arsch! Dazke!

Aber egal, wir haben gewonnen! Da läuft man sich schon mal die Füße wund für!

Die Rückfahrt verlief zuerst ruhig, bis Simon im Radio den Sender WDR 4 fand, der einen Knallersong nach dem nächsten raushaute! Absolutes Highlight hierbei der Titel: „Der Mondfrosch geht durch Chicago“ So ein durchgeknalltes Lied hab ich selten gehört, vor allem nicht im Radio! So stieg dann die Stimmung im Bus wieder merklich an, denn spät. beim zweiten Refrain, kann man die Lieder mitsingen.

Irgendwann war dann der Tank leer, und man musste nachfüllen. Gerade als wir die Tankstelle wieder verlassen wollten, hielt plötzlich der Eintracht-Mannschaftsbus vor der Raststätte und 5 Spieler rannten aus dem Bus, um ihn mit Bier zu beladen. Köhler bekam noch gesagt, was wir von ihm halten und dann gings weiter. Als wir am Bus vorbeifuhren, konnten wir einen Blick hineinwerfen. Schien eine gute Stimmung im Bus gewesen zu sein.

Eine Vermutung von uns war dann noch, dass FF bestimmt in Köln verblieben ist, und die Mannschaft deswegen mal die Sau raus lassen konnte.

Um 23.00 Uhr waren wir dann endlich wieder daheim und die Hinrunde 07/08 nahm ein versöhnliches Ende. Mal schauen, was uns unser Liebling Friedhelm nächstes Jahr so alles vorsetzt! Wir werden ihm in Portugal schon das passende erzählen :-).

In diesem Sinne.

Euer Teddy

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