17. Spieltag: Hertha BSC – Eintracht Frankfurt

Samstag 16.12.06

Hertha BSE Berlin – Eintracht Frankfurt

Endstand: 1-0

Zuschauer: 42500


Das letzte Bundesligaauswärtsspiel in der Hinrunde der Saison 2006-2007 stand an. Die Eintracht stand mit 20 Punkten auf Platz 10 und konnte mit den Leistungen der vorangegangenen 16 Spieltage zufrieden sein. 6-8 Punkte hätten wir zwar locker mehr haben können, aber dann wären wieder einige Leute durchgedreht. So stehen wir immer noch auf dem Boden der Tatsachen und haben noch was vor für die Rückrunde. Eine Punkteausbeute heute im Spiel bei Hertha BSC Berlin würde aber keiner abschlagen.

Auf Grund der großen Anzahl an Spielen (darunter auch einige sehr teure Fahrten) in diesem Jahr setzten wir keine eigene Anfahrt an, sondern entschieden uns früh, mit dem Fanabteilungs-ICE zu fahren. Anfangs waren wir noch zu 6., doch Trucker wollte dann doch nicht, so dass an besagtem Samstag um 5.20 Uhr folgende fünf Verrückte im Bummelzug nach FFM saßen: Kathrin, Simon, Mathias, Steebo und ich.

In Frankfurt am Hauptbahnhof angekommen, wurde erstmal gefrühstückt. Dann ging es ans Gleis, an dem der ICE nach Berlin losfahren sollte. Dort standen schon einige Frankfurter um zwei Leute rum, die die Umschläge verteilten, in denen sich die Zugfahrkarte, die Eintrittskarte, so wie ein Infozettel befanden. Mit den Umschlägen bewaffnet warteten wir nun auf die Einfahrt des Zuges, welcher aus bald (und pünktlich) kam.

Es ist immer wieder Wahnsinn, wenn man sieht, dass jeder Bürger über die Deutsche Bahn schimpft, deren Züge aber ausnahmslos proppenvoll sind. So auch unser ICE nach Berlin. Allerdings hatten wir ja reservierte Plätze, die wir nach einer Weile auch fanden und einnahmen. Nun ging es an den Inhalt unserer Kühltasche, bzw. der Palette Bier. Heute hatten wir mal was besonderes dabei: Milch 43! Ein spanischer Likör mit Milch – schmeckt hervorragend! Sogar Adelmann hat es für gut befunden!

Nach viel Dummgebabbel und viel Alkohol und einigen Fußmärschen in den Raucherwaggon kamen wir püntklich um 11.15 Uhr im neuen Berliner Hauptbahnhof an. Ein Wahnsinnsgebäude. Muss man mal gesehen haben. Dort wurden wir vom Urwald-Heinrich (leider darf ich ihn nicht Heini nennen) in Empfang genommen, der mit seiner Familie schon einige Tage in Berlin residierte. Wir gaben unsere Kühltasche noch bei der Gepäckabgabestelle ab und begaben uns dann in die S-Bahn Richtung Bahnhof Zoo, von wo aus wir in Irish Pub im Europa-Center wollten. Auf dem Weg dorthin mussten wir über einen Weihnachtsmarkt laufen. Steebo und ich konnten es nicht lassen, und gingen zu einer Dosenwerf-Bude um für Kreisel einen rosa Kondomhut zu gewinnen. Allerdings scheiterte das ganze an einer verfickten Dose, die partout nicht umfallen wollte. Wir vermuten ja, dass sie festgeschraubt war!

Kurz darauf kamen wir im Irish Pub an, wo aber leider rein gar nichts los war. Eigentlich dachten wir, dass sich hier (wie sonst auch immer bei Spielen in der Hauptstadt) einige Frankfurter tummeln, dem war aber leider nicht so. Ging wohl eher nach dem Spiel dort was. Wir setzten uns aber trotzdem rein, und schauten uns bei einem Cider die Zusammenfassung der europäischen Ligen des letzten Wochenendes an.

Da wie gesagt nichts los war, und die Getränkepreise ziemlich gesalzen waren, entschlossen wir uns ans Stadion zu fahren. Auf dem Rückweg zum Bahnhof Zoo, fiel Kathrin plötzlich auf, dass sie Ihren Schal im Pub liegen gelassen hatte. Also ging Sie mit Simon und Mathias zurück um ihn zu holen. Glücklicherweise saßen im Pub ein Tisch weiter drei Frankfurter die Ihn schon in Sicherheit gebracht hatten und ihn Kathrin gleich gaben. Sie meinten aus Spaß noch, dass sie Ihn ihr im Stadion gegeben hätten, dass wir sie ja eh getroffen hätten, was natürlich purer Zufall gewesen wäre. Aber wie sollte es auch anders sein, im Stadion saßen die drei dann bei uns in der Reihe. Knaller!

Also mit der S-Bahn ging es dann Richtung Oly. Dort angekommen wurde erst mal eine Bulette verköstigt ehe man ins Stadion ging. Die Einlasskontrollen waren der Hammer. Man musste alles (und ich meine alles!) aus den Taschen holen. Seine Jacke aufmachen usw. Alles schön und gut, aber der Witz ist, dass man die selbe Schikane 200 Meter weiter am Blockeingang nochmal über sich ergehen lassen muss. Ja wir heißen ja alle MC Giver und können in 2 Minuten aus unserem vorher genehmigten Hosentascheninhalt ne Bombe bauen, Ihr Penner!

Im Block wurde noch ein wenig gequatscht, ehe wir noch von den Geschwistern Jäger und meinem Arbeiskollegen Woody Gesellschaft bekamen. Dann kamen die Torhüter zum Aufwärmen. Komischerweise kam bei uns nur Andi Menger und Jan Zimmermann auf den Platz. Keine Spur von Markus Pröll. Wie sich später herausstellen sollte, saß Mr. Pröll die ganze Zeit auf dem Pott und schiss sich die Seele aus dem Leib. Also mussten wir hoffen, dass Jan Zimmermann sich während des Spiels nicht verletzt, denn dann hätte irgendein Feldspieler ins Tor gemusst.

Außerdem mussten der gesperrte Streit und der ebenfalls „Flotte-Otto-geplagte“ Spycher ersetzt werden. Für Spycher kam ein völlig in Vergessenheit geratener Spieler auf den Platz: Mounir Chaftar! Ich nehm mal vorneweg, dass er neben Weissenberger der beste Frankfurter auf dem Platz war. Hoffentlich bleibt ihm das erspart, was ihm genau vor einem Jahr nach dem 17. Spieltag passierte – ein Kreuzbandriss!

Beim Einlaufen der Mannschaften waren gute 40000 im Stadion, darunter ca. 3000 Frankfurter (doch beachtlich bei dem Hinrundenprogramm), bei den Fröschen sah man eine Schnipselchoreo, welche aber bei weitem nicht an unsere gegen Dortmund rankam. In unserem Block waren so gut wie keine Fanutensilien zu sehen. Echt schade. Wird immer schlimmer!

Zum Spiel:

Diesmal standen Meier und Weissenberger auf dem Platz, was den Dabbes aber auch nicht zu einer besseren Leistung anspornte. Er war neben Köhler der grottigste Frankfurter. Was muss eigentlich noch passieren, bis die zwei Pfeifen endlich mal auf die Tribüne kommen? Die erste Hälfte war sehr zerfahren. Viel Mittelfeldgeplänkel! Allerdings hätten wir in Führung gehen müssen, als Köhler nach geilem Zuspiel von Chaftar allein vor Fiedler stand und ihm den Ball aber in die Arme schob. Typisch! Allerdings rettete uns der Pfosten vor einem Rückstand. So ging es mit 0-0 in die Pause.

Anfangs der zweiten Hälfte schien das Spiel ins unsere Richtung zu kippen, als aus dem nichts das 1:0 für die Hertha fiel. Das unser Trainer eine Minute vorher Takahara ausgewechselt hatte und Thurk brachte, und uns somit jegliche Reaktionsmöglichkeit auf einen Rückstand genommen hatte, da wir keinen offensiven Mann mehr auf der Bank hatten, lass ich mal unkommentiert. Von nun an gestaltete sich das Spiel offener, aber wirklich große Chancen erarbeiteten wir uns keine mehr. Es wurde ja auch mit Weissenberger der beste Offensivmann am heutigen Tag ausgewechselt und durch einen DM, der seit einem Jahr nicht mehr gespielt hat, ersetzt. Klasse Funkel! So blieb es bei der unnötigen 1:0 Niederlage!

Nachdem wir uns noch ein wenig über alles und Funkel ausgelassen hatten verließen auch wir den Block und gingen – vorbei an Hunderten Leuten die sich auf kostenlose Cola Zero (wie ekelhaft) stürzten – zur S-Bahn. Am Hauptbahnhof angekommen, wurde sich erstmal beim BK gestärkt. Dann wollten wir die Kühltasche holen, doch ich hatte den Abholzettel verloren. Auch das noch! Ich musste dann meine Tasche identifizieren und meine Personalien abgeben und noch mal 2,50 Euro bezahlen. Währenddessen verwandelte Steeb die Rückgabetheke zu einem Stehtisch und breitete seine Tüte mit King Wings aus, welche er genüsslich verspeiste.
Irgendwann kam dann endlich der ICE, welcher uns nach Hause bringen sollte.
Die Rückfahrt sollte dank noch gut gefüllter Kühltasche, und netten Sitznachbarn (inkl. einer Japanbesessenen Frau aus Schlitz und einem Cop, welcher beim Lok-Spiel war und man sich gut mit ihm unterhalten konnte) sehr kurzweilig werden.

Da wir um 23.30 Uhr in Hanau ankommen sollten, unser Zug nach A´burg allerdings erst um 00:20 Uhr ging, riefen wir mal spaßeshalber Issi an, um zu erfragen, ob sie uns denn mit dem 6-Sitzer ihres Vaters abholen könnte. Und siehe da, sie tat es! Noch mal vielen Dank hierfür!

Eine bis aufs Ergebnis schöne Auswärtsfahrt ging nun zu Ende!

Euer Teddy

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