15. Spieltag: Kaiserslautern – Eintracht Frankfurt

Mittwoch 14.12.05

FC Kartoffellautern – Eintracht Frankfurt

Endstand: 1-2

Zuschauer: 33500


 

Nach dem „Derby“ in Mainz und dem Heimspiel gegen Stuttgart stand das richtige Derby gegen die pfälzer Bauern an. Spieltermin war eigentlich Samstag der 3.12.05.
Allerdings hatten die Bauern irgendwie keine Lust zu spielen, und entdeckten zufällig einen Riss in einer der Tribünen ihres Brezelberges. So wurde das Spiel abgesagt und kurze Zeit später auf den 14.12.05 18.00 Uhr terminiert. Super! Unter der Woche um sechs, wer kann da schon hingehen. Wir hatten 20 Karten bestellt, von denen wir sogar nur 2 zurückschicken mussten. Was eigentlich im Nachhinein auch unnötig war, da der Trucker dann doch konnte und noch 2 benötigte.
Wir fuhren zu 8 mit dem Kneipenbusjen, während der Rest der Kartenbesitzer (Sektion Hebboch, Aulbach usw.) vereinzelt mit Autos fuhren. Um 14.30 Uhr war Treffpunkt vor Teddy´s Pub. Abfahrt standesgemäß erst kurz vor 15.00 Uhr (Pferdeflüsterer halt :-))
Durch die neue ausgebaute A 63 von Mainz nach Lautern waren wir um kurz nach vier in Lautern auf dem P&R Parkplatz. Dort setzten wir uns in einen der Shuttlebusse, welcher uns an den Fuß des Brezelberges brachte, von wo aus wir die Bergbesteigung begannen. Oben angekommen, wurde sich erst mal gestärkt. Allerdings war die Wurst zum erbrechen ekelhaft (glatte 6). Dann begann die Blockbesteigung, Reihe 63 halt. Im Block gab es erst mal etwas Tumulte mit den Eingangsordnern, die wie bekloppt dahinter her waren, dass man keine Sekunde an der Brüstung steht. Vollidioten.
Zum Stadion: Meiner Meinung nach ist der Brezelberg total verbaut worden. Irgendwie hässlich. Von unseren Plätzen aus, konnte man von der gegenüberliegenden Tribüne nur ein paar Reihen, die Haupttribüne überhaupt nicht sehen, geschweige denn die Anzeigetafel! In Frankfurt wurde das komplette Gästekontingent von 6000 Karten verkauft, dazu holten sich viele SGE´ler über den FCK Karten in den anliegenden Blöcken. Doch durch den bescheuerten Spieltermin rechneten wir mit vielleicht noch 3500 Hessen. Unsere Erwartungen wurden bei weitem übertroffen. Bis zum Anpfiff waren es dann wohl doch knapp 6000 Frankfurter, die die Ost- und Teile der Gegentribüne bevölkerten. Vollsten Respekt für alle die da waren! Insgesamt waren ca. 33500 Zuschauer vor Ort, was bei der Anstosszeit in Ordnung geht. Zum Intro gab es auf Frankfurter Seite verbotenerweise nicht viel zu sehen. Die Bauern zeigten eine ordentliche Fahnenchoreo unterlegt mit Spruchbändern. Überraschenderweise nichts gegen uns.
Das Spiel begann und der Gästeblock (besser: die Gästetribüne) supportete was nur ging. Es war megalaut. Zugegebenermaßen hielten die Bauern am Anfang auch dagegen, obwohl sich nur ein Teil der West am Support beteiligte. Die erste Halbzeit verlief zerfahren. Lautern war sehr bissig und ging früh in die Zweikämpfe, womit unsere Spieler nicht so gut zurecht kamen. Doch dank Oka gingen wir mit einem 0:0 in die Pause.
Zum Beginn der 2. Hälfte zeigten die Lauterer ein Spruchband, auf dem irgendwas in griechisch stand. Ging wohl gegen Amanatidis. Ein weiteres Spruchband, welches sich gegen die UF richtete, konnte nur ganz kurz gezeigt werden, ehe es von den Ordnern heruntergerissen wurde. Naja die haben auch so ihre Probleme mit dem Sicherheitspersonal. Nach dem Wiederanpfiff merkte man, dass bei der Eintracht mehr Pfiff im Spiel war. Die Mannschaft wollte unbedingt gewinnen. Auch der Gästeanhang ging voll ab. Nach 5 Minuten in der 2. Hälfte war es soweit. Der für den verletzten Meier gekommene Weissenberger markierte das vielumjubelte 1:0. Danach rockte der Brezelberg. Allerdings nicht aus der Westkurve, von der ab diesem Zeitpunkt nichts, aber auch rein gar nichts mehr kam (super unterstützt ihr euer Team!), sondern von der durchdrehenden Ostkurve. Martin war völlig am abdrehen. Man hörte ihn bei uns oben auch ohne Megafon, welches natürlich auch verboten war. Wenn der am nächsten Tag noch ne Stimme gehabt hat, dann weiß ich auch nicht mehr. Auf dem Platz ging nun alles in eine Richtung. Die Eintracht nutzte jetzt den ihr gebotenen Platz und kam ständig zu gefährlichen Szenen, von denen eine in der 58. Minute von Copado zum 2:0 genutzt wurde. Partytime pur! Das Spiel ging weiter so. Die Lauterer bemühten sich, brachten aber nichts auf die Reihe, und die Eintracht konterte, konnte aber keine ihrer zahlreichen Chancen mehr nutzen.
In der 85. Minute fiel dann plötzlich der Anschlusstreffer, nach dem Oka die Chance zweimal gut parierte, der Ball aber immer wieder zu einem Lauterer kam, war dann der dritte Schuss drin. Nun hieß es noch mal zittern. Man weiß ja, wie gern die Schiris in Lautern, die ein oder andere Minute nachspielen lassen. Nach 7 Minuten Zittern war es dann soweit. Der Schlusspfiff! Pure Ekstase unter dem Gästeanhang.
Endlich ein Derbysieg!
Nachdem die Mannschaft noch gebührend gefeiert wurde, verließen wir das Stadion, und liefen zur Bushaltestelle, an der schon hunderte Fans standen. Irgendwann war dann auch mal ein Bus erreichbar, der uns dann zum Parkplatz fuhr, von dem aus wir in Rekordzeit nach Kleinostheim rasten. Dort wurde dann der Abend im Mc Donalds beendet.
Wer hätte gedacht, dass die Eintracht nach 16 Spieltagen mit 9 Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz auf Platz 9 steht. Mit einem Sieg in Gladbach hätten wir sogar die Chance auf Platz 6 zu überwintern. Aber das wäre vielleicht gar nicht so gut. Ein Punkt in Gladbach und eine Runde weiter im Pokal, dann wäre das eine super Hinrunde. Mal Abwarten was uns da noch erwartet.

Gruss euer Teddy

 

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