1. Runde Pokal in Aue

1.  Runde DFB Pokal

FC Erzgebirge Aue – Eintracht Frankfurt

Endstand: 3-0

Zuschauer: 9575


Endlich war die elendslange Sommerpause vorüber und das erste Pflichtspiel der Saison stand auf dem Plan. 1. Runde DFB Pokal in Aue. Ich freue mich ja immer auf die erste Runde im Pokal, da man darauf hofft, irgendwo zu spielen, wo man noch nie war. Wir haben wie so oft das Glück einen Gegner zu ziehen, wo man schon min. einmal war. Das es sich mit Aue um den (auf dem Papier) stärksten Gegner handelte, den man ziehen konnte (einziger vorjahres- und aktueller Zweitligist im Amateurtopf) war dann doppelt ärgerlich.

Aber was solls, gefahren wird ja trotdem. Die Tour sollte mit einem 9ner von statten gehen.
Besatzung stand relativ zeitig fest: Trucker, Steebo, Alfred, Bronco, Flori, Axel, Christiane und ich

Um 10:00 Uhr trafen wir uns am MC in Kleinostheim und die Tour konnte beginnen. In Marktheidenfeld noch den Klobasa-Weltmeister eingepackt hieß das nächste Ziel deutsch-tschechische Grenze. Dort wurde dann billig getankt und einiges an Klimmstengeln eingekauft. Die letzten 50 km ging es dann querfeldein über die Erzgebirger Pampa bis wir schließlich um 14:30 Uhr in Aue ankamen. Leider ging unser Plan irgendwo am Stadion zu parken nicht auf und wir mussten doch auf den Gästeparkplatz, der sich im nächsten Ort befindet von wo aus dann Shuttlebusse zum Stadion fuhren. Aus dem 9ner ausgestiegen bekam man die ganze Macht der Sonne zu spüren. Sitzt ihr mal knapp 5 Stunden im klimatisierten Auto und steigt dann bei 38-40 Grad im Schatten aus. Bamm, voll in die Fresse!
Also ab in die Hitzebox Shuttlebus und ans Stadion getuckert. Dort waren die meisten Leute noch draußen und kühlten sich im Schatten der Bäume. Wir enterten den unüberdachten Gästeblock und ließen uns bruzzeln! Echt Wahnsinn die Temperaturen am heutigen Tage! Erst lässt sich der Sommer monatelang nicht blicken und dann schlägt er mit geballter Faust zu. Lieber Petrus, das kann man auch besser verteilen!

Nichtsdestotrotz war der Gästeblock zum Anpfiff natürlich voll und die Partie konnte vor knapp 10000 Zuschauern beginnen. Auch wenn es das schwerste Los war, stand ein Ausscheiden natürlich nicht zur Debatte. So begann unsere Elf auch! Sehr gute Spielzüge, welche man schon im Test gegen Valencia zu Gesicht bekam, wurden dargeboten, leider erstmal ohne Torerfolg. In der 20. Minute dann der Knackpunkt des Spiels! Butscher patzte erheblich und so musste Trapp aus seinem Tor und eingreifen, leider so, dass der Gegenspieler fiel >> Konsequenz: Rot und Elfer! Klasse!
Der Elfer wurde dann auch verwandelt und so mussten wir 70 Minuten mit 10 Mann bei dieser Hitze einem Rückstand hinterherlaufen. Natürlich schlechte Voraussetzungen, aber was dann als Reaktion unserer Elf kam, enttäuschte dann doch etwas. Klar nahm man das Heft in die Hand, aber wirklich zwingendes gelang im ganzen Spiel nicht mehr und so verlor man verdient mit 3:0. Aus in der ersten Runde! Wieder nix mit Pokalfinale, geschweige denn Europacup! Wenn man sich überlegt wie viele 1. Und 2. Ligisten die Segel in der ersten Runde streichen mussten, wäre es dieses Jahr relativ einfach gewesen, im Pokal weit zu kommen.
Zum Glück kühlte die Auer Feuerwehr die Gemüter noch ein wenig ab in dem sie per Schlauch Wasser in den Block spritzte! Über die Menge kann man natürlich streiten ,-) Ich zumindest hatte noch bei Rückkunft in Kleinostheim eine pitschnasse Unterhose…

Nach Abpfiff warteten wir die ersten Shuttlebusse ab und fuhren dann gemütlich zurück zum Gästeparkplatz. Leider hatte die Hitze wohl auch unserem 9ner arg zugesetzt, denn er weigerte sich den Gasbefehl anzunehmen. So tuckerten wir mit 80-90 km/h über die Autobahn. Auch eine Nachfrage bei einem zufällig am Straßenrand gerade im Einsatz gewesenen ADAC Mitarbeiter blieb leider erfolglos. Also stellte man sich auf eine langwierige Rückfahrt ein. Mit der Zeit konnte man immer mal ein Kilometerchen schneller fahren, so dass man die 100er Marke auch mal knackte. Kurz hinter Hof fuhren wir dann von der Autobahn ab um in Stammbach im alten Ratskeller wirklich sehr sehr lecker und preiswert zu speisen. Bronco machte seinem Namen wieder alle Ehre und konnte es nicht mit ansehen, dass es Leute gibt, die ihr Schnitzel nicht aufessen. Da Steebo bei Tellerrückgabe aus Spaß der Bedienung mitteilte, dass es zwar sehr gut war, aber leider etwas wenig, stand 10 Minuten später zwei Teller mit selbstgemachten Chickennuggets auf den Tischen. „Hungrig geht bei uns keiner raus“, war die kurze Anmerkung der sehr netten Bedienung. Als dann noch der Eismann vor der Tür hielt, war für Steebo und Bronco der Tag gerettet, auch wenn nur noch Schlumpfeis angeboten wurde.

Glücklicherweise hatte sich unser Bus dann auch wieder erholt und so konnte man die restlichen Kilometer mit Vollgas hinter sich bringen und war gegen 23:30 Uhr wieder in Kleinostheim.

Also über den Pokal wird es also nix nach Europa zu kommen, müssen wir uns halt doch über die Liga qualifizieren.

Teddy

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.